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ADAC Luftrettung erhält erste H 135

30.03.2015

Hinweis zur Typenbezeichnung

Um etwaige Missverständnisse vorzubeugen, empfehlen wir Ihnen, unsere Meldung zu der Änderung der Typenbezeichnungen für Hubschrauber von "Airbus Helicopters" zu lesen.

Donauwörth (BAY) ::  Am 27.3.2015 wurde in Donauwörth eine neue Ära in der Luftrettung eingeläutet: Der neue Hubschrauber H 135 (ehemals EC 135-P3) mit Pratt & Whitney Triebwerken von Airbus Helicopters wurde an die ADAC Luftrettung gGmbH feierlich übergeben. Unter den geladenen Gästen befanden sich unter anderem Susanne Matzke-Ahl, Geschäftsführerin der ADAC Luftrettung gGmbH und ADAC Präsident Dr. August Markl.

Die nagelneue H 135 in den Hallen von Airbus Helicopters in Donauwörth.

Die nagelneue H 135 in den Hallen von Airbus Helicopters in Donauwörth.

Foto: Alexander Wagner

Zur offiziellen Übergabe an die ADAC Luftrettung gGmbH reisten viele Gäste an.

Zur offiziellen Übergabe an die ADAC Luftrettung gGmbH reisten viele Gäste an.

Foto: Alexander Wagner

Gut erkennbar: Das Emblem, was auf die verbauten “Pratt & Whitney“ - Turbinen hinweist.

Gut erkennbar: Das Emblem, was auf die verbauten “Pratt & Whitney“ - Turbinen hinweist.

Foto: Alexander Wagner

Der ADAC Präsident bedankte sich im Beisein von Dr. Wolfgang Schoder, CEO von Airbus Helicopters Deutschland, für eine Zusammenarbeit, die seit nunmehr 45 Jahren bestehe. Angefangen habe es mit der BO 105, weiter sei es mit der BK 117 über die EC 135 bis hin zur EC 145 gegangen. „Wir standen immer in engem Kontakt zu Airbus Helicopters – ehemals Eurocopter – was die Weiterentwicklung der Maschinen anbelangte und sind bisher nie enttäuscht worden“, so Dr. Markl. Mit der neuen H 135 ist Airbus Helicopters ein weiterer technischer Fortschritt gelungen: Unter anderem durch die verlängerten Hauptrotorblätter konnte die Leistung der Maschine deutlich erhöht werden, ebenso ist eine Reduzierung des Treibstoffverbrauches erreicht worden. Neben der erfreulichsten Neuerung, nämlich das Plus an Sicherheit, ist die Lärmreduzierung zu nennen. Anwohner in der Umgebung der Stationen seien somit weniger der Lärmbelästigung ausgesetzt als bisher, erklärte Dr. Markl den Gästen.

Der ADAC Präsident Dr. August Markl bei seiner Rede vor der neuen Maschine.

Der ADAC Präsident Dr. August Markl bei seiner Rede vor der neuen Maschine.

Foto: Alexander Wagner

Der “Hausherr“, Dr. Wolfgang Schoder, CEO von Airbus Helicopters Deutschland, begrüßte die Gäste in seiner Ansprache.

Der “Hausherr“, Dr. Wolfgang Schoder, CEO von Airbus Helicopters Deutschland, begrüßte die Gäste in seiner Ansprache.

Foto: Alexander Wagner

Auch der Eintrag ins Auslieferungsbuch durfte nicht fehlen.

Auch der Eintrag ins Auslieferungsbuch durfte nicht fehlen.

Foto: Alexander Wagner

Aufgrund der verschärften EU-Vorgaben wird die ADAC Luftrettung gGmbH sukzessive ihre Flotte modernisieren, bis 2018 will sie über 130 Millionen Euro in 17 neue Hubschrauber investieren, darunter auch das neue Modell der H 145, die erst kürzlich feierlich in Murnau in Dienst genommen worden war (rth.info berichtete). Vom Typ H 135 würden vorerst nur 2 Hubschrauber gekauft werden, gibt der ADAC Präsident bekannt. Die heute vorgestellte Maschine müsse aber erst noch nach Halle-Oppin überführt werden. Dort wird sie für den Einsatz als Luftrettungsmittel ausgerüstet, um voraussichtlich in Ingolstadt als „Christoph 32“ mit der Kennung D-HXBA eingesetzt zu werden.

Auch sinnbildlich wurde die Maschine in die neuen Hände übergeben.

Auch sinnbildlich wurde die Maschine in die neuen Hände übergeben.

Foto: Alexander Wagner

Dr. August Markl und Dr. Wolfgang Schoder im Gespräch.

Dr. August Markl und Dr. Wolfgang Schoder im Gespräch.

Foto: Alexander Wagner

Die Maschine wurde für den Demonstrationsflug vorbereitet.

Die Maschine wurde für den Demonstrationsflug vorbereitet.

Foto: Alexander Wagner

Mit derzeit 52 Hubschraubern an 36 Stationen ist die ADAC Luftrettung gGmbH die größte zivile Luftrettungsorganisation in Deutschland. Mehr als 190 Mitarbeiter an den Stationen und in der Verwaltung sorgen für einen reibungslosen Betrieb. Im Jahr 2014 versorgten die gelben „Christophs“ bei 52.577 Einsätzen rund 47.000 Notfallpatienten.

Gespannt warten die Gäste auf den Start der neuen H 135.

Gespannt warten die Gäste auf den Start der neuen H 135.

Foto: Alexander Wagner

Voraussichtlich für Ingolstadt wird die “D-HXBA“ in den Dienst gehen.

Voraussichtlich für Ingolstadt wird die “D-HXBA“ in den Dienst gehen.

Foto: Alexander Wagner

Die Flugvorführung bot einen kleinen Einblick in die Leistungssteigerung des bewährten Modells.

Die Flugvorführung bot einen kleinen Einblick in die Leistungssteigerung des bewährten Modells.

Foto: Alexander Wagner

Nachrichten zu diesem Thema im Archiv

Autor(en)
MSC
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Alexander Wagner

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Über rth.info und unser Themenspektrum

Wir vom Nachrichtenmagazin rth.info berichten ehrenamtlich über Rettungshubschrauber, also notfallmedizinisch ausgerüstete und besetzte Helikopter, die im Rettungsdienst eingesetzt werden. Hubschrauber sind wertvoll als Rettungsmittel, da sie schnell, wendig und unabhängig vom Straßennetz sind. Ebenso dienen sie zum eiligen Transfer von Intensivpatienten zwischen Kliniken.

Für die Luftrettung besteht ein dichtes Standortnetz – sowohl von Rettungshubschraubern, als auch von Intensivtransport-Hubschraubern für den Interhospitaltransfer (siehe unsere Standortkarte). Die Standorte werden von staatlichen und nichtstaatlichen Betreibern unterhalten. Die ADAC Luftrettung stellt die meisten zivilen Rettungshubschrauber in Deutschland. Die DRF Luftrettung betreibt auch besonders viele Luftrettungszentren in Deutschland. Ihr Vorgänger war die Deutsche Rettungsflugwacht e.V. – bis zum Wechsel von Name und Rechtsform (2008). Weitere wichtige Betreiber, darunter das Bundesministerium des Innern mit seinen Zivilschutzhubschraubern, stellen wir hier vor.

Hubschrauber ergänzen den Rettungsdienst am Boden in medizinischen Notlagen. Sie sollen nicht den Bodenrettungsdienst ersetzen, da Rettungshubschrauber nicht allwetterfähig sind. Luftretter unterscheiden mehrere Einsatzarten. Die wichtigsten sind primäre Notfalleinsätze an einem Einsatzort und sekundäre Patiententransporte von einer Klinik zur anderen. In der Luftrettung kommt komplexe notfallmedizinische Technik zum Einsatz, die u.a. Anaesthesie, Chirurgie, Innere Medizin und Pädiatrie abdeckt.

"Helicopter Emergency Medical Services", kurz HEMS, ist die englische Bezeichnung für Luftrettungsdienst. Der Assistent des Notarztes wird daher als HEMS TC bzw. HEMS Crew Member bezeichnet. Zahlreiche Piloten verdienen in der Luftrettung ihren Lebensunterhalt – für viele Fans ein Traumberuf. Die Betreiber setzen viele Flugstunden und Erfahrung voraus.

Der aktuell bedeutsamste europäische Hubschrauberhersteller ist Airbus Helicopters mit seinen Baumustern H135, H145, und weiteren. Der US-amerikanische Hubschrauberhersteller Bell hat mit den Baumustern Bell 212, Bell 222, Bell 412, die Luftrettung mit geprägt, aber seit ca. 2010 Marktanteile an Airbus Helicopters verloren. Beschreibungen weiterer Hubschrauber-Hersteller finden Sie in unseren Typentexten.

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