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Offizielle Eröffnung der neuen Räumlichkeiten der Luxembourg Air Rescue

22.04.2016

Luxemburg (LUX) ::  Endlich ist es so weit: Nach einer Bauphase von etwas über einem Jahr – und damit genau nach Zeitplan – hat die Luxembourg Air Rescue ihr neues Gebäude am Flughafen Findel bezogen. Am 20. April 2016 feiern die LAR Mitarbeiter gemeinsam mit ihren geladenen Gästen die offizielle Eröffnung in Anwesenheit Seiner Königlichen Hoheit, des Großherzogs Henri von Luxemburg.

Das neue Gebäude vom Flugfeld aus betrachtet

Das neue Gebäude vom Flugfeld aus betrachtet
Foto: LAR

Auf dem neuen Gelände wurden drei Hangars à insgesamt 3.600 m² für die LAR Flotte sowie 3.500 m² Büroflächen inklusive hochmoderner Einsatzzentrale und innovativer Schulungsräume fertiggestellt. Für René Closter, Präsident und CEO der Luxembourg Air Rescue, wurde damit die ideale Basis für die Luftrettung in Luxemburg geschaffen:

„Das neue Gebäude wurde geplant von unseren Mitarbeitern für unsere Mitarbeiter. Es stellt einen bedeutenden Fortschritt für unsere lebensrettende Mission dar und zwar in mehrerlei Hinsicht. Die Infrastruktur und damit auch die Arbeitsbedingungen für die LAR Mitarbeiter wurden an entscheidenden Punkten optimiert, so dass sie ihre Aufgaben, Menschen in Not zu helfen, jetzt noch effizienter erfüllen können.“

Der Abstellhangar für die 5 Rettungshelikopter und die 5 Flugzeuge

Der Abstellhangar für die 5 Rettungshelikopter und die 5 Flugzeuge
Foto: Raymond Michaux

Das LAR-Gebäude: im Vordergrund der Abstellhangar, in der Mitte die Verwaltungsbüros, sowie die Leitstelle (große Fenster) und im Hintergrund die Maintenance-Halle

Das LAR-Gebäude: im Vordergrund der Abstellhangar, in der Mitte die Verwaltungsbüros, sowie die Leitstelle (große Fenster) und im Hintergrund die Maintenance-Halle
Foto: Raymond Michaux

Eine Neuerung ist beispielsweise, dass die LAR ab sofort als zugelassenes MDI Helicopters Service Center selbst die komplette Wartung der Rettungshelikopterflotte übernehmen kann. Damit sinken insbesondere bei größeren Wartungsarbeiten die Ausgaben, da die kostspielige Überführung der Maschinen ins Ausland entfällt. Auch die Flugzeugflotte kann in Zukunft in den neuen Anlagen der LAR selbst gewartet werden. Darüber hinaus sind nun alle LAR Mitarbeiter an einem Standort untergebracht. Das ermöglicht es nicht nur, Kosten einzusparen und wertvolle Ressourcen besser zu nutzen, sondern es ist auch für die Zusammenarbeit im Team förderlich. Dank kurzer Kommunikationswege zwischen den einzelnen Bereichen, können Arbeitsabläufe jetzt noch effizienter durchgeführt werden und dies ganz im Sinne der hohen Qualitätsstandards der LAR und zum Wohl ihrer Patienten und Mitglieder.

Im Vordergrund die Leitstelle, in der Mitte die Maintenance-Halle und im Hintergrund die Garage für die Krankenwagen (noch im Bau, wird voraussichtlich in einem Monat fertiggestellt)

Im Vordergrund die Leitstelle, in der Mitte die Maintenance-Halle und im Hintergrund die Garage für die Krankenwagen (noch im Bau, wird voraussichtlich in einem Monat fertiggestellt)
Foto: Raymond Michaux

Die Kosten für den neuen Firmensitz belaufen sich auf 12 Millionen Euro inklusive Mehrwertsteuer und stellen die größte Investition in der Geschichte der LAR dar. Denn außer einer Unterstützung in Höhe von 680.000 Euro vom Wirtschaftsministerium, tragen die LAR und ihre Mitglieder die Kosten selbst und dies über ein Darlehen mit 20 Jahren Laufzeit bei luxemburgischen Banken.

Die Gesundheitsministerin Frau Lydia Mutsch, LAR-Präsident René CLOClosterSTER und S.K.H. Grossherzog Henri von Luxemburg (v.l.n.r.)

Die Gesundheitsministerin Frau Lydia Mutsch, LAR-Präsident René CLOClosterSTER und S.K.H. Grossherzog Henri von Luxemburg (v.l.n.r.)
Foto: Raymond Michaux

Die gesamte Belegschaft der LAR bei den Feierlichkeiten

Die gesamte Belegschaft der LAR bei den Feierlichkeiten
Foto: Raymond Michaux

Um das neue Gebäude auf dem Flughafengelände errichten zu können, wurde mit dem Flughafenbetreiber Lux-Airport ein 30-jähriger Mietvertrag für das Baugrundstück ausgehandelt. Dabei wurden unter anderem auch die Vorteile berücksichtigt, die das neue Gebäude für den Flughafen mit sich bringt, denn der neue LAR Firmensitz wird für den Airport zusätzlich als „poste médical avancé“ fungieren. Eine solche Einrichtung ist bei internationalen Flughäfen Vorschrift, um eine Notfallversorgung im Fall von Großschadensereignissen zu garantieren. Hundert Notfallbetten mit der dazugehörigen medizinischen Ausrüstung werden zu diesem Zweck in den LAR Hangars gelagert, um innerhalb von 20 Minuten einsatzbereit sein zu können.

„Wir freuen uns sehr, dass wir mit unserem neuen Gebäude gleichzeitig auch einen Beitrag zur Sicherheit des Flughafen Findel leisten können. Und in Anbetracht der aktuellen weltpolitischen Lage, sind entsprechende Maßnahmen heute noch mehr denn je von großer Wichtigkeit“,

so LAR Präsident René Closter.

Die geladenen Gäste, in der 1. Reihe vorne, der Verwaltungsrat der Luxembourg Air Rescue

Die geladenen Gäste, in der 1. Reihe vorne, der Verwaltungsrat der Luxembourg Air Rescue
Foto: Raymond Michaux

LAR-Präsident René Closter während seiner Ansprache

LAR-Präsident René Closter während seiner Ansprache
Foto: Raymond Michaux

LAR - Präsident René CLOSTER,S.K.H. Grossherzog Henri von Luxemburg,sowie im Hintergrund Mathias SCHILTZ, Präsident der Fondation Luxembourg Air Rescue

LAR - Präsident René CLOSTER,S.K.H. Grossherzog Henri von Luxemburg,sowie im Hintergrund Mathias SCHILTZ, Präsident der Fondation Luxembourg Air Rescue
Foto: Raymond Michaux

Neben Lux-Airport, dem Transportministerium, dem Wirtschaftsministerium, der Baufirma Kuhn, der Administration de la navigation aérienne, der Direction de l’aviation civile, den Ponts et Chaussées sowie allen anderen beteiligten Partnern, sind es jedoch nicht zuletzt die treuen LAR Mitglieder, die die Umsetzung dieses Großprojektes überhaupt erst möglich gemacht haben. Ein spezieller Dank gilt den Mitgliedern der Verwaltungsräte der LAR, LAA und Fondation LAR und natürlich dem gesamten LAR Personal.

Hintergrundinformationen

Begonnen hat die Entstehungsgeschichte der Luxembourg Air Rescue am Flughafen in Luxemburg vor 28 Jahren mit einem Wohnwagen und einem Zelt. Seither hatten sich die dortigen LAR Räumlichkeiten nahezu kaum verändert: Die LAR Mitarbeiter arbeiteten in Containern, die ultramoderne Flotte war in Zelten und nicht geheizten Hangars untergebracht. Die teure, hochspezialisierte medizinische Ausrüstung musste allabendlich aus den Fluggeräten herausmontiert werden, um sie vor den unterschiedlichen Witterungsbedingungen zu schützen. Mit dem neuen Gebäude haben sich daher die Arbeitsbedingungen für die Luxembourg Air Rescue entscheidend verbessert. Die neue Infrastruktur begünstigt auch die zuletzt von der LAR geleistete Entwicklungsarbeit im Bereich des Transports von Patienten mit infektiösen Krankheiten. Die schnelle und sichere Abwicklung der für diese Transporte notwendigen aufwendigen Prozeduren wird durch die neuen Gebäude substantiell verbessert.

Am Haupteingang, einen ausgestellten RTH, der wurde mit den noch brauchbaren Teilen von den 2 verunfallten Helikoptern der deutschen Polizei aus Hannover (D-HBNB und D-HBND) zusammgestellt, jedoch ohne Triebwerke

Am Haupteingang, einen ausgestellten RTH, der wurde mit den noch brauchbaren Teilen von den 2 verunfallten Helikoptern der deutschen Polizei aus Hannover (D-HBNB und D-HBND) zusammgestellt, jedoch ohne Triebwerke
Foto: Raymond Michaux

Darüber hinaus eröffnet das Gebäude neue Perspektiven für die Mitglieder. So haben Besuchergruppen nun die Möglichkeit, direkte Einblicke in die Wartung der Hubschrauber und Flugzeuge zu bekommen und sich ein Bild von der Funktionsweise der Einsatzzentrale der LAR zu machen.

 

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Original Pressemitteilung LAR
Wir danken für Unterstützung:
Raymond Michaux