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NAH “Martin 3“ fliegt seit 21. Oktober vom Flugplatz Scharnstein aus

23.10.2017

Scharnstein (A) ::  Der seit Mitte Juli am Flugplatz Wels stationierte Notarzthubschrauber (NAH) “Martin 3“ des Flugrettungsunternehmens Heli Austria ist am vergangenen Freitagnachmittag (20.10.2017) gegen 17:45 Uhr an seinen ursprünglich geplanten neuen Standort am Flugplatz Scharnstein (LOLC) verlegt worden. Dies berichtete am 21. Oktober 2017 das Nachrichtenportal laumat.at.

Fliegt seit 21. Oktober 2017 von Scharnstein aus zu seinen oftmals lebensrettenden Einsätzen: der NAH “Martin 3“ von Heli Austria (hier die Einsatzmaschine vom Typ AS 355 F2 am ersten Einsatztag)

Fliegt seit 21. Oktober 2017 von Scharnstein aus zu seinen oftmals lebensrettenden Einsätzen: der NAH “Martin 3“ von Heli Austria (hier die Einsatzmaschine vom Typ AS 355 F2 am ersten Einsatztag)

Foto: laumat.at/Matthias Lauber

Am Samstagvormittag (21.10.2017) nahm der NAH seinen Dienst auf. Die Besatzung bestand an diesem besonderen Tag aus Andy Ployer (Pilot), Hermann Schrall (Flugretter/HEMS TC) und Dr. Dieter Linemayr (Notarzt). Als Einsatzmaschine stand die AS 355 F2 mit dem Kenner OE-XNN zur Verfügung. Das dreimonatige Intermezzo in Wels war notwendig geworden, weil das behördliche Genehmigungsverfahren für die Stationierung des NAH am Flugplatz Scharnstein länger als geplant dauerte. Anfang Oktober hatte “Martin 3“ von Wels aus bereits seinen 200sten Einsatz geflogen.

Rudolf Raffelsberger, Bürgermeister der Marktgemeinde Scharnstein (Bezirk Gmunden) und Landtagsabgeordneter des Bundeslandes Oberösterreich, begrüßte am Samstag die Crew von „Martin 3“ am Flugplatz Scharnstein. „Es freut mich, dass wir mit der Infrastruktur am Flugplatz Scharnstein einen idealen Stützpunkt für den Rettungshubschrauber ‘Martin 3‘ haben. Ich bin überzeugt, dass die Bevölkerung das auch gut findet, dass wir in unmittelbarer Nähe eine rasche medizinische Notfallversorgung aus der Luft zur Verfügung haben. Gerade mit dem Winterbetrieb steht mit dem Rettungshubschrauber eine schnelle Notfallversorgung für die umliegenden Skigebiete, wie z. B. Kasberg, zur Verfügung, wo es immer wieder Skiunfälle und Verletzte gibt. Es geht ja schließlich um die Rettung von Menschenleben“, so der Ortschef von Scharnstein.

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Autor(en)
Jörn Fries
Wir danken für Unterstützung:
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Wir vom Nachrichtenmagazin rth.info berichten ehrenamtlich über Rettungshubschrauber, also notfallmedizinisch ausgerüstete und besetzte Helikopter, die im Rettungsdienst eingesetzt werden. Hubschrauber sind wertvoll als Rettungsmittel, da sie schnell, wendig und unabhängig vom Straßennetz sind. Ebenso dienen sie zum eiligen Transfer von Intensivpatienten zwischen Kliniken.

Für die Luftrettung besteht ein dichtes Standortnetz – sowohl von Rettungshubschraubern, als auch von Intensivtransport-Hubschraubern für den Interhospitaltransfer (siehe unsere Standortkarte). Die Standorte werden von staatlichen und nichtstaatlichen Betreibern unterhalten. Die ADAC Luftrettung stellt die meisten zivilen Rettungshubschrauber in Deutschland. Die DRF Luftrettung betreibt auch besonders viele Luftrettungszentren in Deutschland. Ihr Vorgänger war die Deutsche Rettungsflugwacht e.V. – bis zum Wechsel von Name und Rechtsform (2008). Weitere wichtige Betreiber, darunter das Bundesministerium des Innern mit seinen Zivilschutzhubschraubern, stellen wir hier vor.

Hubschrauber ergänzen den Rettungsdienst am Boden in medizinischen Notlagen. Sie sollen nicht den Bodenrettungsdienst ersetzen, da Rettungshubschrauber nicht allwetterfähig sind. Luftretter unterscheiden mehrere Einsatzarten. Die wichtigsten sind primäre Notfalleinsätze an einem Einsatzort und sekundäre Patiententransporte von einer Klinik zur anderen. In der Luftrettung kommt komplexe notfallmedizinische Technik zum Einsatz, die u.a. Anaesthesie, Chirurgie, Innere Medizin und Pädiatrie abdeckt.

"Helicopter Emergency Medical Services", kurz HEMS, ist die englische Bezeichnung für Luftrettungsdienst. Der Assistent des Notarztes wird daher als HEMS TC bzw. HEMS Crew Member bezeichnet. Zahlreiche Piloten verdienen in der Luftrettung ihren Lebensunterhalt – für viele Fans ein Traumberuf. Die Betreiber setzen viele Flugstunden und Erfahrung voraus.

Der aktuell bedeutsamste europäische Hubschrauberhersteller ist Airbus Helicopters mit seinen Baumustern H135, H145, und weiteren. Der US-amerikanische Hubschrauberhersteller Bell hat mit den Baumustern Bell 212, Bell 222, Bell 412, die Luftrettung mit geprägt, aber seit ca. 2010 Marktanteile an Airbus Helicopters verloren. Beschreibungen weiterer Hubschrauber-Hersteller finden Sie in unseren Typentexten.

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