Direkt zum Inhalt...

rth.info

Faszination Luftrettung

rth.info - Faszination Luftrettungzur Startseite


Christoph 41: Umbau der Station hat bereits begonnen

11.03.2013

Leonberg (BWÜ) ::  Seit dem 1. Juni 1986 ist “Christoph 41“ am Kreiskrankenhaus Leonberg (Landkreis Böblingen) stationiert. Aus dieser Zeit stammen auch der Hangar für den Helikopter und die Unterkunft für das RTH-Team. In der vergangenen Woche haben nun die Bauarbeiten für eine neue Luftrettungsstation am Leonberger Standort begonnen.

Um den Besatzungen optimale Bedingungen zu bieten, wird neben dem weiterhin nutzbaren Hangar ein neuer Sozialtrakt errichtet. Entstehen wird ein moderner Neubau mit großzügigen Arbeitsplätzen, drei Ruheräumen für Pilot, Notarzt und Rettungsassistent/HEMS Crew Member, einer Küche, Sanitäranlagen sowie Hygieneräumen. Die Baukosten in Höhe von rund 850.000 Euro werden zu einem Großteil aus Fördergeldern des Landes Baden-Württemberg finanziert, ein weiterer Teil (darunter die “nicht förderungsfähige“ Küche sowie die gesamte Innenausstattung der Station) wird von der DRF Luftrettung selbst übernommen.

Entsprechend dem vom Landesausschuss für den Rettungsdienst auf seiner Sitzung am 30. November 2012 gebilligten Jahresförderprogramm 2013 sind aus dem zusätzlichen Förderprogramm des Landes (rth.info berichtete) insgesamt 600.000 Euro für die Luftrettungsstation Leonberg vorgesehen, teilte das Stuttgarter Innenministerium auf Anfrage von rth.info mit.

Weitere 1.100.000 Euro wurden für den kurz vor der Vollendung stehenden Neubau der Station “Christoph 11“ in Villingen-Schwenningen bewilligt. Zudem fließen rund 1.500.000 Euro Landesfördermittel in das 1975 eingerichtete und nach langer Bau- und Planungsphase am 10. Juni 1987 eingeweihte Luftrettungszentrum “Christoph 43“ in Karlsruhe.

Für die beiden Luftrettungszentren in Leonberg und Karlsruhe sind die avisierten Umbaumaßnahmen zwingend erforderlich, da beide Stationen nicht mehr den gesetzlichen Vorgaben entsprechen und daher eneuert werden müssen.

“Seit fast drei Jahrzehnten sind wir von unserer Station in Leonberg aus an 365 Tagen im Jahr für die Menschen in der Region im Einsatz. Die Modernisierung unserer Station war notwendig geworden, um diese den aktuellen Erfordernissen anzupassen. Dazu gehören unter anderem eine Erweiterung der Ruheräume sowie eine Neukonzeption des Hygienebereichs“, sagte Michael Klippert, Pilot und Stationsleiter der Leonberger Station am Samstag, den 9. März. Da waren die Erdmassen hinter dem Sozialgebäude bereits fast vollständig abgetragen, wie die Fotos am Ende der News belegen.

Nach den derzeitigen Planungen soll der Neubau Ende September 2013 abgeschlossen sein. In der Zwischenzeit stehen den Piloten, Notärzten und HCM ein Container als Arbeitsplatz sowie ein Sozialraum im Krankenhaus Leonberg zur Verfügung.

Somit erscheint es als wahrscheinlich, dass “Christoph 41“ noch im Jahr seines 40sten Geburtstages ein weiteres schönes Geschenk erhalten wird. Station und DRF Luftrettung werden dies mit einem “Tag der offenen Tür“ für die interessierte Öffentlichkeit feiern. Aus naheliegenden Gründen ist dieser besondere Tag allerdings noch nicht endgültig terminiert. rth.info wird zeitnah über den Termin informieren.

Nachrichten zu diesem Thema im Archiv

Autor(en)
Jörn Fries
Quelle(n):
Pressemitteilung der DRF Luftrettung vom 6. März 2013

Info-Abschnitt überspringen

Über rth.info und unser Themenspektrum

Wir vom Nachrichtenmagazin rth.info berichten ehrenamtlich über Rettungshubschrauber, also notfallmedizinisch ausgerüstete und besetzte Helikopter, die im Rettungsdienst eingesetzt werden. Hubschrauber sind wertvoll als Rettungsmittel, da sie schnell, wendig und unabhängig vom Straßennetz sind. Ebenso dienen sie zum eiligen Transfer von Intensivpatienten zwischen Kliniken.

Für die Luftrettung besteht ein dichtes Standortnetz – sowohl von Rettungshubschraubern, als auch von Intensivtransport-Hubschraubern für den Interhospitaltransfer (siehe unsere Standortkarte). Die Standorte werden von staatlichen und nichtstaatlichen Betreibern unterhalten. Die ADAC Luftrettung stellt die meisten zivilen Rettungshubschrauber in Deutschland. Die DRF Luftrettung betreibt auch besonders viele Luftrettungszentren in Deutschland. Ihr Vorgänger war die Deutsche Rettungsflugwacht e.V. – bis zum Wechsel von Name und Rechtsform (2008). Weitere wichtige Betreiber, darunter das Bundesministerium des Innern mit seinen Zivilschutzhubschraubern, stellen wir hier vor.

Hubschrauber ergänzen den Rettungsdienst am Boden in medizinischen Notlagen. Sie sollen nicht den Bodenrettungsdienst ersetzen, da Rettungshubschrauber nicht allwetterfähig sind. Luftretter unterscheiden mehrere Einsatzarten. Die wichtigsten sind primäre Notfalleinsätze an einem Einsatzort und sekundäre Patiententransporte von einer Klinik zur anderen. In der Luftrettung kommt komplexe notfallmedizinische Technik zum Einsatz, die u.a. Anaesthesie, Chirurgie, Innere Medizin und Pädiatrie abdeckt.

"Helicopter Emergency Medical Services", kurz HEMS, ist die englische Bezeichnung für Luftrettungsdienst. Der Assistent des Notarztes wird daher als HEMS TC bzw. HEMS Crew Member bezeichnet. Zahlreiche Piloten verdienen in der Luftrettung ihren Lebensunterhalt – für viele Fans ein Traumberuf. Die Betreiber setzen viele Flugstunden und Erfahrung voraus.

Der aktuell bedeutsamste europäische Hubschrauberhersteller ist Airbus Helicopters mit seinen Baumustern H135, H145, und weiteren. Der US-amerikanische Hubschrauberhersteller Bell hat mit den Baumustern Bell 212, Bell 222, Bell 412, die Luftrettung mit geprägt, aber seit ca. 2010 Marktanteile an Airbus Helicopters verloren. Beschreibungen weiterer Hubschrauber-Hersteller finden Sie in unseren Typentexten.

Alle Fachbegriffe...