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TCS steigt bei “Alpine Air Ambulance“ aus

09.12.2015

Bern (CH) ::  Der Touring Club Schweiz (TCS) ist als Aktionär aus der vor vier Jahren gemeinsam mit der Lions Air Group AG gegründeten Alpine Air Ambulance (AAA) ausgestiegen. Der von AAA betriebene TCS-Helikopter flog vor allem Rettungseinsätze in der Schweiz, was nicht dem Bedürfnis und der Strategie des TCS entsprach. Die AAA wird künftig von der Lions Air Group AG alleine betrieben, ihre bisherigen Dienstleistungen u.a. auch für den TCS werden unverändert weitergeführt. Der TCS stärkt den Bereich der Repatriierungen.

Der Verwaltungsrat und die Geschäftsleitung des TCS haben nach einer sorgfältigen Analyse der Entwicklung des Reisemarktes und dessen Veränderungen entschieden, die eigene Flugtätigkeit bis Ende 2017 schrittweise zu reduzieren. Peter Goetschi, Zentralpräsident des TCS und Generaldirektor ad interim, erklärt:

„Der Reisemarkt ändert sich. Der Bedarf nach Repatriierungen aus fernen Ländern nimmt zu, während die Personentransporte in der Schweiz gering bleiben. Wir verstärken deshalb bei den Repatriierungen insbesondere über lange Distanzen die Zusammenarbeit u.a. mit der Rega.“

Die Erfahrungen haben gezeigt, dass der von der AAA betriebene Helikopter vor allem Noteinsätze in der Schweiz flog, was nicht dem Bedürfnis und der Strategie des TCS entsprach. Der TCS zieht sich daher aus dem Helikoptergeschäft zurück. Er ist als Aktionär per Ende November 2015 aus der AAA ausgestiegen und hat die Aktien an die Lions Air Group verkauft, welche die AAA mitsamt dem Helikopter weiter betreibt. Jürg Fleischmann, CEO der AAA: „Für die Bevölkerung im Kanton Aargau und in den angrenzenden Kantonen ändert sich damit nichts.“ Die AAA führt ihre bisherigen Dienstleistungen im Bereich der medizinischen Primär- und Sekundärtransporte sowie für Swisstransplant und die bisherigen Partner unverändert weiter.

Der TCS wird auch in Zukunft die Leistungen der AAA in Anspruch nehmen. Der TCS-gebrandete Jet, die Cessna Citation, ist in Europa weiterhin für den TCS unterwegs. Wie bisher bezieht der TCS vor allem für interkontinentale Repatriierungen weiterhin Flugleistungen von Dritten. Der TCS hat in diesem Bereich bereits in der Vergangenheit mit der Rega zusammengearbeitet. Goetschi erklärt:
„Wir prüfen dabei, inwieweit wir die Dienstleistungen für die TCS-Mitglieder weiter entwickeln können.“

Autor(en)
Originaltext Pressemitteilung der AAA vom 7.12.2015
Quelle(n):
Medienmitteilung der AAA unter dem Originaltitel “TCS konzentriert sich auf Repatriierungen“

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Über rth.info und unser Themenspektrum

Wir vom Nachrichtenmagazin rth.info berichten ehrenamtlich über Rettungshubschrauber, also notfallmedizinisch ausgerüstete und besetzte Helikopter, die im Rettungsdienst eingesetzt werden. Hubschrauber sind wertvoll als Rettungsmittel, da sie schnell, wendig und unabhängig vom Straßennetz sind. Ebenso dienen sie zum eiligen Transfer von Intensivpatienten zwischen Kliniken.

Für die Luftrettung besteht ein dichtes Standortnetz – sowohl von Rettungshubschraubern, als auch von Intensivtransport-Hubschraubern für den Interhospitaltransfer (siehe unsere Standortkarte). Die Standorte werden von staatlichen und nichtstaatlichen Betreibern unterhalten. Die ADAC Luftrettung stellt die meisten zivilen Rettungshubschrauber in Deutschland. Die DRF Luftrettung betreibt auch besonders viele Luftrettungszentren in Deutschland. Ihr Vorgänger war die Deutsche Rettungsflugwacht e.V. – bis zum Wechsel von Name und Rechtsform (2008). Weitere wichtige Betreiber, darunter das Bundesministerium des Innern mit seinen Zivilschutzhubschraubern, stellen wir hier vor.

Hubschrauber ergänzen den Rettungsdienst am Boden in medizinischen Notlagen. Sie sollen nicht den Bodenrettungsdienst ersetzen, da Rettungshubschrauber nicht allwetterfähig sind. Luftretter unterscheiden mehrere Einsatzarten. Die wichtigsten sind primäre Notfalleinsätze an einem Einsatzort und sekundäre Patiententransporte von einer Klinik zur anderen. In der Luftrettung kommt komplexe notfallmedizinische Technik zum Einsatz, die u.a. Anaesthesie, Chirurgie, Innere Medizin und Pädiatrie abdeckt.

"Helicopter Emergency Medical Services", kurz HEMS, ist die englische Bezeichnung für Luftrettungsdienst. Der Assistent des Notarztes wird daher als HEMS TC bzw. HEMS Crew Member bezeichnet. Zahlreiche Piloten verdienen in der Luftrettung ihren Lebensunterhalt – für viele Fans ein Traumberuf. Die Betreiber setzen viele Flugstunden und Erfahrung voraus.

Der aktuell bedeutsamste europäische Hubschrauberhersteller ist Airbus Helicopters mit seinen Baumustern H135, H145, und weiteren. Der US-amerikanische Hubschrauberhersteller Bell hat mit den Baumustern Bell 212, Bell 222, Bell 412, die Luftrettung mit geprägt, aber seit ca. 2010 Marktanteile an Airbus Helicopters verloren. Beschreibungen weiterer Hubschrauber-Hersteller finden Sie in unseren Typentexten.

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