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Tag der Sicherheit wieder gut besucht

20.06.2011

Bremen (BRE) ::  Am vergangenen Sonntag fand der diesjährige Tag der Sicherheit am Klinikum „Links der Weser“ (LdW) statt. Die Veranstaltung bot den Besuchern ein abwechslungsreiches und durchaus familientaugliches Themenspektrum rund um die Sicherheit – und Kerosingeruch.

Die ursprüngliche Idee zu einer solchen Veranstaltung kam Rüdiger Engler als Pilot des Bremer Rettungshubschraubers Christoph 6 bereits vor sechs Jahren. „Warum machen wir nicht mal eine Veranstaltung zum Thema Sicherheit, Rettung und Prävention, an der die ganze Familie teilnehmen und auch jeder etwas lernen kann?“, fragte sich Engler. Zusammen mit seinem Hubschrauber-Kollegen und Notfallmediziner Dr. Andreas Callies entwickelte er ein Konzept für den ersten „Tag der Sicherheit“. Dieser fand dann 2005 statt und war damals schon mit einigen Hundert Interessierten gut besucht. Durch das durchweg positive Feedback begann Engler in den Folgejahren, stets mehr Organisationen und Behörden mit Sicherheitsaufgaben (sog. BOS) für die Veranstaltung zu gewinnen.

Es stellten sich nun am vergangenen Sonntag freiwillige und Jugendfeuerwehren dar; die Berufsfeuerwehr Bremen stellte neben Einsatzfahrzeugen auch den „Kisten-contest“ vor. Ziel dabei war es, gesichert durch einen Höhengurt an der ausgefahrenen Drehleiter, möglichst viele Mehrweg-Getränkekisten übereinander zu stapeln. Spannung über die kreative Arbeit in der Höhe und Spaß beim Zusammenfallen des Turms standen in gutem Gleichgewicht und fanden Anklang bei vielen Kindern und Jugendlichen.

Darüber hinaus war auch der ASB Bremen / Delmenhorst auf dem Gelände des Klinikums vor Ort, um Ihre Arbeit und das Leistungsspektrum der Organisationen zu demonstrieren. Besonderer Anziehungspunkt waren dabei die Demonstrationen der Rettungshundestaffel.

Die Polizei Bremen war vor Ort und informierte über ihre Arbeit und Aufgabengebiete.

Höhepunkt der Veranstaltung war auch dieses Jahr wieder die direkte Besuchsmöglichkeit der beiden Bremer Rettungshubschrauber. Pilot Engler hatte seine ADAC-Maschine natürlich ausgestellt und die benachbarten Kollegen der DRF Luftrettung dazugebeten. Engler: „Wir arbeiten Tag für Tag in und um Bremen derart eng und oft zusammen, dass die Kollegen der DRF gleichermaßen in eine organisationsübergreifende Rettungsveranstaltung gehören, wie der ADAC.“ Der ADAC ist für die Stadtgemeinde Bremen fester Vertragspartner für die Primärluftrettung. Das Münchener Unternehmen stellt in Bremen daher Piloten und Maschine, derweil die DRF mit dem „Christoph Weser“ die stadtgebundene Rettung bedarfsweise unterstützt und zugleich über die Koordinierungsstelle für Sekundärtransporte (KOST) für entsprechende Einsätze im norddeutschen Umland vorgesehen wird.

Die beiden Hubschrauber vom Typ BK117 (Chr. 6 = D-HSMA ./. Chr. Weser = D-HDDD) standen einsatzbereit auf dem Gelände des Christoph 6-LRZ und waren der Bremer Rettungsleitstelle als einsatzklar angemeldet. Rüdiger Engler sagte: „Das ist natürlich ein besonderes Schmankerl für unsere Besucher und sicherlich die Hauptattraktion, wenn einer der beiden Rettungshubschrauber einen Einsatz bekommt und dann vom Veranstaltungsgelände aus startet. Denn so nah haben viele noch nie einen Helikopter starten sehen.“ Diese Einschätzung ist, gemessen an den staunenden Gesichtern bei den Starts der beiden Maschinen, als richtig zu bewerten. Die Besucher zeigten sich beeindruckt vom downwash, der mächtigen Geräuschkulisse und dem Kerosingeruch beim Start der Hubschrauber.

Der Christoph 6 wurde während des Besuchstages 2 mal zu Notfällen ins Stadtgebiet alarmiert und verließ mit seiner Besatzung die Veranstaltung. Die Kollegen der DRF mussten mit dem Christoph Weser während des Tages gar nicht in die Luft gehen und standen den jüngeren und älteren Besuchern stets Rede und Antwort bei allen Fragen um Maschine, Besatzung und Einsatzmöglichkeiten. Pilot Martin Beitzel beschrieb den Besuch am LRZ der Kollegen als „gern gesehene Abwechslung, sich und die Arbeit der DRF in Bremen einmal einem breiteren Publikum vorzustellen, als es eben im Zusammenhang mit Einsätzen der Fall ist.“

Die spontane und schnelle Einsatzbereitschaft der Jugendfeuerwehren zeigte sich auch im Zusammenhang mit den Hubschrauber-Starts: hierbei sorgten die Nachwuchs-Retter mittels einer Absperrung für den notwendigen Sicherheitsradius um die startende Maschine.

Für die Kinder hatte man sich konzeptionell einen „Rettungspass“ einfallen lassen, mit dem die Jüngsten alle Aussteller-Stationen ablaufen und sich abstempeln lassen mussten. Damit war gewährleistet, dass die Kids wirklich überall mal vorbeischauten und die Aktionen und Attraktionen gleichmäßig angelaufen wurden. Am Ende dann, mit vollständig abgestempelten Pass, konnte dieser beim ADAC gegen eine farbige Rettungsurkunde getauscht werden – und man sah so manche leuchtenden Kinderaugen mit dem „Dokument“ in der Hand.

Am Ende war es ein gut organisierter und reichhaltig gefüllter Besuchstag am Klinikum Links der Weser in Bremen. Bei durchgehend regnerischem Wetter bot sich jedem Besucher zwischen 11 und 17 Uhr dennoch die Möglichkeit, über Rettungsdienste, Polizei und Feuerwehr mehr zu erfahren und das praktische Wissen über kompetentes Verhalten an Notfallorten aufzufrischen.

Rüdiger Engler sah am Ende berechtigterweise zufrieden mit sich und dem 6. Tag der Sicherheit aus, als er abends mit Aufräumarbeiten begann. Es ist fest damit zu rechnen, dass man sich nach einem ausführlichen de-briefing der Veranstaltung, schon in Kürze mit den Überlegungen und Vorbereitungen für den Tag der Sicherheit 2012 beginnen wird. Insider berichten, dass insbesondere die Planung des Wetters dann eine größere Rolle einnehmen wird...

 
Autor(en)
Sven Arnold
Quelle(n):
ADAC und DRF in Bremen