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DRF Luftrettung meldet Laserpointer-Attacke

02.12.2016

Leonberg (BWÜ) ::  Am Montagabend dieser Woche, so berichtet es die DRF Luftrettung in einer aktuellen Pressemitteilung, wurde die Leonberger Besatzung des “Christoph 41“ bei einem Notfalleinsatz von einem Laserpointer geblendet:

“Der Vorfall ereignete sich um 17:15 Uhr: «Christoph 41» hatte einen Notfallpatienten in das Universitätsklinikum Tübingen transportiert, als die Besatzung auf dem Rückflug zu ihrer Station von einem Laserstrahl getroffen wurde. Pilot und Notfallsanitäter konnten aus der Luft das Haus in Schönaich identifizieren, aus dem der Laserstrahl kam.“

Die DRF Luftrettung teilte rth.info zu dem Vorfall mit, dass die Besatzung von “Christoph 41“ die Polizei verständigt habe, und die zuständige Polizeibehörde (Böblingen) “aufgrund der sehr klaren Ortsbeschreibung unserer Hubschrauberbesatzung, von welchem Standort aus die Laserattacke kam“ direkt ihre Kräfte dorthin entsenden konnte. In solchen Fällen übernehme die Polizei respektive die Staatsanwaltschaft die Aufnahme der Ermittlungen.

Die DRF Luftrettung spricht in ihrer Pressemitteilung von einem “immer größer werdenden Sicherheitsrisiko“, und zitiert dazu ihren Vorstand Dr. Peter Huber:

„Angriffe mit Laserpointern sind kein Dumme-Jungen-Streich, sondern stellen einen gefährlichen Eingriff in den Luftverkehr dar. Solche Blendungen können zu kurzfristiger Ablenkung und vorübergehender Blindheit bis hin zu schweren Augenschäden führen. Während des Fluges birgt das erhebliche Unfallrisiken! Gestern ist Gott sei Dank nichts passiert, dennoch appellieren wir an die Bevölkerung, unsere Hubschrauberbesatzungen nicht mit Laserpointern zu gefährden.“

In der Tat waren neben dem Einsatz von privaten Drohnen die missbräuchlichen Benutzungen von Laserpointern, welche gegen Hubschrauber gerichtet wurden, gehäuft aufgetreten und hatten auch bereits ein entsprechendes Medienecho gefunden. Nicht immer gelang es, wie im vorliegenden Fall, die Verursacher so genau zu lokalisieren.

Autor(en)
PPR
Quelle(n):
siehe Weblink

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Über rth.info und unser Themenspektrum

Wir vom Nachrichtenmagazin rth.info berichten ehrenamtlich über Rettungshubschrauber, also notfallmedizinisch ausgerüstete und besetzte Helikopter, die im Rettungsdienst eingesetzt werden. Hubschrauber sind wertvoll als Rettungsmittel, da sie schnell, wendig und unabhängig vom Straßennetz sind. Ebenso dienen sie zum eiligen Transfer von Intensivpatienten zwischen Kliniken.

Für die Luftrettung besteht ein dichtes Standortnetz – sowohl von Rettungshubschraubern, als auch von Intensivtransport-Hubschraubern für den Interhospitaltransfer (siehe unsere Standortkarte). Die Standorte werden von staatlichen und nichtstaatlichen Betreibern unterhalten. Die ADAC Luftrettung stellt die meisten zivilen Rettungshubschrauber in Deutschland. Die DRF Luftrettung betreibt auch besonders viele Luftrettungszentren in Deutschland. Ihr Vorgänger war die Deutsche Rettungsflugwacht e.V. – bis zum Wechsel von Name und Rechtsform (2008). Weitere wichtige Betreiber, darunter das Bundesministerium des Innern mit seinen Zivilschutzhubschraubern, stellen wir hier vor.

Hubschrauber ergänzen den Rettungsdienst am Boden in medizinischen Notlagen. Sie sollen nicht den Bodenrettungsdienst ersetzen, da Rettungshubschrauber nicht allwetterfähig sind. Luftretter unterscheiden mehrere Einsatzarten. Die wichtigsten sind primäre Notfalleinsätze an einem Einsatzort und sekundäre Patiententransporte von einer Klinik zur anderen. In der Luftrettung kommt komplexe notfallmedizinische Technik zum Einsatz, die u.a. Anaesthesie, Chirurgie, Innere Medizin und Pädiatrie abdeckt.

"Helicopter Emergency Medical Services", kurz HEMS, ist die englische Bezeichnung für Luftrettungsdienst. Der Assistent des Notarztes wird daher als HEMS TC bzw. HEMS Crew Member bezeichnet. Zahlreiche Piloten verdienen in der Luftrettung ihren Lebensunterhalt – für viele Fans ein Traumberuf. Die Betreiber setzen viele Flugstunden und Erfahrung voraus.

Der aktuell bedeutsamste europäische Hubschrauberhersteller ist Airbus Helicopters mit seinen Baumustern H135, H145, und weiteren. Der US-amerikanische Hubschrauberhersteller Bell hat mit den Baumustern Bell 212, Bell 222, Bell 412, die Luftrettung mit geprägt, aber seit ca. 2010 Marktanteile an Airbus Helicopters verloren. Beschreibungen weiterer Hubschrauber-Hersteller finden Sie in unseren Typentexten.

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