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Finanzierung

Die Kostenerstattung für Rettungshubschrauber- Einsätze im Rahmen des Notfallrettungsdienstes sowie dringende Intensivverlegungen der Sekundärluftrettung übernehmen die Krankenkassen (Sozialversicherungsträger). Dies erfolgt auch bei Fehleinsätzen.
Unkosten durch den Einsatz entstehen so weder der anfordernden Person noch dem Patienten. Entstehende Defizite werden von den Trägern bzw. Trägergemeinschaften finanziell beglichen. Anders als gemeinhin angenommen macht die Luftrettung nur einen recht geringen Anteil der Gesamtkosten in der Notfallversorgung des Gesundheitswesens aus.

Böswillige Alarmierungen

Wenn sich herausstellt, dass bei einem Einsatz die anfordernde Person vorsätzlich und entgegen besseren Wissens den Rettungsdienst gerufen hat, ohne dass eine reale Notlage vorgelegen hat, so kann es zu einer Strafanzeige und Berechnung der Gesamteinsatzkosten kommen. Dies meint also nicht Einsätze, bei denen der Rettungsdienst in guter Absicht gerufen wurde, sondern üble, vermeintliche "Scherze".

Strukturelle Änderungen

Derzeit ergibt sich ein steigender Kostendruck, da viele Kliniken unter Einsparungen seitens der Kassen leiden und ihrerseits ihr rettungsmedizinisches Engagement zurückfahren. Strukturänderungen und bessere Kooperation sollen hier nach Möglichkeit Abhilfe schaffen.

Unseriöse Werber und Drückerkolonnen

Leider gibt es nach wie vor Betrüger, welche mit unwahren Angaben oder Halbwahrheiten versuchen, Geld aus der Bevölkerung als vermeintliche "Spenden für ihren Rettungshubschrauber" selbst einzustecken. Das Image der Luftrettung leidet unter diesen Drückerkolonnen, und es ist bereits erheblicher finanzieller Schaden dadurch entstanden. Die Luftrettung ist nicht maßgeblich von Spenden aus der Bevölkerung abhängig, schon gar nicht in Form von dubiosen Haustürgeschäften.

rth.info rät bezüglich solcher "Haustürbesuche" nach wie vor:

  • Lassen Sie sich immer den Dienstausweis aller Personen vorzeigen und schenken Sie Personen, die nicht eindeutig in Dienstkleidung ihrer Organisation auftreten, generell kein Vertrauen.
  • Stellen Sie kritische Fragen, und seien Sie aufmerksam bei den Aussagen der Werber. Sobald Sie jegliche Zweifel an der Seriösität der Personen an Ihrer Haustür haben, sollten Sie keine Verträge abschließen!
  • Keine der bekannten deutschen Luftrettungsorganisationen wird derzeit von Ihnen Spenden in Form von Bargeld erbitten.
  • Informieren Sie sich, welche Organisationen die Rettungshubschrauber in Ihrer Region betreiben und in welcher Form diese Organisationen für ihre Aktivitäten Werbung machen.
  • Schenken Sie keinen Aussagen Glauben, dass eine Luftrettungsorganisation Rettungshubschrauberstationen vorheriger Anbieter übernommen habe, zumindest sofern davon nicht auch andere Quellen berichten.

Teure Technik - trotzdem keine Einsatzkosten für das Opfer

Teure Technik - trotzdem keine Einsatzkosten für das Opfer
Foto: Team Christoph 16