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Dortmund: Neues Dienstgebäude für Hubschrauber

10.05.2012

Dortmund (NRW) ::  Im Dezember hat die Dortmunder Luftrettungsstation ihr neues Dienstgebäude am Dortmunder Flughafen bezogen. Für die feierliche Einweihung des Gebäudes hat die Station heute Kooperationspartner aus Politik, Medizin und Rettungsdienst zu einer Feierstunde geladen. In nur vier Monaten Bauzeit wurde das bestehende Personaldienstgebäude modernisiert und um 145 Quadratmeter erweitert. Neben vier modernen Ruheräumen, einer Küche und Sanitäranlagen stehen den Besatzungsmitgliedern Lager- und Desinfektionsräume sowie eine Umkleide zur Verfügung. Das kernsanierte Gebäude befindet sich direkt neben dem Hubschrauberhangar. Die neuen Räumlichkeiten bieten der Besatzung optimale Arbeitsbedingungen und sind die Voraussetzung, um auch in Zukunft Luftrettung auf höchstem Niveau leisten zu können.

Dr. Hans Jörg Eyrich, Vorstand der DRF Luftrettung, eröffnete den Festakt mit den Worten:

„17,8 Millionen Menschen leben in Nordrhein-Westfalen. Mitten in diesem bevölkerungsreichsten Bundesland ist 'Christoph Dortmund' seit über 22 Jahren stationiert. Es war an der Zeit eine Entscheidung zu treffen, und zwar für diesen Standort im Herzen NRWs. Für Patienten und Besatzung haben wir in unsere Luftrettungsstation am Dortmunder Flughafen investiert. Mit jährlich rund 700 Einsätzen ist unser Hubschrauber aus Dortmund nicht mehr wegzudenken. Mit der heutigen Einweihung des neuen Dienstgebäudes wird ein Grundstein für die weitere erfolgreiche Arbeit an der Station gelegt.“

Im Anschluss an Vorstand Dr. Hans Jörg Eyrich würdigten mehrere Grußredner die erfolgreiche Arbeit der Dortmunder Luftretter. Bürgermeister Manfred Sauer betonte: „‘Christoph Dortmund’ zeigt uns jeden Monat wie wichtig schnelle notärztliche Hilfe und der Transport in eine Klinik ist. Gerade in abgelegenen Orten oder bei vollen Straßen kann die Luftrettung ihre Stärken voll ausspielen.“

Andreas Sikorski, Leiter des Dezernats 22 der Bezirksregierung Arnsberg, reflektierte: „Luftrettung ist eine Erfolgsgeschichte. Heute ist ‘Christoph Dortmund’ ein fester Bestandteil des Rettungssystems. Das neue Gebäude ist ein Signal, dass die Besatzung ihre lebensrettende Aufgabe auch in Zukunft auf diesem hohen Niveau fortführen kann.“

Im Anschluss betonte Ralf Schluckebier, AOK Nord-West, die Notwendigkeit von ‘Christoph Dortmund’ in Nordrhein-Westfalen – einem Bundesland, dass die meisten Staukilometer aufzuweisen hat. Dirk Aschenbrenner, Städtischer Branddirektor der Berufsfeuerwehr Dortmund, hob die vertrauensvolle und professionelle Zusammenarbeit hervor.

„Dieser Standort von ‘Christoph Dortmund’ ist wichtig für die Region. Mit dem Neubau hat die HSD Luftrettung ein Zeichen gesetzt und sich gleichzeitig zum Flughafen Dortmund bekannt“, erklärte Markus Bunk, Geschäftsführer der Flughafen Dortmund GmbH.

Prof. Dr. Michael Schwarz, Ärztlicher Direktor des Klinikums Dortmund, hob in seiner Rede die gute Kooperation des Klinikums mit dem Dortmunder Intensivtransporthubschrauber hervor. Udo Laux, Leiter der Dortmunder Station, reflektierte abschließend die langjährige Geschichte der Luftrettungsstation.

Autor(en)
Originaltext Pressemitteilung der DRF Luftrettung

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Über rth.info und unser Themenspektrum

Wir vom Nachrichtenmagazin rth.info berichten ehrenamtlich über Rettungshubschrauber, also notfallmedizinisch ausgerüstete und besetzte Helikopter, die im Rettungsdienst eingesetzt werden. Hubschrauber sind wertvoll als Rettungsmittel, da sie schnell, wendig und unabhängig vom Straßennetz sind. Ebenso dienen sie zum eiligen Transfer von Intensivpatienten zwischen Kliniken.

Für die Luftrettung besteht ein dichtes Standortnetz – sowohl von Rettungshubschraubern, als auch von Intensivtransport-Hubschraubern für den Interhospitaltransfer (siehe unsere Standortkarte). Die Standorte werden von staatlichen und nichtstaatlichen Betreibern unterhalten. Die ADAC Luftrettung stellt die meisten zivilen Rettungshubschrauber in Deutschland. Die DRF Luftrettung betreibt auch besonders viele Luftrettungszentren in Deutschland. Ihr Vorgänger war die Deutsche Rettungsflugwacht e.V. – bis zum Wechsel von Name und Rechtsform (2008). Weitere wichtige Betreiber, darunter das Bundesministerium des Innern mit seinen Zivilschutzhubschraubern, stellen wir hier vor.

Hubschrauber ergänzen den Rettungsdienst am Boden in medizinischen Notlagen. Sie sollen nicht den Bodenrettungsdienst ersetzen, da Rettungshubschrauber nicht allwetterfähig sind. Luftretter unterscheiden mehrere Einsatzarten. Die wichtigsten sind primäre Notfalleinsätze an einem Einsatzort und sekundäre Patiententransporte von einer Klinik zur anderen. In der Luftrettung kommt komplexe notfallmedizinische Technik zum Einsatz, die u.a. Anaesthesie, Chirurgie, Innere Medizin und Pädiatrie abdeckt.

"Helicopter Emergency Medical Services", kurz HEMS, ist die englische Bezeichnung für Luftrettungsdienst. Der Assistent des Notarztes wird daher als HEMS TC bzw. HEMS Crew Member bezeichnet. Zahlreiche Piloten verdienen in der Luftrettung ihren Lebensunterhalt – für viele Fans ein Traumberuf. Die Betreiber setzen viele Flugstunden und Erfahrung voraus.

Der aktuell bedeutsamste europäische Hubschrauberhersteller ist Airbus Helicopters mit seinen Baumustern H135, H145, und weiteren. Der US-amerikanische Hubschrauberhersteller Bell hat mit den Baumustern Bell 212, Bell 222, Bell 412, die Luftrettung mit geprägt, aber seit ca. 2010 Marktanteile an Airbus Helicopters verloren. Beschreibungen weiterer Hubschrauber-Hersteller finden Sie in unseren Typentexten.

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