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Drei Hubschrauber des Typs H135 gehen zur DRF Luftrettung

23.09.2017

Filderstadt (BWÜ) ::  In dieser Woche wurden der DRF Luftrettung am Airbus-Produktionsstandort Donauwörth die ersten drei Hubschrauber des Typs H135 übergeben. Mit diesen Neuzugängen treibt die DRF Luftrettung den Generationenwechsel bei ihren Hubschraubern weiter voran: Hochmodern ist das Cockpit mit Avionik-System, mit 4-Achsen-Autopilot und einer verbesserten satellitengestützten Navigation. Eingebaut ist auch das Kollisionswarngerät (Traffic Advisory System), das den Piloten an Bord in der Luftraumbeobachtung unterstützt, sowie das Hinderniswarngerät HTAWS (Helicopter Terrain Awareness and Warning System), welches beispielsweise auf hohe Berge hinweist.

DRF Luftrettung erhält drei neue H135 von Airbus Helicopters

DRF Luftrettung erhält drei neue H135 von Airbus Helicopters

Foto: DRF Luftrettung

Von der Einrüstung bis zur Inbetriebnahme

Zwei Piloten der DRF Luftrettung haben heute [rth.info: am Freitag, den 22.09.2017] die ersten beiden Maschinen des Typs H135 in das Operation-Center der DRF Luftrettung am Flughafen Karlsruhe/Baden-Baden überführt. Dort werden die Techniker der gemeinnützig tätigen Luftrettungsorganisation direkt mit der medizintechnischen Einrüstung der Maschine beginnen. Bis die neuen Hubschrauber in den Einsatzbetrieb gehen können, vergeht noch einige Zeit. Denn an die Einrüstung schließt sich der Zulassungsprozess mit der europäischen Luftfahrtbehörde EASA an. Parallel laufen die theoretischen und praktischen Schulungen der Piloten auf das neue Hubschraubermuster. Der Part 145-Instandhaltungsbetrieb der DRF Luftrettung ist bereits für die Wartung des Typs H135 zertifiziert.

Zwei Maschinen wurden bereits an das Operation-Center der DRF Luftrettung überführt

Zwei Maschinen wurden bereits an das Operation-Center der DRF Luftrettung überführt

Foto: DRF Luftrettung

Autor(en)
DRF Luftrettung
Quelle(n):
Pressemitteilung “Drei Hubschrauber des Typs H135 gehen zur DRF Luftrettung“ der DRF Luftrettung vom 22.09.2017

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Über rth.info und unser Themenspektrum

Wir vom Nachrichtenmagazin rth.info berichten ehrenamtlich über Rettungshubschrauber, also notfallmedizinisch ausgerüstete und besetzte Helikopter, die im Rettungsdienst eingesetzt werden. Hubschrauber sind wertvoll als Rettungsmittel, da sie schnell, wendig und unabhängig vom Straßennetz sind. Ebenso dienen sie zum eiligen Transfer von Intensivpatienten zwischen Kliniken.

Für die Luftrettung besteht ein dichtes Standortnetz – sowohl von Rettungshubschraubern, als auch von Intensivtransport-Hubschraubern für den Interhospitaltransfer (siehe unsere Standortkarte). Die Standorte werden von staatlichen und nichtstaatlichen Betreibern unterhalten. Die ADAC Luftrettung stellt die meisten zivilen Rettungshubschrauber in Deutschland. Die DRF Luftrettung betreibt auch besonders viele Luftrettungszentren in Deutschland. Ihr Vorgänger war die Deutsche Rettungsflugwacht e.V. – bis zum Wechsel von Name und Rechtsform (2008). Weitere wichtige Betreiber, darunter das Bundesministerium des Innern mit seinen Zivilschutzhubschraubern, stellen wir hier vor.

Hubschrauber ergänzen den Rettungsdienst am Boden in medizinischen Notlagen. Sie sollen nicht den Bodenrettungsdienst ersetzen, da Rettungshubschrauber nicht allwetterfähig sind. Luftretter unterscheiden mehrere Einsatzarten. Die wichtigsten sind primäre Notfalleinsätze an einem Einsatzort und sekundäre Patiententransporte von einer Klinik zur anderen. In der Luftrettung kommt komplexe notfallmedizinische Technik zum Einsatz, die u.a. Anaesthesie, Chirurgie, Innere Medizin und Pädiatrie abdeckt.

"Helicopter Emergency Medical Services", kurz HEMS, ist die englische Bezeichnung für Luftrettungsdienst. Der Assistent des Notarztes wird daher als HEMS TC bzw. HEMS Crew Member bezeichnet. Zahlreiche Piloten verdienen in der Luftrettung ihren Lebensunterhalt – für viele Fans ein Traumberuf. Die Betreiber setzen viele Flugstunden und Erfahrung voraus.

Der aktuell bedeutsamste europäische Hubschrauberhersteller ist Airbus Helicopters mit seinen Baumustern H135, H145, und weiteren. Der US-amerikanische Hubschrauberhersteller Bell hat mit den Baumustern Bell 212, Bell 222, Bell 412, die Luftrettung mit geprägt, aber seit ca. 2010 Marktanteile an Airbus Helicopters verloren. Beschreibungen weiterer Hubschrauber-Hersteller finden Sie in unseren Typentexten.

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