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Airbus Helicopters liefert 200ste H145 aus – Norsk Luftambulanse ist Empfänger

05.05.2018

Donauwörth (BAY) ::  Ende April hat Airbus Helicopters die 200ste H145 ausgeliefert. Empfänger der Jubiläumsmaschine ist die Norsk Luftambulanse (NOLAS). Der Betreiber wird den Hubschrauber in der norwegischen Luftrettung einsetzen.

Gruppenfoto mit gleich zwei H145 von NOLAS

Gruppenfoto mit gleich zwei H145 von NOLAS

Foto: Airbus Helicopters

Die 200ste H145 ist zugleich die letzte H145, die NOLAS im Rahmen eines Großauftrags bei Airbus geordert hatte. Die NOLAS-Airbus-Flotte umfasst derzeit acht H145 und sieben H135. Diese werden ab dem 1. Juni auf Luftrettungsstationen in ganz Norwegen für HEMS-Einsätze zur Verfügung stehen. Die H145 und H135 von NOLAS sind mit Helionix-Avionik ausgestattet, sodass NOLAS momentan der weltweit einzige Betreiber ist, dessen H135/H145-Flotte zu 100 Prozent Helionix-Cockpits hat.

H145-Flotte erreicht 100.000 Flugstunden-Marke

Die Ende Juli 2014 an die DRF Luftrettung als weltweiter Erstkunde ausgelieferte und seit Februar 2015 im Dienst stehende H145-Flotte – seinerzeit von Airbus noch als EC 145 T2 vermarktet – hat inzwischen über 100.000 Flugstunden absolviert. Größter H145-Kunde ist zurzeit das britische Helikopter-Unternehmen Babcock. Es setzt aktuell 31 H145-Helikopter in den beiden Bereichen Luftrettung und Polizeiflugdienst ein. In Deutschland setzen neben der DRF Luftrettung (Filderstadt/BWÜ) die ADAC Luftrettung (München/BAY) und Wiking Helikopter Service GmbH (Sande-Mariensiel/NDS) auf die hochmoderne H145. In Österreich hat die ARA Flugrettung erst im April die BK 117 an der Station Reutte/Tirol durch eine H145 ersetzt, am Standort Fresach/Kärnten folgt der Musterwechsel in den kommenden Wochen. Auch in der Schweiz steht die Einführung der hochmodernen H145 an: die erste für die REGA vorgesehene Maschine befindet sich derzeit bei Airbus in Donauwörth in der Endfertigung (siehe Link im Kontextbereich dieser News).

Nimmt man die gesamte H145-Familie, bestehend aus der Ende der 1970er Jahre gemeinsam mit dem japanischen Hersteller Kawasaki entwickelten und 1984 erstmals in Dienst gestellten BK 117, der EC 145 und der EC 145 T2/H145, dann haben die über 1.400 Hubschrauber nach Airbus-Angaben inzwischen mehr als fünf Millionen Flugstunden absolviert. Das ist eine stolze (Zwischen-)Bilanz, denn derzeit fliegen weltweit noch alle drei Grundtypen. In Deutschland allerdings neigt sich die Einsatzzeit der bewährten, 1984 vom ADAC erstmals im Luftrettungsdienst eingesetzten BK 117 ihrem unwiderruflichen Ende zu: Die ADAC Luftrettung sonderte Ende 2017 ihre letzte BK 117, eine BK 117 C1, aus und bietet sie derzeit über die ADAC Luftfahrt-Technik (ALT) zum Verkauf an; die DRF Luftrettung setzt die bewährte BK 117 derzeit nur noch in Bremen (“Christoph Weser“), Dortmund (“Christoph Dortmund“), Freiburg (“Christoph 54“), Niebüll (“Christoph Europa 5“) und in Karlsruhe bzw. am BadenAirpark in Rheinmünster (“Christoph 43“ – im Wechsel mit einer EC 135) als reguläre Stamm-Maschine ein.

Autor(en)
Jörn Fries (mit Material von Airbus Helicopters)
Quelle(n):
Pressemitteilung “Airbus Helicopters delivers 200th H145 helicopter to Norsk Luftambulanse“ von Airbus Helicopters vom 2. Mai 2018

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Wir vom Nachrichtenmagazin rth.info berichten ehrenamtlich über Rettungshubschrauber, also notfallmedizinisch ausgerüstete und besetzte Helikopter, die im Rettungsdienst eingesetzt werden. Hubschrauber sind wertvoll als Rettungsmittel, da sie schnell, wendig und unabhängig vom Straßennetz sind. Ebenso dienen sie zum eiligen Transfer von Intensivpatienten zwischen Kliniken.

Für die Luftrettung besteht ein dichtes Standortnetz – sowohl von Rettungshubschraubern, als auch von Intensivtransport-Hubschraubern für den Interhospitaltransfer (siehe unsere Standortkarte). Die Standorte werden von staatlichen und nichtstaatlichen Betreibern unterhalten. Die ADAC Luftrettung stellt die meisten zivilen Rettungshubschrauber in Deutschland. Die DRF Luftrettung betreibt auch besonders viele Luftrettungszentren in Deutschland. Ihr Vorgänger war die Deutsche Rettungsflugwacht e.V. – bis zum Wechsel von Name und Rechtsform (2008). Weitere wichtige Betreiber, darunter das Bundesministerium des Innern mit seinen Zivilschutzhubschraubern, stellen wir hier vor.

Hubschrauber ergänzen den Rettungsdienst am Boden in medizinischen Notlagen. Sie sollen nicht den Bodenrettungsdienst ersetzen, da Rettungshubschrauber nicht allwetterfähig sind. Luftretter unterscheiden mehrere Einsatzarten. Die wichtigsten sind primäre Notfalleinsätze an einem Einsatzort und sekundäre Patiententransporte von einer Klinik zur anderen. In der Luftrettung kommt komplexe notfallmedizinische Technik zum Einsatz, die u.a. Anaesthesie, Chirurgie, Innere Medizin und Pädiatrie abdeckt.

"Helicopter Emergency Medical Services", kurz HEMS, ist die englische Bezeichnung für Luftrettungsdienst. Der Assistent des Notarztes wird daher als HEMS TC bzw. HEMS Crew Member bezeichnet. Zahlreiche Piloten verdienen in der Luftrettung ihren Lebensunterhalt – für viele Fans ein Traumberuf. Die Betreiber setzen viele Flugstunden und Erfahrung voraus.

Der aktuell bedeutsamste europäische Hubschrauberhersteller ist Airbus Helicopters mit seinen Baumustern H135, H145, und weiteren. Der US-amerikanische Hubschrauberhersteller Bell hat mit den Baumustern Bell 212, Bell 222, Bell 412, die Luftrettung mit geprägt, aber seit ca. 2010 Marktanteile an Airbus Helicopters verloren. Beschreibungen weiterer Hubschrauber-Hersteller finden Sie in unseren Typentexten.

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