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Segelflugplatz Hütten-Hotzenwald jetzt Sonderlandeplatz

03.08.2017

Stuttgart / Rickenbach (BWÜ) ::  Das Regierungspräsidium Stuttgart hat am gestrigen Mittwoch (02.08.2017) per Pressemitteilung, die rth.info vorliegt, mitgeteilt, dass das Segelfluggelände Im Rickenbacher Ortsteil Hütten mit Wirkung vom 31. Juli 2017 in einen Sonderlandeplatz umgewidmet worden ist. Damit wurden die luftrechtlichen Voraussetzungen für den Hubschrauberflugbetrieb bei Tag und Nacht geschaffen. Allerdings wurden unter Abwägung des Schutz der örtlichen Bevölkerung und des Tourismus sowie unter Berücksichtigung des Naturschutzes unter anderem Vorgaben zur Einhaltung von Mindestflughöhen bei Starts und Landungen sowie Einschränkungen beim Flugbetrieb durch Dritte gemacht (auch die regionalen Medien berichten bereits, siehe Weblinks im Kontextbereich dieser News).

So könnte der neue Helikopter für Rickenbach aussehen (allerdings ohne chinesische Hoheitszeichen und englische Beschriftung), ginge es nach dem Willen der Björn Steiger Stiftung

So könnte der neue Helikopter für Rickenbach aussehen (allerdings ohne chinesische Hoheitszeichen und englische Beschriftung), ginge es nach dem Willen der Björn Steiger Stiftung

Foto: Björn Steiger Stiftung

Besonders interessant ist die Begründung für die erteilte Genehmigung durch die für Luftfahrt zuständige Stuttgarter Oberbehörde, die wir im Wortlaut wiedergeben: “Die Genehmigungsänderung zur Stationierung eines medizinischen Hubschraubers war erforderlich, da die bessere Versorgung von Patienten und die Einhaltung von Rettungsfristen im südlichen Schwarzwald nur auf dem Luftweg per Hubschrauber erfolgen können. Hinzugekommen sind außerdem Engpässe in der Krankenhausnotfallversorgung am Hochrhein mit erforderlichen Sekundärtransporten per Hubschrauber in überregionale Kliniken.“

Sollten Land und Kostenträger diese Einschätzung des Regierungspräsidiums Stuttgart teilen, dürfte in Bälde eine europaweite Ausschreibung dieses zukünftigen, dann neunten baden-württembergischen Luftrettungsstandorts folgen. Neben der Björn Steiger Stiftung (Winnenden/BWÜ) hatten DRF Luftrettung (Filderstadt/BWÜ), ADAC Luftrettung (München/BAY) und Johanniter Luftrettung (Gießen/HES) bereits ihr Interesse an einer Stationierung eines 24-Stunden-Intensivtransporthubschraubers im südlichen Schwarzwald gegenüber Innenministerium und Krankenkassen bekundet.

Nachrichten zu diesem Thema im Archiv

Autor(en)
Jörn Fries
Quelle(n):
Pressemitteilung 249/2017 des Regierungspräsidiums Stuttgart vom 2. August 2017

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Über rth.info und unser Themenspektrum

Wir vom Nachrichtenmagazin rth.info berichten ehrenamtlich über Rettungshubschrauber, also notfallmedizinisch ausgerüstete und besetzte Helikopter, die im Rettungsdienst eingesetzt werden. Hubschrauber sind wertvoll als Rettungsmittel, da sie schnell, wendig und unabhängig vom Straßennetz sind. Ebenso dienen sie zum eiligen Transfer von Intensivpatienten zwischen Kliniken.

Für die Luftrettung besteht ein dichtes Standortnetz – sowohl von Rettungshubschraubern, als auch von Intensivtransport-Hubschraubern für den Interhospitaltransfer (siehe unsere Standortkarte). Die Standorte werden von staatlichen und nichtstaatlichen Betreibern unterhalten. Die ADAC Luftrettung stellt die meisten zivilen Rettungshubschrauber in Deutschland. Die DRF Luftrettung betreibt auch besonders viele Luftrettungszentren in Deutschland. Ihr Vorgänger war die Deutsche Rettungsflugwacht e.V. – bis zum Wechsel von Name und Rechtsform (2008). Weitere wichtige Betreiber, darunter das Bundesministerium des Innern mit seinen Zivilschutzhubschraubern, stellen wir hier vor.

Hubschrauber ergänzen den Rettungsdienst am Boden in medizinischen Notlagen. Sie sollen nicht den Bodenrettungsdienst ersetzen, da Rettungshubschrauber nicht allwetterfähig sind. Luftretter unterscheiden mehrere Einsatzarten. Die wichtigsten sind primäre Notfalleinsätze an einem Einsatzort und sekundäre Patiententransporte von einer Klinik zur anderen. In der Luftrettung kommt komplexe notfallmedizinische Technik zum Einsatz, die u.a. Anaesthesie, Chirurgie, Innere Medizin und Pädiatrie abdeckt.

"Helicopter Emergency Medical Services", kurz HEMS, ist die englische Bezeichnung für Luftrettungsdienst. Der Assistent des Notarztes wird daher als HEMS TC bzw. HEMS Crew Member bezeichnet. Zahlreiche Piloten verdienen in der Luftrettung ihren Lebensunterhalt – für viele Fans ein Traumberuf. Die Betreiber setzen viele Flugstunden und Erfahrung voraus.

Der aktuell bedeutsamste europäische Hubschrauberhersteller ist Airbus Helicopters mit seinen Baumustern H135, H145, und weiteren. Der US-amerikanische Hubschrauberhersteller Bell hat mit den Baumustern Bell 212, Bell 222, Bell 412, die Luftrettung mit geprägt, aber seit ca. 2010 Marktanteile an Airbus Helicopters verloren. Beschreibungen weiterer Hubschrauber-Hersteller finden Sie in unseren Typentexten.

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