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24h-Standort “Christoph 11“: Genehmigungsverfahren

29.04.2017

Villingen-Schwenningen (BWÜ) ::  Das Genehmigungsverfahren für die Einrichtung eines 24h-Betriebes am Rettungshubschrauber-Standort Villingen-Schwenningen läuft an – es wurde eröffnet beim Regierungspräsidium Stuttgart. Darüber berichten aktuell der SWR und mehrere Regionalmedien. Am gestrigen Freitag sei schon eine Maschine des größeren Typs H145 am Schwarzwald-Baar-Klinikum beim Standort vom “Christoph 11“ eingetroffen, berichtet der “Schwarzwälder Bote“ – nebst einem Foto der beiden Helikopter. Nachdem sich jahrelang nichts Greifbares in Baden-Württemberg zugunsten der Nachtluftrettung bewegt hatte, sind jetzt wesentliche Weichen im Innenministerium des Landes gestellt worden gestellt. Der SWR schreibt zu dem Procedere:

“Das Regierungspräsidium Stuttgart hat nach SWR-Informationen das Genehmigungsverfahren eingeleitet. [... Darin] beantragt sind etwa 40 Nachteinsätze pro Monat. (...) Bis zum 18. Mai können Einwendungen gegen den Nachtflugbetrieb vorgebracht werden. Ein Lärmgutachten dazu kann bei der Stadtverwaltung Villingen-Schwenningen eingesehen werden.“

Damit ist es freilich noch nicht ganz getan, wie auch der “Schwarzwälder Bote“ in einem seiner Artikel zu dem Thema näher erläutert:

“Ab dem 19. Mai dann beginnt die zweiwöchige Klagefrist, in der eingegangene Einsprüche geprüft werden. Zur weiteren Verfahrensdauer bis zur eventuellen Erteilung einer luftrechtlichen Genehmigung können derzeit noch keine Aussagen gemacht werden, sagt Katja Lumpp, Pressesprecherin des Regierungspräsidiums in Stuttgart auf Anfrage unserer Zeitung – schließlich können beispielsweise notwendige Überprüfungen möglicher Einwände das Verfahren noch verzögern.“

Ein interessantes Detail der SWR-Berichterstattung betrifft die Pläne der Björn-Steiger-Stiftung, in Südbaden ein weiteres Luftrettungsmittel zu stationieren:

“Die Björn-Steiger-Stiftung hält trotzdem an ihren Plänen fest, im Landkreis Waldshut-Tiengen einen Hubschrauber für Transport- und Rettungsflüge zu installieren. Der Bedarf sei auch mit einem Nacht-Rettungshubschrauber auf der Baar weiterhin groß (...).“

Mehr zu diesen Plänen der Björn-Steiger-Stiftung finden Sie in unserem Nachrichten-Archiv (siehe dazu die Einträge der Chronologie dieses Artikels). Sie fokussieren sich auf den Flugplatz in Rickenbach-Hütten.

Nachrichten zu diesem Thema im Archiv

Autor(en)
PPR
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Über rth.info und unser Themenspektrum

Wir vom Nachrichtenmagazin rth.info berichten ehrenamtlich über Rettungshubschrauber, also notfallmedizinisch ausgerüstete und besetzte Helikopter, die im Rettungsdienst eingesetzt werden. Hubschrauber sind wertvoll als Rettungsmittel, da sie schnell, wendig und unabhängig vom Straßennetz sind. Ebenso dienen sie zum eiligen Transfer von Intensivpatienten zwischen Kliniken.

Für die Luftrettung besteht ein dichtes Standortnetz – sowohl von Rettungshubschraubern, als auch von Intensivtransport-Hubschraubern für den Interhospitaltransfer (siehe unsere Standortkarte). Die Standorte werden von staatlichen und nichtstaatlichen Betreibern unterhalten. Die ADAC Luftrettung stellt die meisten zivilen Rettungshubschrauber in Deutschland. Die DRF Luftrettung betreibt auch besonders viele Luftrettungszentren in Deutschland. Ihr Vorgänger war die Deutsche Rettungsflugwacht e.V. – bis zum Wechsel von Name und Rechtsform (2008). Weitere wichtige Betreiber, darunter das Bundesministerium des Innern mit seinen Zivilschutzhubschraubern, stellen wir hier vor.

Hubschrauber ergänzen den Rettungsdienst am Boden in medizinischen Notlagen. Sie sollen nicht den Bodenrettungsdienst ersetzen, da Rettungshubschrauber nicht allwetterfähig sind. Luftretter unterscheiden mehrere Einsatzarten. Die wichtigsten sind primäre Notfalleinsätze an einem Einsatzort und sekundäre Patiententransporte von einer Klinik zur anderen. In der Luftrettung kommt komplexe notfallmedizinische Technik zum Einsatz, die u.a. Anaesthesie, Chirurgie, Innere Medizin und Pädiatrie abdeckt.

"Helicopter Emergency Medical Services", kurz HEMS, ist die englische Bezeichnung für Luftrettungsdienst. Der Assistent des Notarztes wird daher als HEMS TC bzw. HEMS Crew Member bezeichnet. Zahlreiche Piloten verdienen in der Luftrettung ihren Lebensunterhalt – für viele Fans ein Traumberuf. Die Betreiber setzen viele Flugstunden und Erfahrung voraus.

Der aktuell bedeutsamste europäische Hubschrauberhersteller ist Airbus Helicopters mit seinen Baumustern H135, H145, und weiteren. Der US-amerikanische Hubschrauberhersteller Bell hat mit den Baumustern Bell 212, Bell 222, Bell 412, die Luftrettung mit geprägt, aber seit ca. 2010 Marktanteile an Airbus Helicopters verloren. Beschreibungen weiterer Hubschrauber-Hersteller finden Sie in unseren Typentexten.

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