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Johanniter Luftrettung fliegt 2017 mehr Einsätze denn je

22.02.2018

Gießen (HES) ::  Die Johanniter Luftrettung hat im vergangenen Jahr über 2.700 Einsätze absolviert. Damit waren die Hubschrauber, die sich auf fünf Standorte in Deutschland verteilen, 350 Mal mehr in der Luft als in 2016.

Den größten Teil der Einsätze machten Sekundärtransporte aus. „Die Bedeutung dieser Intensivverlegungen zeigt, dass sich unser Konzept bewährt, auf besonders geräumige Helikopter zu setzen, die Platz für komplexe medizinische Geräte bieten. Wir können problemlos Herz-Lungen-Maschinen oder Inkubatoren an Bord nehmen“, erläutert Günther Lohre, Vorsitzender der Geschäftsführung der Johanniter Luftrettung. „Darüber hinaus weist die große Zahl an Intensivverlegungen darauf hin, dass sich die Kliniken zunehmend spezialisieren und konzentrieren.“

Diese Konzentration in der Krankenhauslandschaft macht sich auch bei den Primäreinsätzen bemerkbar. „Die Leitlinien empfehlen, dass Schwerverletzte spätestens eine Stunde nach dem Ereignis in einer geeigneten Klinik zu versorgen sind“, so Günther Lohre. „Gerade in ländlichen Regionen lässt sich dies oft nur per Hubschrauber sicherstellen.“

Recherchen des Südwestrundfunks (SWR) haben erst kürzlich gezeigt, wie anspruchsvoll es ist, eine notfallmedizinische Versorgung außerhalb der Städte zu sichern. Deshalb startet die Johanniter-Maschine „Air Rescue Nürburgring“ überdurchschnittlich häufig zu Primäreinsätzen; anders als bei den Kollegen entfielen fast neun von zehn Alarmierungen auf einen Notfall vor Ort (306 von 362 Einsätzen). „Wir sind froh, dass wir uns im vorletzten Jahr für diesen Standort entschieden haben“, betont Günther Lohre. „Schon binnen weniger Monaten hat der ‚Air Rescue Nürburgring‘ gezeigt, wie er helfen kann, Patienten in der Eifel besser zu versorgen.“

Der ITH „Air Rescue Nürburgring“ der Johanniter Luftrettung startet überdurchschnittlich häufig zu  Primäreinsätzen

Der ITH „Air Rescue Nürburgring“ der Johanniter Luftrettung startet überdurchschnittlich häufig zu Primäreinsätzen

Foto: Johanniter Luftrettung

Am häufigsten hebt jedoch „Christoph Gießen“ ab. Von seinem Landeplatz an der Zentrale der Johanniter Luftrettung startete er im vergangenen Jahr 987 Mal, die Maschine steht rund um die Uhr zur Verfügung. Es folgen „Christoph Mittelhessen“ mit 689 Starts vom Flugplatz in Reichelsheim sowie „Christoph Rostock“ mit 395 Einsätzen. Die Norddeutschen sind ebenfalls Tag und Nacht im Einsatz. Seit April 2016 fliegt zudem ein Johanniter-Hubschrauber in Nordrhein-Westfalen; der „Akkon Bochum 89-1“ steht täglich 24 Stunden zur Verfügung. Er übernimmt seine Einsätze vom Flugplatz in Marl aus und war im vergangenen Jahr 285 Mal in der Luft.

Der Rostocker ITH “Christoph Rostock“ ist Tag und Nacht im Einsatz

Der Rostocker ITH “Christoph Rostock“ ist Tag und Nacht im Einsatz

Foto: Johanniter Luftrettung

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Autor(en)
Originaltext Pressemitteilung der Johanniter Luftrettung
Quelle(n):
Medieninformation “Johanniter Luftrettung fliegt mehr Einsätze denn je“ der Johanniter Luftrettung vom 16. Februar 2018

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Über rth.info und unser Themenspektrum

Wir vom Nachrichtenmagazin rth.info berichten ehrenamtlich über Rettungshubschrauber, also notfallmedizinisch ausgerüstete und besetzte Helikopter, die im Rettungsdienst eingesetzt werden. Hubschrauber sind wertvoll als Rettungsmittel, da sie schnell, wendig und unabhängig vom Straßennetz sind. Ebenso dienen sie zum eiligen Transfer von Intensivpatienten zwischen Kliniken.

Für die Luftrettung besteht ein dichtes Standortnetz – sowohl von Rettungshubschraubern, als auch von Intensivtransport-Hubschraubern für den Interhospitaltransfer (siehe unsere Standortkarte). Die Standorte werden von staatlichen und nichtstaatlichen Betreibern unterhalten. Die ADAC Luftrettung stellt die meisten zivilen Rettungshubschrauber in Deutschland. Die DRF Luftrettung betreibt auch besonders viele Luftrettungszentren in Deutschland. Ihr Vorgänger war die Deutsche Rettungsflugwacht e.V. – bis zum Wechsel von Name und Rechtsform (2008). Weitere wichtige Betreiber, darunter das Bundesministerium des Innern mit seinen Zivilschutzhubschraubern, stellen wir hier vor.

Hubschrauber ergänzen den Rettungsdienst am Boden in medizinischen Notlagen. Sie sollen nicht den Bodenrettungsdienst ersetzen, da Rettungshubschrauber nicht allwetterfähig sind. Luftretter unterscheiden mehrere Einsatzarten. Die wichtigsten sind primäre Notfalleinsätze an einem Einsatzort und sekundäre Patiententransporte von einer Klinik zur anderen. In der Luftrettung kommt komplexe notfallmedizinische Technik zum Einsatz, die u.a. Anaesthesie, Chirurgie, Innere Medizin und Pädiatrie abdeckt.

"Helicopter Emergency Medical Services", kurz HEMS, ist die englische Bezeichnung für Luftrettungsdienst. Der Assistent des Notarztes wird daher als HEMS TC bzw. HEMS Crew Member bezeichnet. Zahlreiche Piloten verdienen in der Luftrettung ihren Lebensunterhalt – für viele Fans ein Traumberuf. Die Betreiber setzen viele Flugstunden und Erfahrung voraus.

Der aktuell bedeutsamste europäische Hubschrauberhersteller ist Airbus Helicopters mit seinen Baumustern H135, H145, und weiteren. Der US-amerikanische Hubschrauberhersteller Bell hat mit den Baumustern Bell 212, Bell 222, Bell 412, die Luftrettung mit geprägt, aber seit ca. 2010 Marktanteile an Airbus Helicopters verloren. Beschreibungen weiterer Hubschrauber-Hersteller finden Sie in unseren Typentexten.

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