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1987-2017: 30 Jahre “Christoph 31“

01.09.2017

Berlin (BLN) ::  Vor auf den Tag genau 30 Jahren, am 1. September 1987, wurde im Westteil des damals noch geteilten Berlin der Rettungshubschrauber (RTH) “Christoph 31“ in Dienst gestellt. Seinerzeit aus weltpolitischen Gründen von einem US-amerikanischen Operator betrieben, hat nach der politischen und gesellschaftlichen Wende in der DDR die ADAC Luftrettung im September 1992 die Betreiberschaft für diesen einzigartigen RTH übernommen. Denn mit zuletzt über 3.500 Einsätzen im Jahr gehört “Christoph 31“ als Branchenprimus zu den weltweit am häufigsten eingesetzten schnellen Notarztzubringern aus der Luft.

Der RTH “Christoph 31“ wird an einem kalten Februartag einsatzklar gemacht (Archivfoto)

Der RTH “Christoph 31“ wird an einem kalten Februartag einsatzklar gemacht (Archivfoto)

Foto: Jörn Fries

Feiern werden Charité und ADAC Luftrettung das Jubiläum nicht, wie Angela von Nippold von der ADAC Luftrettung auf Anfrage von rth.info mitteilte. Denn es stehen am Campus Benjamin Franklin die größten Umbauarbeiten seit Bestehen des Luftrettungszentrums an (rth.info berichtete).

Trotzdem gibt es Neues zum “Christoph 31“ zu berichten: Zum Jahresanfang 2017 endete nämlich die langjährige Kooperation mit dem Berliner Roten Kreuz, die Gestellung des nichtärztlichen Personals betreffend. Seit 1. Januar 2017 stellt die ADAC HEMS & Fachkräfte GmbH (AHF) aus Leipzig die HEMS TC für den Berliner RTH. Dies teilte Regina Radke-Lottermann vom Berliner Roten Kreuz auf Anfrage von rth.info mit. Die Kündigung sei von Seiten des ADAC erfolgt, der auch einen Teil der HEMS TC übernommen habe. Andere sind weiterhin für die DRK Rettungsdienst Berlin gGmbH tätig. Das Berliner Rote Kreuz wolle sich “auf die landgebundene Notfallrettung konzentrieren“, hieß es Ende Februar 2017 gegenüber rth.info.

Wer mehr über den “Rettungshubschrauber für die Bundeshauptstadt“ und seine bewegte und bewegende Geschichte wissen möchte, dem sei die rth.info-Reportage anlässlich seines 25sten Geburtstages empfohlen, die wir im Kontextbereich dieser News verlinkt haben.

Nachrichten zu diesem Thema im Archiv

Autor(en)
Jörn Fries

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Über rth.info und unser Themenspektrum

Wir vom Nachrichtenmagazin rth.info berichten ehrenamtlich über Rettungshubschrauber, also notfallmedizinisch ausgerüstete und besetzte Helikopter, die im Rettungsdienst eingesetzt werden. Hubschrauber sind wertvoll als Rettungsmittel, da sie schnell, wendig und unabhängig vom Straßennetz sind. Ebenso dienen sie zum eiligen Transfer von Intensivpatienten zwischen Kliniken.

Für die Luftrettung besteht ein dichtes Standortnetz – sowohl von Rettungshubschraubern, als auch von Intensivtransport-Hubschraubern für den Interhospitaltransfer (siehe unsere Standortkarte). Die Standorte werden von staatlichen und nichtstaatlichen Betreibern unterhalten. Die ADAC Luftrettung stellt die meisten zivilen Rettungshubschrauber in Deutschland. Die DRF Luftrettung betreibt auch besonders viele Luftrettungszentren in Deutschland. Ihr Vorgänger war die Deutsche Rettungsflugwacht e.V. – bis zum Wechsel von Name und Rechtsform (2008). Weitere wichtige Betreiber, darunter das Bundesministerium des Innern mit seinen Zivilschutzhubschraubern, stellen wir hier vor.

Hubschrauber ergänzen den Rettungsdienst am Boden in medizinischen Notlagen. Sie sollen nicht den Bodenrettungsdienst ersetzen, da Rettungshubschrauber nicht allwetterfähig sind. Luftretter unterscheiden mehrere Einsatzarten. Die wichtigsten sind primäre Notfalleinsätze an einem Einsatzort und sekundäre Patiententransporte von einer Klinik zur anderen. In der Luftrettung kommt komplexe notfallmedizinische Technik zum Einsatz, die u.a. Anaesthesie, Chirurgie, Innere Medizin und Pädiatrie abdeckt.

"Helicopter Emergency Medical Services", kurz HEMS, ist die englische Bezeichnung für Luftrettungsdienst. Der Assistent des Notarztes wird daher als HEMS TC bzw. HEMS Crew Member bezeichnet. Zahlreiche Piloten verdienen in der Luftrettung ihren Lebensunterhalt – für viele Fans ein Traumberuf. Die Betreiber setzen viele Flugstunden und Erfahrung voraus.

Der aktuell bedeutsamste europäische Hubschrauberhersteller ist Airbus Helicopters mit seinen Baumustern H135, H145, und weiteren. Der US-amerikanische Hubschrauberhersteller Bell hat mit den Baumustern Bell 212, Bell 222, Bell 412, die Luftrettung mit geprägt, aber seit ca. 2010 Marktanteile an Airbus Helicopters verloren. Beschreibungen weiterer Hubschrauber-Hersteller finden Sie in unseren Typentexten.

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