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Zahl des Monats: 4.778 Menschen durch die hessische Luftrettung versorgt

14.05.2018

Gießen (HES) ::  Die vier hessischen Luftrettungszentren haben im vergangenen Jahr insgesamt 4.778 Patienten versorgt und damit eine schnelle Notfallversorgung nach Unfällen oder bei akuten Erkrankungen gewährleistet. Die Einsätze waren mit 5.145 insgesamt rückläufig. Im Vergleich zu 2016 ist das ein Rückgang von rund sechs Prozent (2016: 5.466). Dies ergibt die Jahresstatistik des Regierungspräsidiums Gießen, das für die Luftrettung in Hessen verantwortlich ist. Von den Luftrettungszentren in Gießen, Frankfurt, Fulda und Kassel aus flogen die „Retter aus der Luft“ durchschnittlich insgesamt 14 Einsätze pro Tag. Stabil ist die Zahl der Piloten mit 45 geblieben, die dafür sorgen, dass die Hubschrauber rund um die Uhr abheben können.

Zu den primären Luftrettungsmitteln in Hessen zählt “Christoph 2“ aus Frankfurt am Main (hier landet er am 12. Mai 2018 am Flugplatz Wehrheim)

Zu den primären Luftrettungsmitteln in Hessen zählt “Christoph 2“ aus Frankfurt am Main (hier landet er am 12. Mai 2018 am Flugplatz Wehrheim)

Foto: Jörn Fries

Zu den sekundären Luftrettungsmitteln in Hessen gehören die ITH der Johanniter Luftrettung (hier der ITH “Akkon 89-2“ am 12. Mai 2018 beim Start am Flugplatz Wehrheim)

Zu den sekundären Luftrettungsmitteln in Hessen gehören die ITH der Johanniter Luftrettung (hier der ITH “Akkon 89-2“ am 12. Mai 2018 beim Start am Flugplatz Wehrheim)

Foto: Jörn Fries

„Die Leistungsfähigkeit des hessischen Luftrettungswesens garantiert, dass die Menschen hier in Mittelhessen eine bestmögliche medizinische Notfallversorgung haben“, sagt Regierungspräsident Dr. Christoph Ullrich über die aktuellen Zahlen. Insbesondere in ländlichen Gebieten seien die Hubschrauber nicht mehr wegzudenken. Im vergangenen Jahr waren insgesamt 45 Piloten, 117 Notärzte und 54 Rettungsassistenten bzw. Notfallsanitäter im Einsatz. „Sie leisten mit ihrer medizinischen Ausrüstung sofortige Hilfe und die Hubschrauber können auch bei einem schonenden Patiententransport über längere Strecken eingesetzt werden.“ Gehen Rettungshubschrauber in die Luft, standen auch im Vorjahr unverändert die traumatologischen und internistischen Ursachen im Vordergrund, etwa nach Verkehrsunfällen, Schlaganfall oder Herzinfarkt. Die Fehleinsätze sind mit 424 nahezu identisch mit 2016 geblieben.

„Für den Rückgang der Einsatzzahlen sind vermutlich optimierte Strukturen in der Bodenrettung der Grund“, berichtet der Regierungspräsident. Dagegen bleibt die Anzahl zur Verlegung von Patienten zwischen Kliniken konstant, sie nahm gegenüber dem Vorjahr sogar um drei Prozent zu auf insgesamt 1.203 (2016: 1.193). Davon wurden 1.187 Einsätze durch hessische Luftrettungsmittel durchgeführt.

Stichwort: Zahl des Monats

Eine Zahl besteht aus einer Ziffer oder mehreren, und sie sagt erst einmal nichts aus. Dahinter verstecken sich aber oft spannende Themen mit einem „Ach, das wusste ich noch gar nicht“-Effekt. In der Reihe „Zahl des Monats“ stellt das Regierungspräsidium Gießen interessante Zahlen aus dem Verwaltungsalltag vor und beleuchtet dabei Wissenswertes. Bürgerinnen und Bürger erhalten dadurch einen noch tieferen Einblick in die Aufgaben einer Mittelbehörde, die viel spannender ist, als vielleicht gedacht.

Autor(en)
Originaltext Pressemitteilung des Regierungspräsidiums Gießen
Quelle(n):
Pressemitteilung “Zahl des Monats: 4.778 Menschen mit Hubschraubern versorgt“ des Regierungspräsidiums Gießen vom 14.05.2018

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Über rth.info und unser Themenspektrum

Wir vom Nachrichtenmagazin rth.info berichten ehrenamtlich über Rettungshubschrauber, also notfallmedizinisch ausgerüstete und besetzte Helikopter, die im Rettungsdienst eingesetzt werden. Hubschrauber sind wertvoll als Rettungsmittel, da sie schnell, wendig und unabhängig vom Straßennetz sind. Ebenso dienen sie zum eiligen Transfer von Intensivpatienten zwischen Kliniken.

Für die Luftrettung besteht ein dichtes Standortnetz – sowohl von Rettungshubschraubern, als auch von Intensivtransport-Hubschraubern für den Interhospitaltransfer (siehe unsere Standortkarte). Die Standorte werden von staatlichen und nichtstaatlichen Betreibern unterhalten. Die ADAC Luftrettung stellt die meisten zivilen Rettungshubschrauber in Deutschland. Die DRF Luftrettung betreibt auch besonders viele Luftrettungszentren in Deutschland. Ihr Vorgänger war die Deutsche Rettungsflugwacht e.V. – bis zum Wechsel von Name und Rechtsform (2008). Weitere wichtige Betreiber, darunter das Bundesministerium des Innern mit seinen Zivilschutzhubschraubern, stellen wir hier vor.

Hubschrauber ergänzen den Rettungsdienst am Boden in medizinischen Notlagen. Sie sollen nicht den Bodenrettungsdienst ersetzen, da Rettungshubschrauber nicht allwetterfähig sind. Luftretter unterscheiden mehrere Einsatzarten. Die wichtigsten sind primäre Notfalleinsätze an einem Einsatzort und sekundäre Patiententransporte von einer Klinik zur anderen. In der Luftrettung kommt komplexe notfallmedizinische Technik zum Einsatz, die u.a. Anaesthesie, Chirurgie, Innere Medizin und Pädiatrie abdeckt.

"Helicopter Emergency Medical Services", kurz HEMS, ist die englische Bezeichnung für Luftrettungsdienst. Der Assistent des Notarztes wird daher als HEMS TC bzw. HEMS Crew Member bezeichnet. Zahlreiche Piloten verdienen in der Luftrettung ihren Lebensunterhalt – für viele Fans ein Traumberuf. Die Betreiber setzen viele Flugstunden und Erfahrung voraus.

Der aktuell bedeutsamste europäische Hubschrauberhersteller ist Airbus Helicopters mit seinen Baumustern H135, H145, und weiteren. Der US-amerikanische Hubschrauberhersteller Bell hat mit den Baumustern Bell 212, Bell 222, Bell 412, die Luftrettung mit geprägt, aber seit ca. 2010 Marktanteile an Airbus Helicopters verloren. Beschreibungen weiterer Hubschrauber-Hersteller finden Sie in unseren Typentexten.

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