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Einsatzbereitschaften - Vor- und Nachteile

Die Einsatzbereitschaft der Rettungshubschrauber hängt, anders als bei Notarzteinsatzfahrzeugen am Boden, von mehreren spezifischen Faktoren ab. Für den Flugbetrieb der Primärluftrettung (präklinische Notfalleinsätze) nach den Sichtflug-Regeln (VFR) sind unter anderem erforderlich:

  • Bestimmte Wetterminima (u.a. bezüglich Sichtweite, Vereisungsbedingungen, ...)
  • Ausreichende Lichtverhältnisse, was die Einsatzbereitschaft i.d.R. auf tagsüber begrenzt
  • Ein Pilot, welcher die vorgeschriebenen Ruhezeiten einhalten muss

Für den Flugbetrieb in der Sekundärluftrettung ist prinzipiell kein Tageslicht erforderlich, da der Betrieb der hierfür verwendeten Hubschrauber nach Instrumentenflug-Regeln (IFR) erfolgt. Nachts ist jedoch eine adäquate Ausleuchtung der Einsatzstelle notwendige Voraussetzung für die sichere Einsatzabwicklung. Der Einsatz von Restlichtverstärkerbrillen (BIV, NVG) ist in Deutschland v. a. aufgrund luftrechtlicher Schwierigkeiten derzeit nur an einigen wenigen Standorten möglich. Voraussetzung sind nachtflugtaugliche Cockpits und speziell unterwiesene Piloten.

Auf der anderen Seite gibt es auch Bedingungen, unter denen der Hubschrauber gegenüber dem bodengebundenen Rettungsdienst erhebliche Vorteile hat. Dies kann bei Straßenglätte der Fall sein, aber auch wenn ein besonders schonender Patiententransport erforderlich ist. Der Helikopter kann ruhig und äußerst vibrationsarm fliegen, während ein Rettungswagen stets von den Straßenverhältnissen abhängig ist. Außerdem kann der Hubschrauber schnell große Strecken zurücklegen; bei zeitkritischen Fällen zahlt sich dies aus. In unwegsamem Terrain wird erst recht der Wert des Hubschraubers als Einsatzmittel deutlich.

Einige Intensivtransporthubschrauber können auch nachts eingesetzt werden

Einige Intensivtransporthubschrauber können auch nachts eingesetzt werden
Foto: Uwe Mattuschka