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Auch ADAC Luftrettung erhält erste EC 145 T2

15.09.2014

Donauwörth (BAY) ::  Nach der DRF Luftrettung hat nun auch die ADAC Luftrettung ihre erste EC 145 T2 von Airbus Helicopters erhalten. Rund sechs Wochen nach der Übergabe der weltweit ersten EC 145 T2 an die DRF Luftrettung (rth.info berichtete am 31. Juli 2014 ausführlich von der Zeremonie) übergab am Freitag (12.09.2014) Dr. Wolfgang Schoder, CEO von Airbus Helicopters Deutschland, die erste von insgesamt vierzehn vom ADAC georderten Maschinen an Thomas Burkhardt, Vizepräsident für Technik des ADAC e. V.

Bei regnerischem Wetter flog die erste gelbe EC 145 T2 mit der Fliegerkennung D-HEMS ihre ersten Platzrunden vor Publikum. Sie wird in den nächsten Monaten bei der ADAC Luftfahrt Technik GmbH (ALT) in Bonn/Hangelar die von der Schweizer Firma Bucher Leichtbau AG entwickelte neuartige modulare Innenausstattung erhalten und soll bereits Anfang 2015 in Murnau als Intensivtransporthubschrauber (ITH) “Christoph Murnau“ in Betrieb gehen.

Bis zum Jahr 2018 sollen die vierzehn vom ADAC georderten neuen EC 145 T2 insgesamt 17 Helikopter vom Typ EC BK 117 ersetzen. Die ADAC Luftrettung gGmbH hatte diese bereits 2013 an das neuseeländische Unternehmen Airwork Ltd. verkauft (rth.info berichtete am 09.01.2014). Insgesamt investiert die ADAC Luftrettung gGmbH nach eigenen Angaben rund 130 Millionen Euro in die neuen Rettungs- und Intensivtransporthubschrauber.

Nach bislang unbestätigten Informationen sollen die nächsten beiden EC 145 T2 nach Köln (“Christoph Rheinland“) und Sande (“Christoph 26“) gehen und dort die bereits verkauften, aufgrund der Verzögerungen bei der Auslieferung der EC 145 T2 vom ADAC nun zurückgeleasten Maschinen vom Typ EC BK 117 ablösen. rth.info wird hierüber zu gegebener Zeit berichten.

Nachrichten zu diesem Thema im Archiv

Autor(en)
Jörn Fries
Wir danken für Unterstützung:
dem ADAC e. V. und Herrn Werner Wolfsfellner, die beide rth.info Fotos von der Übergabeveranstaltung zur Verfügung stellten

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Über rth.info und unser Themenspektrum

Wir vom Nachrichtenmagazin rth.info berichten ehrenamtlich über Rettungshubschrauber, also notfallmedizinisch ausgerüstete und besetzte Helikopter, die im Rettungsdienst eingesetzt werden. Hubschrauber sind wertvoll als Rettungsmittel, da sie schnell, wendig und unabhängig vom Straßennetz sind. Ebenso dienen sie zum eiligen Transfer von Intensivpatienten zwischen Kliniken.

Für die Luftrettung besteht ein dichtes Standortnetz – sowohl von Rettungshubschraubern, als auch von Intensivtransport-Hubschraubern für den Interhospitaltransfer (siehe unsere Standortkarte). Die Standorte werden von staatlichen und nichtstaatlichen Betreibern unterhalten. Die ADAC Luftrettung stellt die meisten zivilen Rettungshubschrauber in Deutschland. Die DRF Luftrettung betreibt auch besonders viele Luftrettungszentren in Deutschland. Ihr Vorgänger war die Deutsche Rettungsflugwacht e.V. – bis zum Wechsel von Name und Rechtsform (2008). Weitere wichtige Betreiber, darunter das Bundesministerium des Innern mit seinen Zivilschutzhubschraubern, stellen wir hier vor.

Hubschrauber ergänzen den Rettungsdienst am Boden in medizinischen Notlagen. Sie sollen nicht den Bodenrettungsdienst ersetzen, da Rettungshubschrauber nicht allwetterfähig sind. Luftretter unterscheiden mehrere Einsatzarten. Die wichtigsten sind primäre Notfalleinsätze an einem Einsatzort und sekundäre Patiententransporte von einer Klinik zur anderen. In der Luftrettung kommt komplexe notfallmedizinische Technik zum Einsatz, die u.a. Anaesthesie, Chirurgie, Innere Medizin und Pädiatrie abdeckt.

"Helicopter Emergency Medical Services", kurz HEMS, ist die englische Bezeichnung für Luftrettungsdienst. Der Assistent des Notarztes wird daher als HEMS TC bzw. HEMS Crew Member bezeichnet. Zahlreiche Piloten verdienen in der Luftrettung ihren Lebensunterhalt – für viele Fans ein Traumberuf. Die Betreiber setzen viele Flugstunden und Erfahrung voraus.

Der aktuell bedeutsamste europäische Hubschrauberhersteller ist Airbus Helicopters mit seinen Baumustern H135, H145, und weiteren. Der US-amerikanische Hubschrauberhersteller Bell hat mit den Baumustern Bell 212, Bell 222, Bell 412, die Luftrettung mit geprägt, aber seit ca. 2010 Marktanteile an Airbus Helicopters verloren. Beschreibungen weiterer Hubschrauber-Hersteller finden Sie in unseren Typentexten.

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