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Typenwechsel in Greven: “Christoph Westfalen“ jetzt mit H145

27.10.2016

Greven (NRW) ::  Fast 15 Jahre, seit dem 1. Januar 2002, flog von Greven aus eine BK 117 der ADAC Luftrettung als Intensivtransporthubschrauber (ITH) mit dem BOS-Funkrufnamen “Christoph Westfalen“. Jetzt hat die BK 117 ausgedient und wurde durch eine hochmoderne H145 von Airbus Helicopters abgelöst.

Im März 2016 war “Christoph Westfalen“ zu Gast auf dem neuen Dachlandeplatz des Bielefelder Krankenhauses Gilead (hier die D-HSFB)

Im März 2016 war “Christoph Westfalen“ zu Gast auf dem neuen Dachlandeplatz des Bielefelder Krankenhauses Gilead (hier die D-HSFB)

Foto: Jörn Fries

Bereits seit dem 19. September ist die neue H145 an der Station. Die Schulungsmaßnahmen, zuletzt mit der D-HYAC, konnten am 22. Oktober abgeschlossen werden, so dass zu Wochenbeginn die H145 die Einsatzbereitschaft von der BK 117 übernommen hat. Dies bestätigte die ADAC Luftrettung am heutigen Donnerstag (27.10.2016) auf Anfrage von rth.info. Als künftige Standortmaschine ist die D-HYAI vorgesehen. Sie befindet sich zurzeit bei ALT in Sankt Augustin-Hangelar und wird demnächst in Greven erwartet.

Mit der normalerweise in München als “Christoph 1“ eingesetzten D-HYAC wurden im Herbst 2016 in Greven die erforderlichen Einweisungsflüge durchgeführt

Mit der normalerweise in München als “Christoph 1“ eingesetzten D-HYAC wurden im Herbst 2016 in Greven die erforderlichen Einweisungsflüge durchgeführt

Foto: Sascha Masuch

Die zuletzt in Greven eingesetzte BK 117 B-2 mit dem Kenner D-HSFB weist eine Besonderheit auf: Sie hat rechts an der Kabine einen Zusatztank, mit dem sie längere Strecken ohne Zwischentankstopps zurücklegen kann. Auch die D-HSFB wird – wie die anderen BK 117 und die beiden EC 145 der ADAC Luftrettung – künftig im Auftrag des neuseeländischen Unternehmens Air Ltd. fliegen.

Autor(en)
Jörn Fries

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Über rth.info und unser Themenspektrum

Wir vom Nachrichtenmagazin rth.info berichten ehrenamtlich über Rettungshubschrauber, also notfallmedizinisch ausgerüstete und besetzte Helikopter, die im Rettungsdienst eingesetzt werden. Hubschrauber sind wertvoll als Rettungsmittel, da sie schnell, wendig und unabhängig vom Straßennetz sind. Ebenso dienen sie zum eiligen Transfer von Intensivpatienten zwischen Kliniken.

Für die Luftrettung besteht ein dichtes Standortnetz – sowohl von Rettungshubschraubern, als auch von Intensivtransport-Hubschraubern für den Interhospitaltransfer (siehe unsere Standortkarte). Die Standorte werden von staatlichen und nichtstaatlichen Betreibern unterhalten. Die ADAC Luftrettung stellt die meisten zivilen Rettungshubschrauber in Deutschland. Die DRF Luftrettung betreibt auch besonders viele Luftrettungszentren in Deutschland. Ihr Vorgänger war die Deutsche Rettungsflugwacht e.V. – bis zum Wechsel von Name und Rechtsform (2008). Weitere wichtige Betreiber, darunter das Bundesministerium des Innern mit seinen Zivilschutzhubschraubern, stellen wir hier vor.

Hubschrauber ergänzen den Rettungsdienst am Boden in medizinischen Notlagen. Sie sollen nicht den Bodenrettungsdienst ersetzen, da Rettungshubschrauber nicht allwetterfähig sind. Luftretter unterscheiden mehrere Einsatzarten. Die wichtigsten sind primäre Notfalleinsätze an einem Einsatzort und sekundäre Patiententransporte von einer Klinik zur anderen. In der Luftrettung kommt komplexe notfallmedizinische Technik zum Einsatz, die u.a. Anaesthesie, Chirurgie, Innere Medizin und Pädiatrie abdeckt.

"Helicopter Emergency Medical Services", kurz HEMS, ist die englische Bezeichnung für Luftrettungsdienst. Der Assistent des Notarztes wird daher als HEMS TC bzw. HEMS Crew Member bezeichnet. Zahlreiche Piloten verdienen in der Luftrettung ihren Lebensunterhalt – für viele Fans ein Traumberuf. Die Betreiber setzen viele Flugstunden und Erfahrung voraus.

Der aktuell bedeutsamste europäische Hubschrauberhersteller ist Airbus Helicopters mit seinen Baumustern H135, H145, und weiteren. Der US-amerikanische Hubschrauberhersteller Bell hat mit den Baumustern Bell 212, Bell 222, Bell 412, die Luftrettung mit geprägt, aber seit ca. 2010 Marktanteile an Airbus Helicopters verloren. Beschreibungen weiterer Hubschrauber-Hersteller finden Sie in unseren Typentexten.

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