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“Christoph 17“: Luftamt Südbayern genehmigt Neubau der RTH-Station

27.06.2017

Kempten (BAY) ::  Das Luftamt Südbayern hat jetzt die Anlage und den Betrieb eines Hubschraubersonderlandeplatzes mit Luftrettungsstation (Dienstgebäude mit Hangar) zur dauerhaften Unterbringung des Rettungshubschraubers (RTH) “Christoph 17“ am Flugplatz Kempten-Durach genehmigt. Die veranschlagten Investitionskosten in Höhe von 5,7 Millionen Euro werden von der Arbeitsgemeinschaft der Krankenkassenverbände in Bayern übernommen. Dies geht aus einer Pressemitteilung der Sozialbau Kempten vom heutigen Dienstag (27.06.2017) hervor.

Im kommenden Jahr wird ein dann sechsjähriges Provisorium beendet sein, das 2012 mit der Schließung der RTH-Station am Klinikum und der vorübergehenden Stationierung des RTH “Christoph 17“ am Flugplatz Kempten-Durach – unweit des jetzt endgültig festgelegten und genehmigten Standortes – begann. Zurzeit läuft das notwendige Antragsverfahren zur bauaufsichtlichen Genehmigung durch das Landratsamt Oberallgäu.

Länger als gedacht, aber kein ewiges Provisorium: Im kommenden Jahr wird am Flugplatz Kempten-Durach ...

Länger als gedacht, aber kein ewiges Provisorium: Im kommenden Jahr wird am Flugplatz Kempten-Durach ...

Foto: Jörn Fries

... die neue RTH-Station “Christoph 17“ in Betrieb gehen (die beiden Archivaufnahmen aus dem Jahr 2012 zeigen den aktuellen Interimsstandort am Flugplatz Kempten-Durach)

... die neue RTH-Station “Christoph 17“ in Betrieb gehen (die beiden Archivaufnahmen aus dem Jahr 2012 zeigen den aktuellen Interimsstandort am Flugplatz Kempten-Durach)

Foto: Jörn Fries

War von September 1980 bis April 2012 die Heimat des ZSH “Christoph 17“: der Hangar am Klinikum Kempten

War von September 1980 bis April 2012 die Heimat des ZSH “Christoph 17“: der Hangar am Klinikum Kempten

Foto: Jörn Fries

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Autor(en)
Jörn Fries

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Über rth.info und unser Themenspektrum

Wir vom Nachrichtenmagazin rth.info berichten ehrenamtlich über Rettungshubschrauber, also notfallmedizinisch ausgerüstete und besetzte Helikopter, die im Rettungsdienst eingesetzt werden. Hubschrauber sind wertvoll als Rettungsmittel, da sie schnell, wendig und unabhängig vom Straßennetz sind. Ebenso dienen sie zum eiligen Transfer von Intensivpatienten zwischen Kliniken.

Für die Luftrettung besteht ein dichtes Standortnetz – sowohl von Rettungshubschraubern, als auch von Intensivtransport-Hubschraubern für den Interhospitaltransfer (siehe unsere Standortkarte). Die Standorte werden von staatlichen und nichtstaatlichen Betreibern unterhalten. Die ADAC Luftrettung stellt die meisten zivilen Rettungshubschrauber in Deutschland. Die DRF Luftrettung betreibt auch besonders viele Luftrettungszentren in Deutschland. Ihr Vorgänger war die Deutsche Rettungsflugwacht e.V. – bis zum Wechsel von Name und Rechtsform (2008). Weitere wichtige Betreiber, darunter das Bundesministerium des Innern mit seinen Zivilschutzhubschraubern, stellen wir hier vor.

Hubschrauber ergänzen den Rettungsdienst am Boden in medizinischen Notlagen. Sie sollen nicht den Bodenrettungsdienst ersetzen, da Rettungshubschrauber nicht allwetterfähig sind. Luftretter unterscheiden mehrere Einsatzarten. Die wichtigsten sind primäre Notfalleinsätze an einem Einsatzort und sekundäre Patiententransporte von einer Klinik zur anderen. In der Luftrettung kommt komplexe notfallmedizinische Technik zum Einsatz, die u.a. Anaesthesie, Chirurgie, Innere Medizin und Pädiatrie abdeckt.

"Helicopter Emergency Medical Services", kurz HEMS, ist die englische Bezeichnung für Luftrettungsdienst. Der Assistent des Notarztes wird daher als HEMS TC bzw. HEMS Crew Member bezeichnet. Zahlreiche Piloten verdienen in der Luftrettung ihren Lebensunterhalt – für viele Fans ein Traumberuf. Die Betreiber setzen viele Flugstunden und Erfahrung voraus.

Der aktuell bedeutsamste europäische Hubschrauberhersteller ist Airbus Helicopters mit seinen Baumustern H135, H145, und weiteren. Der US-amerikanische Hubschrauberhersteller Bell hat mit den Baumustern Bell 212, Bell 222, Bell 412, die Luftrettung mit geprägt, aber seit ca. 2010 Marktanteile an Airbus Helicopters verloren. Beschreibungen weiterer Hubschrauber-Hersteller finden Sie in unseren Typentexten.

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