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Offshore-Rettung: WINDEAcare betreut neu entstehende Nordsee-Windparks

22.02.2018

Emden (NDS) ::  Derzeit entsteht weit von der deutschen Nordseeküste entfernt – als gemeinsames Projekt der Enbridge Inc. und der Energie Baden-Württemberg AG (EnBW) – der Windpark Hohe See. Der im Endausbauzustand 42 Quadratkilometer große Park liegt 95 Kilometer nördlich von Borkum und rund 100 Kilometer nordwestlich von Helgoland. Später soll noch der kleinere Windpark Albatros hinzukommen. Beide Windparks sollen 2019 ans Netz gehen.

Für die Versorgung und Rettung kranker, verletzter oder verunglückter Personen ist seit diesem Monat und während des gesamten Installationszeitraums WINDEAcare zuständig. Northern HeliCopter (NHC) setzt hierfür von St. Peter-Ording (Kreis Nordfriesland/Schleswig-Holstein) aus im 24/7/365-Betrieb einen speziell für die Offshore-Missionen geeigneten Rettungshubschrauber vom Typ AS 365 N3 ein. Alarmiert wird “Northern Rescue 01“ von der Offshore-Notfall-Leitstelle VENTUSmedic der Johanniter-Unfall-Hilfe in Berne. Die Johanniter stellen neben dem Offshore Medic vor Ort auch das Rettungsfachpersonal/den HEMS TC, die speziell ausgebildeten Hubschrauber-Notärzte kommen vom Klinikum Oldenburg.

Autor(en)
Jörn Fries
Quelle(n):
Presseinformation “Windpark Hohe See setzt auf WINDEAcare“ der WINDEAcare vom 15.02.2018

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Über rth.info und unser Themenspektrum

Wir vom Nachrichtenmagazin rth.info berichten ehrenamtlich über Rettungshubschrauber, also notfallmedizinisch ausgerüstete und besetzte Helikopter, die im Rettungsdienst eingesetzt werden. Hubschrauber sind wertvoll als Rettungsmittel, da sie schnell, wendig und unabhängig vom Straßennetz sind. Ebenso dienen sie zum eiligen Transfer von Intensivpatienten zwischen Kliniken.

Für die Luftrettung besteht ein dichtes Standortnetz – sowohl von Rettungshubschraubern, als auch von Intensivtransport-Hubschraubern für den Interhospitaltransfer (siehe unsere Standortkarte). Die Standorte werden von staatlichen und nichtstaatlichen Betreibern unterhalten. Die ADAC Luftrettung stellt die meisten zivilen Rettungshubschrauber in Deutschland. Die DRF Luftrettung betreibt auch besonders viele Luftrettungszentren in Deutschland. Ihr Vorgänger war die Deutsche Rettungsflugwacht e.V. – bis zum Wechsel von Name und Rechtsform (2008). Weitere wichtige Betreiber, darunter das Bundesministerium des Innern mit seinen Zivilschutzhubschraubern, stellen wir hier vor.

Hubschrauber ergänzen den Rettungsdienst am Boden in medizinischen Notlagen. Sie sollen nicht den Bodenrettungsdienst ersetzen, da Rettungshubschrauber nicht allwetterfähig sind. Luftretter unterscheiden mehrere Einsatzarten. Die wichtigsten sind primäre Notfalleinsätze an einem Einsatzort und sekundäre Patiententransporte von einer Klinik zur anderen. In der Luftrettung kommt komplexe notfallmedizinische Technik zum Einsatz, die u.a. Anaesthesie, Chirurgie, Innere Medizin und Pädiatrie abdeckt.

"Helicopter Emergency Medical Services", kurz HEMS, ist die englische Bezeichnung für Luftrettungsdienst. Der Assistent des Notarztes wird daher als HEMS TC bzw. HEMS Crew Member bezeichnet. Zahlreiche Piloten verdienen in der Luftrettung ihren Lebensunterhalt – für viele Fans ein Traumberuf. Die Betreiber setzen viele Flugstunden und Erfahrung voraus.

Der aktuell bedeutsamste europäische Hubschrauberhersteller ist Airbus Helicopters mit seinen Baumustern H135, H145, und weiteren. Der US-amerikanische Hubschrauberhersteller Bell hat mit den Baumustern Bell 212, Bell 222, Bell 412, die Luftrettung mit geprägt, aber seit ca. 2010 Marktanteile an Airbus Helicopters verloren. Beschreibungen weiterer Hubschrauber-Hersteller finden Sie in unseren Typentexten.

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