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BK 117: Einsatzsperre für Rettungswinde

08.08.2011

München (BAY) ::  Nach einem Beinahe-Unfall in Südtirol, der sich bei einem Windeneinsatz mit einer BK 117 ereignete, hat die EASA eine Nutzungssperre (AD 2011 – 0126) der Winde veranlasst. Diese Sperre wird jedoch durch eine EASA-Directive vom 05.08. zum 12. August wieder aufgehoben.

Alle Typen des Baumusters BK 117 waren von dieser Sperre der Rettungswinde betroffen. Dies hatte erhebliche Auswirkungen bei der ADAC Luftrettung GmbH zur Folge. An drei Standorten kann keine BK 117 mit Winde eingesetzt werden, solange diese zur Nutzung gesperrt sind. Davon betroffen sind die Luftrettungsstationen "Christoph 1", "Christoph 26" und "Christoph Murnau".

Die Rettungswinden sind an den genannten Standorten kaum noch wegzudenken und erfüllen gerade im alpinen Bereich unverzichtbare Aufgaben. So wurde bei Christoph Murnau im Jahre 2000 durchschnittlich an jedem fünften Tag ein Windeneinsatz verzeichnet.

Dieses Problem zu umgehen war ist für die ADAC Luftrettung nicht einfach. Die BK 117 frühzeitig durch das Baumuster EC 145 (welche einen anderen Windentyp nutzt) zu ersetzen hat die ADAC Luftrettung verworfen. Die Maschine mit der Kennung D-HLRG (heute „Christoph 77“) hatte zu Testzwecken bereits über eine Rettungswinde verfügt, welche jedoch wegen der seltenen Nutzung entfernt wurde.

Eine andere Möglichkeit, Rettungswinden zu nutzen, bietet sich auch mit dem Baumuster EC 135. Hier konnte man auf unterschiedliche Erfahrungen anderer Betreiber mit verschiedenen Systemen zurückgreifen: So beispielsweise bei Christoph 17, welcher über ein Fixtau verfügt, welches unter dem Hubschrauber angebracht wird. Darüber hinaus gibt es weitere Rettungshubschrauber wie zum Beispiel Christoph 27, welcher über eine herkömmliche Winde verfügt. Mit Hochdruck wurde an einer Lösung gearbeitet und am 30.07.2011 trat „Christoph Winde“ in Form einer EC 135 in München seinen Dienst an. Dienstzeit ist täglich von 10:00 bis Sonnenuntergang.

Ob gerade jetzt in der Urlaubszeit die drei betroffenen Standorte eine zusätzliche Unterstützung durch die Bundeswehr bzw. Polizei und Bundespolizei erhalten ist nicht bekannt. Gespannt darf man sein, ob in Zukunft weitere Rettungshubschrauber als EC 135 mit Rettungswinde anzutreffen sind.

 

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Autor(en)
Jonas Schmidt
PPR