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Belgische Luftretter durch Motorschaden im Einsatz ausgebremst

09.08.2017

Bomal (B) ::  Bei einem Einsatz des Rettungshubschraubers des Centre Médical Héliporté (CMH) aus Bra-sur-Lienne (B) im Schloss von Bomal bei Durbuy (B) ist es in der Nacht von Sonntag 30.07. auf Montag 31.07.2017 beim Start zu technischen Problemen gekommen. Das Luftrettungsmittel war angefordert worden, um einen Schwerverletzten in die nächstgelegene Spezialklinik zu transportieren.

Rettungshubschrauber des Centre Médical Héliporté (CMH) aus Bra-sur-Lienne mit Motorschaden

Zur Aufnahme des Patienten landete das Team auf dem Fußballplatz von Barvaux (B). Beim Start der Motoren kam es zu einem technischen Problem, welches den Piloten zum Abbruch des Startvorganges zwang. Später stellt sich heraus, dass es sich um die Überhitzung eines der Motoren handelte. Da die Maschine nicht mehr einsatzbereit war, musste der Patient bodengebunden nach Lüttich transportiert werden.

Zur Reparatur wurde die Maschine per Tieflader nach Ostende transportiert. Während der Reparatur kam an der Station eine Ersatzmaschine vom Typ Aérospatiale SA 365N3 Dauphin 2 mit der Kennung OO-NHY zum Einsatz.
Nachdem der defekte Motor ersetzt und die technischen Prüfungen positiv abgeschlossen werden konnten, flog die Maschine Samstagnachmittag, 05.07.2017, wieder zur Station nach Bra-sur-Lienne. Hier landete sie gegen 16:30 Uhr, um umgehend wieder einsatzbereit gemacht zu werden.

Autor(en)
Tim und Ralph Nußbaum

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Über rth.info und unser Themenspektrum

Wir vom Nachrichtenmagazin rth.info berichten ehrenamtlich über Rettungshubschrauber, also notfallmedizinisch ausgerüstete und besetzte Helikopter, die im Rettungsdienst eingesetzt werden. Hubschrauber sind wertvoll als Rettungsmittel, da sie schnell, wendig und unabhängig vom Straßennetz sind. Ebenso dienen sie zum eiligen Transfer von Intensivpatienten zwischen Kliniken.

Für die Luftrettung besteht ein dichtes Standortnetz – sowohl von Rettungshubschraubern, als auch von Intensivtransport-Hubschraubern für den Interhospitaltransfer (siehe unsere Standortkarte). Die Standorte werden von staatlichen und nichtstaatlichen Betreibern unterhalten. Die ADAC Luftrettung stellt die meisten zivilen Rettungshubschrauber in Deutschland. Die DRF Luftrettung betreibt auch besonders viele Luftrettungszentren in Deutschland. Ihr Vorgänger war die Deutsche Rettungsflugwacht e.V. – bis zum Wechsel von Name und Rechtsform (2008). Weitere wichtige Betreiber, darunter das Bundesministerium des Innern mit seinen Zivilschutzhubschraubern, stellen wir hier vor.

Hubschrauber ergänzen den Rettungsdienst am Boden in medizinischen Notlagen. Sie sollen nicht den Bodenrettungsdienst ersetzen, da Rettungshubschrauber nicht allwetterfähig sind. Luftretter unterscheiden mehrere Einsatzarten. Die wichtigsten sind primäre Notfalleinsätze an einem Einsatzort und sekundäre Patiententransporte von einer Klinik zur anderen. In der Luftrettung kommt komplexe notfallmedizinische Technik zum Einsatz, die u.a. Anaesthesie, Chirurgie, Innere Medizin und Pädiatrie abdeckt.

"Helicopter Emergency Medical Services", kurz HEMS, ist die englische Bezeichnung für Luftrettungsdienst. Der Assistent des Notarztes wird daher als HEMS TC bzw. HEMS Crew Member bezeichnet. Zahlreiche Piloten verdienen in der Luftrettung ihren Lebensunterhalt – für viele Fans ein Traumberuf. Die Betreiber setzen viele Flugstunden und Erfahrung voraus.

Der aktuell bedeutsamste europäische Hubschrauberhersteller ist Airbus Helicopters mit seinen Baumustern H135, H145, und weiteren. Der US-amerikanische Hubschrauberhersteller Bell hat mit den Baumustern Bell 212, Bell 222, Bell 412, die Luftrettung mit geprägt, aber seit ca. 2010 Marktanteile an Airbus Helicopters verloren. Beschreibungen weiterer Hubschrauber-Hersteller finden Sie in unseren Typentexten.

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