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Ostsee-Absturz fordert drei Todesopfer

01.03.2014

Prerow/Darß (MVP) ::  Der gestrige Absturz von “Air Ambulance 02“ vor der Halbinsel Darß in die Ostsee hat drei Todesopfer gefordert. Das wurde mittlerweile traurige Gewissheit.

Der NDR berichtet:

“[Es] kamen drei Männer ums Leben: Ein 53-jähriger Pilot aus Baden-Württemberg, ein 47-jähriger Notarzt aus Mecklenburg-Vorpommern und ein 45-jähriger Rettungsassistent aus Sachsen. Der 47-Jährige zweite Pilot aus Rheinland-Pfalz überlebte. [...] Kurz vor dem Unglück befand sich die Maschine im Anflug auf einen Seenotkreuzer, auf den der Notarzt mit einer Rettungswinde abgeseilt werden sollte. Nach Augenzeugenberichten sackte der Hubschrauber bei einem Anflugversuch plötzlich ab und stürzte ins Meer. Die Mannschaft des Seenotrettungskreuzers konnte zwei Besatzungsmitglieder des Hubschraubers aus der Wasser retten. Einer der Männer starb wenig später. Taucher suchten anschließend die Unglücksstelle nach den zwei Vermissten ab. Kurz nach Mitternacht entdeckten sie schließlich den Notarzt und den Rettungsassistenten tot im Wrack der Maschine.“

Die Pressestelle der DRF Luftrettung hat ein Statement zu dem schweren Unglück herausgegeben. Darin heißt es:

“Bei diesem tragischen Unglück kamen drei erfahrene und geschätzte Kollegen der DRF Luftrettung ums Leben. Ein weiterer Kollege konnte gerettet werden, er wird im Krankenhaus medizinisch versorgt. Der plötzliche Tod unserer Kollegen macht uns fassungslos und zutiefst betroffen. Wir trauern mit den Familien.“

Es ist das schwerste Unglück eines Hubschraubers der Luftrettung in Deutschland seit mehreren Jahre. Die DRF Luftrettung hat ein Online-Kondolenzbuch eingerichtet (siehe Weblinks).

Das Wrack der Maschine solle heute (Samstag) geborgen werden, schrieb der NDR.

Aktualisierung, 22:45h:

Das Wrack der BK 117 sei geborgen und zunächst an Bord des Mehrzweckschiffes "Arkona" der Küstenwache verbracht worden. Das berichtet "DIE WELT" online, siehe Weblinks.

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Autor(en)
PPR
Quelle(n):
DRF Luftrettung, NDR

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Über rth.info und unser Themenspektrum

Wir vom Nachrichtenmagazin rth.info berichten ehrenamtlich über Rettungshubschrauber, also notfallmedizinisch ausgerüstete und besetzte Helikopter, die im Rettungsdienst eingesetzt werden. Hubschrauber sind wertvoll als Rettungsmittel, da sie schnell, wendig und unabhängig vom Straßennetz sind. Ebenso dienen sie zum eiligen Transfer von Intensivpatienten zwischen Kliniken.

Für die Luftrettung besteht ein dichtes Standortnetz – sowohl von Rettungshubschraubern, als auch von Intensivtransport-Hubschraubern für den Interhospitaltransfer (siehe unsere Standortkarte). Die Standorte werden von staatlichen und nichtstaatlichen Betreibern unterhalten. Die ADAC Luftrettung stellt die meisten zivilen Rettungshubschrauber in Deutschland. Die DRF Luftrettung betreibt auch besonders viele Luftrettungszentren in Deutschland. Ihr Vorgänger war die Deutsche Rettungsflugwacht e.V. – bis zum Wechsel von Name und Rechtsform (2008). Weitere wichtige Betreiber, darunter das Bundesministerium des Innern mit seinen Zivilschutzhubschraubern, stellen wir hier vor.

Hubschrauber ergänzen den Rettungsdienst am Boden in medizinischen Notlagen. Sie sollen nicht den Bodenrettungsdienst ersetzen, da Rettungshubschrauber nicht allwetterfähig sind. Luftretter unterscheiden mehrere Einsatzarten. Die wichtigsten sind primäre Notfalleinsätze an einem Einsatzort und sekundäre Patiententransporte von einer Klinik zur anderen. In der Luftrettung kommt komplexe notfallmedizinische Technik zum Einsatz, die u.a. Anaesthesie, Chirurgie, Innere Medizin und Pädiatrie abdeckt.

"Helicopter Emergency Medical Services", kurz HEMS, ist die englische Bezeichnung für Luftrettungsdienst. Der Assistent des Notarztes wird daher als HEMS TC bzw. HEMS Crew Member bezeichnet. Zahlreiche Piloten verdienen in der Luftrettung ihren Lebensunterhalt – für viele Fans ein Traumberuf. Die Betreiber setzen viele Flugstunden und Erfahrung voraus.

Der aktuell bedeutsamste europäische Hubschrauberhersteller ist Airbus Helicopters mit seinen Baumustern H135, H145, und weiteren. Der US-amerikanische Hubschrauberhersteller Bell hat mit den Baumustern Bell 212, Bell 222, Bell 412, die Luftrettung mit geprägt, aber seit ca. 2010 Marktanteile an Airbus Helicopters verloren. Beschreibungen weiterer Hubschrauber-Hersteller finden Sie in unseren Typentexten.

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