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Christoph 41 – 30 Jahre in Leonberg

20.06.2016

Leonberg (BWÜ) ::  Am Samstag, dem 18.06.2016 wurde das Jubiläum an der Station von Christoph 41 am Krankenhaus Leonberg mit einem Tag der offenen Tür gefeiert.

Einige tausend Besucher ließen sich die Chance nicht entgehen, einen Rettungshubschrauber einmal ganz genau in Augenschein nehmen zu können. Auf dem Gelände bestand diese Möglichkeit bei einer BK 117. Dies wurde so gut angenommen, dass zeitweise längere Wartezeiten nicht vermeidbar waren. Die Stationsmitglieder erklärten bereitwillig allen Interessierten die Technik und die medizinische Einrichtung der Maschine.

Eine BK 117 stand zur Besichtigung bereit und war immer stark belagert

Eine BK 117 stand zur Besichtigung bereit und war immer stark belagert

Foto: Tim und Ralph Nußbaum

Neben der Stammmaschine, einer EC 135 mit der Kennung D-HDRB, die einsatzbereit in einem abgesperrten Bereich der Station stand, landete gegen 11.00 Uhr eine H 145 der Polizeihubschrauberstaffel Baden-Württemberg. Auch diese Maschine konnte im Laufe des Tages in kleinen Gruppen besichtigt werden. Kurz nach Eröffnung der Veranstaltung startete Christoph 41 zum ersten Einsatz des Tages, von dem er nach ca. 45 Minuten zurückkehrte.

Zahlreiche Gäste besuchten den Tag der offenen Tür

Zahlreiche Gäste besuchten den Tag der offenen Tür

Foto: Tim und Ralph Nußbaum

Neben einem Rettungswagen des Deutschen Roten Kreuzes konnte man an einer Reanimationspuppe seine Kenntnisse bei der Wiederbelebung auffrischen. Die Feuerwehr Leonberg präsentierte zwei ihrer Fahrzeuge und die Höhen- und Tiefenrettung der Daimler-Werksfeuerwehr aus Sindelfingen war mit einem Teleskopfahrzeug vor Ort. Ebenfalls zeigte das Technische Hilfswerk eines seiner Einsatzfahrzeuge.

Fahrzeuge der Feuerwehr Leonberg und der Daimler-Werksfeuerwehr

Fahrzeuge der Feuerwehr Leonberg und der Daimler-Werksfeuerwehr

Foto: Tim und Ralph Nußbaum

Die DRK-Bergwacht Württemberg vermittelte den Besuchern einen Überblick über die Einsatzmöglichkeiten der Bergretter. Der technische Leiter Sommerrettung der Bergwacht Bad Urach, Andreas Bay, berichtete, dass die Bergretter in seinem Bereich pro Jahr zwei bis drei Kletterunfälle hätten. Hinzu kämen auch einige Mountainbike-Unfälle, wobei viele der Sportler eher zäh seien und sich oft noch verletzt zu einer Station schleppten.

Auch die DRK-Bergwacht zeigte ihr Können – hier ein ruhiger Moment

Auch die DRK-Bergwacht zeigte ihr Können – hier ein ruhiger Moment

Foto: Tim und Ralph Nußbaum

Großen Zulauf hatten die Vorführungen der Sindelfinger Rettungshundestaffel des Deutschen Roten Kreuzes. Hier konnten sich die Besucher ein Bild davon machen, wie die Ausbildung und das Training von Rettungshunden verläuft. Vor allem die jungen Besucher waren von der Darbietung begeistert.

Die H 145 der Landeshubschrauberstaffel Baden-Württemberg landet neben dem Gelände der Station

Die H 145 der Landeshubschrauberstaffel Baden-Württemberg landet neben dem Gelände der Station

Foto: Tim und Ralph Nußbaum

Neben den „richtigen“ Hubschraubern gab es auch noch einige Modell zu bestaunen. Mit den flugfähigen wurden im Tagesverlauf mehrmals Flugvorführungen gezeigt.

Vorbereitung zur Vorführung “Technische Hilfeleistung“

Vorbereitung zur Vorführung “Technische Hilfeleistung“

Foto: Gertrud Schaufler

Autor(en)
Tim und Ralph Nußbaum

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Über rth.info und unser Themenspektrum

Wir vom Nachrichtenmagazin rth.info berichten ehrenamtlich über Rettungshubschrauber, also notfallmedizinisch ausgerüstete und besetzte Helikopter, die im Rettungsdienst eingesetzt werden. Hubschrauber sind wertvoll als Rettungsmittel, da sie schnell, wendig und unabhängig vom Straßennetz sind. Ebenso dienen sie zum eiligen Transfer von Intensivpatienten zwischen Kliniken.

Für die Luftrettung besteht ein dichtes Standortnetz – sowohl von Rettungshubschraubern, als auch von Intensivtransport-Hubschraubern für den Interhospitaltransfer (siehe unsere Standortkarte). Die Standorte werden von staatlichen und nichtstaatlichen Betreibern unterhalten. Die ADAC Luftrettung stellt die meisten zivilen Rettungshubschrauber in Deutschland. Die DRF Luftrettung betreibt auch besonders viele Luftrettungszentren in Deutschland. Ihr Vorgänger war die Deutsche Rettungsflugwacht e.V. – bis zum Wechsel von Name und Rechtsform (2008). Weitere wichtige Betreiber, darunter das Bundesministerium des Innern mit seinen Zivilschutzhubschraubern, stellen wir hier vor.

Hubschrauber ergänzen den Rettungsdienst am Boden in medizinischen Notlagen. Sie sollen nicht den Bodenrettungsdienst ersetzen, da Rettungshubschrauber nicht allwetterfähig sind. Luftretter unterscheiden mehrere Einsatzarten. Die wichtigsten sind primäre Notfalleinsätze an einem Einsatzort und sekundäre Patiententransporte von einer Klinik zur anderen. In der Luftrettung kommt komplexe notfallmedizinische Technik zum Einsatz, die u.a. Anaesthesie, Chirurgie, Innere Medizin und Pädiatrie abdeckt.

"Helicopter Emergency Medical Services", kurz HEMS, ist die englische Bezeichnung für Luftrettungsdienst. Der Assistent des Notarztes wird daher als HEMS TC bzw. HEMS Crew Member bezeichnet. Zahlreiche Piloten verdienen in der Luftrettung ihren Lebensunterhalt – für viele Fans ein Traumberuf. Die Betreiber setzen viele Flugstunden und Erfahrung voraus.

Der aktuell bedeutsamste europäische Hubschrauberhersteller ist Airbus Helicopters mit seinen Baumustern H135, H145, und weiteren. Der US-amerikanische Hubschrauberhersteller Bell hat mit den Baumustern Bell 212, Bell 222, Bell 412, die Luftrettung mit geprägt, aber seit ca. 2010 Marktanteile an Airbus Helicopters verloren. Beschreibungen weiterer Hubschrauber-Hersteller finden Sie in unseren Typentexten.

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