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40-jähriges Jubiläum Christoph 9 in Duisburg

04.10.2015

Duisburg (NRW) ::  Nachdem die Indienststellung von Christoph 9 in Duisburg vor exakt 40 Jahren an der Station der Berufsgenossenschaftlichen Unfallklinik am 16.09.2015 mit einem Festakt begangen wurde, fand am 19.09.2015 eine „Geburtstagsfeier“ in der Duisburger Innenstadt statt.

Zu Beginn der Feier wurde ein einsatzmäßiger Anflug, sowie die Landung an einer angenommenen Einsatzstelle unmittelbar am Duisburger Stadttheater präsentiert. Im Einsatz war eine EC 135 mit der Kennung D-HZSH. Ein bereits vor Ort anwesendes Crewmitglied kommentierte jede Phase des Anfluges sowie der Landung per Mikrofon.

Landung der EC 135 in der Duisburger Innenstadt

Landung der EC 135 in der Duisburger Innenstadt

Foto: Tim und Ralph Nußbaum

Anschließend konnte die Maschine besichtigt werden. Diese Möglichkeit nahmen zahlreiche Besucher wahr und die Crewmitglieder waren ständig damit beschäftigt, die Fragen der kleinen und großen Hubschrauberfans zu beantworten.

Neben der EC 135 war der Förderverein von Christoph 7 mit der durch Mitglieder des Fördervereins liebevoll restaurierten Bo 105 (Kennung D-HDFK) vor Ort. Sie wurde mittels Tieflader zum Ausstellungsort transportiert und war zum ersten Mal am 13.06.2015 in Kassel zu besichtigen. Die Maschine war lange Zeit in Kassel im Einsatz. Auch hier war der Zuschauerandrang sehr groß.

Auch der Vorgänger der EC 135 – eine BO 105 – wurde von den Besuchern sehr interessiert in Augenschein genommen

Auch der Vorgänger der EC 135 – eine BO 105 – wurde von den Besuchern sehr interessiert in Augenschein genommen

Foto: Tim und Ralph Nußbaum

Im Laufe des Tages gab es zwei Vorführungen zum Thema technische Hilfeleistung, bei denen die Einsatztaktik, die Zusammenarbeit der verschiedenen Hilfs- und Rettungsorganisationen sowie verschiedener Einsatzmittel vorgestellt wurde.

Der Stand vom Förderverein des Christoph 9

Der Stand vom Förderverein des Christoph 9

Foto: Tim und Ralph Nußbaum

Neben dem Förderverein von Christoph 9 präsentierten sich noch die Bundespolizei, die Berufsfeuerwehr Duisburg, das Technische Hilfswerk, das Deutsche Rote Kreuz, der Arbeiter-Samariterbund, die Berufsgenossenschaftliche Unfallklinik. Auch das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe informierte über ihre Arbeit.

Hunderte interessierte Gäste umlagern den Rettungshubschrauber

Hunderte interessierte Gäste umlagern den Rettungshubschrauber

Foto: Tim und Ralph Nußbaum

Nachdem Christoph 9 am frühen Abend wieder Richtung seiner Station gestartet war, lag ein erfolgreicher Tag hinter allen Organisatoren und Beteiligten. Während des „Geburtstagsfestes“ war die Einsatzbereitschaft von Christoph 9 natürlich durch eine Ersatzmaschine sichergestellt.

Die rth.info-Redaktion wünscht “Christoph 9“ und seinem gesamten Team weiterhin “many happy landings“.

An beiden Maschinen standen Besatzungsmitglieder für Fragen bereit

An beiden Maschinen standen Besatzungsmitglieder für Fragen bereit

Foto: Tim und Ralph Nußbaum

Autor(en)
Tim und Ralph Nußbaum

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Über rth.info und unser Themenspektrum

Wir vom Nachrichtenmagazin rth.info berichten ehrenamtlich über Rettungshubschrauber, also notfallmedizinisch ausgerüstete und besetzte Helikopter, die im Rettungsdienst eingesetzt werden. Hubschrauber sind wertvoll als Rettungsmittel, da sie schnell, wendig und unabhängig vom Straßennetz sind. Ebenso dienen sie zum eiligen Transfer von Intensivpatienten zwischen Kliniken.

Für die Luftrettung besteht ein dichtes Standortnetz – sowohl von Rettungshubschraubern, als auch von Intensivtransport-Hubschraubern für den Interhospitaltransfer (siehe unsere Standortkarte). Die Standorte werden von staatlichen und nichtstaatlichen Betreibern unterhalten. Die ADAC Luftrettung stellt die meisten zivilen Rettungshubschrauber in Deutschland. Die DRF Luftrettung betreibt auch besonders viele Luftrettungszentren in Deutschland. Ihr Vorgänger war die Deutsche Rettungsflugwacht e.V. – bis zum Wechsel von Name und Rechtsform (2008). Weitere wichtige Betreiber, darunter das Bundesministerium des Innern mit seinen Zivilschutzhubschraubern, stellen wir hier vor.

Hubschrauber ergänzen den Rettungsdienst am Boden in medizinischen Notlagen. Sie sollen nicht den Bodenrettungsdienst ersetzen, da Rettungshubschrauber nicht allwetterfähig sind. Luftretter unterscheiden mehrere Einsatzarten. Die wichtigsten sind primäre Notfalleinsätze an einem Einsatzort und sekundäre Patiententransporte von einer Klinik zur anderen. In der Luftrettung kommt komplexe notfallmedizinische Technik zum Einsatz, die u.a. Anaesthesie, Chirurgie, Innere Medizin und Pädiatrie abdeckt.

"Helicopter Emergency Medical Services", kurz HEMS, ist die englische Bezeichnung für Luftrettungsdienst. Der Assistent des Notarztes wird daher als HEMS TC bzw. HEMS Crew Member bezeichnet. Zahlreiche Piloten verdienen in der Luftrettung ihren Lebensunterhalt – für viele Fans ein Traumberuf. Die Betreiber setzen viele Flugstunden und Erfahrung voraus.

Der aktuell bedeutsamste europäische Hubschrauberhersteller ist Airbus Helicopters mit seinen Baumustern H135, H145, und weiteren. Der US-amerikanische Hubschrauberhersteller Bell hat mit den Baumustern Bell 212, Bell 222, Bell 412, die Luftrettung mit geprägt, aber seit ca. 2010 Marktanteile an Airbus Helicopters verloren. Beschreibungen weiterer Hubschrauber-Hersteller finden Sie in unseren Typentexten.

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