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REGA ersetzt EC 145 durch H145

11.12.2016

Zürich (CH) ::  Die Schweizerische Rettungsflugwacht REGA führt eine Modernisierung ihrer bestehenden Flotte durch. Wie der Firmenwebseite zu entnehmen ist, haben Verantwortliche des großen Rettungshubschrauber-Betreibers kürzlich einen Vertrag zum Kauf von sechs nagelneuen H145 von Airbus Helicopters unterzeichnet.

Diese Maschinen sollen dann im Jahre 2018 alle EC 145 der Flotte ersetzen, obwohl diese erst im Jahr 2003 beschafft wurden. „Mit dem Entscheid für den H145 führen wir die Erneuerung der REGA-Flotte für die nächste Generation von Luftfahrzeugen fort“, erklärt der CEO Ernst Kohler in der Pressemeldung. Demnach könne dadurch der Wartungsaufwand reduziert und weiterhin eine sehr hohe Verfügbarkeit der Maschinen garantiert werden. Auch die Leistungssteigerung der H145 gegenüber ihrem Vorgängermodell dürfte zu dieser Entscheidung beigetragen haben. Die Kosten für die sechs neuen Hubschrauber inklusive intensivmedizinische Ausrüstung beliefen sich auf 52 Millionen Franken, was rund 48 Millionen Euro entspricht.

Zum Einsatz kommen würden die H145, die vermutlich auch alle mit einer Rettungswinde ausgerüstet werden, dann – wie aktuell die EC 145 – an den Stationen im Mittelland. Im Gebirge werde weiterhin auf die Agusta Westland A109 „DaVinci“ gesetzt. Bereits im Jahr 2021 werde dann mit drei neuen Agusta Westland A169-FIPS der nächste Flottenzugang folgen, mit dem man der Vision einer wetterunabhängigen Luftrettung einen großen Schritt näherkommen wird: Dieser Hubschraubertyp ist mit einer Enteisungsanlage ausgestattet, sodass auch Flüge unter Vereisungsbedingungen möglich sind.

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Autor(en)
MST
Quelle(n):
rega.ch

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Über rth.info und unser Themenspektrum

Wir vom Nachrichtenmagazin rth.info berichten ehrenamtlich über Rettungshubschrauber, also notfallmedizinisch ausgerüstete und besetzte Helikopter, die im Rettungsdienst eingesetzt werden. Hubschrauber sind wertvoll als Rettungsmittel, da sie schnell, wendig und unabhängig vom Straßennetz sind. Ebenso dienen sie zum eiligen Transfer von Intensivpatienten zwischen Kliniken.

Für die Luftrettung besteht ein dichtes Standortnetz – sowohl von Rettungshubschraubern, als auch von Intensivtransport-Hubschraubern für den Interhospitaltransfer (siehe unsere Standortkarte). Die Standorte werden von staatlichen und nichtstaatlichen Betreibern unterhalten. Die ADAC Luftrettung stellt die meisten zivilen Rettungshubschrauber in Deutschland. Die DRF Luftrettung betreibt auch besonders viele Luftrettungszentren in Deutschland. Ihr Vorgänger war die Deutsche Rettungsflugwacht e.V. – bis zum Wechsel von Name und Rechtsform (2008). Weitere wichtige Betreiber, darunter das Bundesministerium des Innern mit seinen Zivilschutzhubschraubern, stellen wir hier vor.

Hubschrauber ergänzen den Rettungsdienst am Boden in medizinischen Notlagen. Sie sollen nicht den Bodenrettungsdienst ersetzen, da Rettungshubschrauber nicht allwetterfähig sind. Luftretter unterscheiden mehrere Einsatzarten. Die wichtigsten sind primäre Notfalleinsätze an einem Einsatzort und sekundäre Patiententransporte von einer Klinik zur anderen. In der Luftrettung kommt komplexe notfallmedizinische Technik zum Einsatz, die u.a. Anaesthesie, Chirurgie, Innere Medizin und Pädiatrie abdeckt.

"Helicopter Emergency Medical Services", kurz HEMS, ist die englische Bezeichnung für Luftrettungsdienst. Der Assistent des Notarztes wird daher als HEMS TC bzw. HEMS Crew Member bezeichnet. Zahlreiche Piloten verdienen in der Luftrettung ihren Lebensunterhalt – für viele Fans ein Traumberuf. Die Betreiber setzen viele Flugstunden und Erfahrung voraus.

Der aktuell bedeutsamste europäische Hubschrauberhersteller ist Airbus Helicopters mit seinen Baumustern H135, H145, und weiteren. Der US-amerikanische Hubschrauberhersteller Bell hat mit den Baumustern Bell 212, Bell 222, Bell 412, die Luftrettung mit geprägt, aber seit ca. 2010 Marktanteile an Airbus Helicopters verloren. Beschreibungen weiterer Hubschrauber-Hersteller finden Sie in unseren Typentexten.

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