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Bell 222 löst BK 117 in Dortmund ab

10.09.2004

Anmerkung vom 15.09.2004:

Wie rth.info-Mitglied Stephan Dönitz bestätigen konnte, handelt es sich bei der nun in Dortund eingesetzten Maschine tatsächlich um den Hubschrauber mit der Kennung D-HTIM. Dies war bereits im untenstehenden Artikel als - zu dem Zeitpunkt noch ungesicherte! - Information enthalten gewesen. Nun hat es sich also bestätigt.

Dortmund-Wickede (NRW) ::  Wie bereits zuvor erwartet ist unlängst am Flughafen in Dortmund-Wickede der Wechsel der Einsatzmaschine vollzogen worden. Der bislang eingesetzte Hubschrauber des Typs BK 117 wurde gegen ein Exemplar des amerikanischen Baumusters Bell 222 ausgewechselt. Dies geschah aufgrund einer Umstrukturierung in der Flottenplanung des Betreibers Hubschrauber Sonder Dienst (HSD). Diese sieht für den Dortmunder Intensiv-Transporthubschrauber "Florian Unna 0-84-1" nunmehr die Bell 222 als Standard-Baumuster vor, da der HSD in diesem Sommer zwei neue Hubschrauber in seine Flotte integriert hat (rth.info berichtete). Das beeinflusst auch die Flottenplanung für andere Standorte. Da die Zahl der HSD-Stationen gleich geblieben ist, wird der HSD vermutlich in naher Zukunft zwei Maschinen an andere Betreiber abgeben. Aufgrund der Tatsache, dass der HSD Mitglied des Luftrettungs-Betreiberkonsortiums "Team DRF" ist, ist zu erwarten, dass die BK 117 an einen der Partner im "Team DRF" gehen wird. Im Gespräch ist dabei rth.info vorliegenden Informationen zufolge eine Überführung der Maschine nach Italien. Bei der mittlerweile in Dortmund eingesetzten Bell 222 dürfte es sich um das Exemplar mit dem Luftfahrzeug-Kennzeichen D-HTIM, Seriennummer c/n 47153, handeln. Sowohl die Bell 222 als auch die BK 117 sind zweimotorig ausgelegte Turbinenhubschrauber, die in der deutschen Luftrettung seit Jahren Verwendung finden.

Hauptaufgabe des Dortmunder Intensiv-Transporthubschraubers (ITH) ist und bleibt, klinisch vorversorgte Patienten auf dem schnellsten (Luft-) Wege in ein anderes, besser geeignetes Krankenhaus zu verlegen. Dazu steht der Hubschrauber Tag und Nacht in Rufbereitschaft. Da in Dortmund eine gewisse Vorlaufzeit benötigt wird, bis der Hubschrauber starten kann (das Personal steht teilweise in Rufbereitschaft), wird der Hubschrauber eher selten für primäre Notfall-Rettungseinsätze alarmiert. Dies übernimmt i.d.R. eher "Christoph 8" aus Lünen. Einen "Christoph"-Rufnamen hat der Dortmunder Hubschrauber nicht.

Autor(en)
PPR

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Über rth.info und unser Themenspektrum

Wir vom Nachrichtenmagazin rth.info berichten ehrenamtlich über Rettungshubschrauber, also notfallmedizinisch ausgerüstete und besetzte Helikopter, die im Rettungsdienst eingesetzt werden. Hubschrauber sind wertvoll als Rettungsmittel, da sie schnell, wendig und unabhängig vom Straßennetz sind. Ebenso dienen sie zum eiligen Transfer von Intensivpatienten zwischen Kliniken.

Für die Luftrettung besteht ein dichtes Standortnetz – sowohl von Rettungshubschraubern, als auch von Intensivtransport-Hubschraubern für den Interhospitaltransfer (siehe unsere Standortkarte). Die Standorte werden von staatlichen und nichtstaatlichen Betreibern unterhalten. Die ADAC Luftrettung stellt die meisten zivilen Rettungshubschrauber in Deutschland. Die DRF Luftrettung betreibt auch besonders viele Luftrettungszentren in Deutschland. Ihr Vorgänger war die Deutsche Rettungsflugwacht e.V. – bis zum Wechsel von Name und Rechtsform (2008). Weitere wichtige Betreiber, darunter das Bundesministerium des Innern mit seinen Zivilschutzhubschraubern, stellen wir hier vor.

Hubschrauber ergänzen den Rettungsdienst am Boden in medizinischen Notlagen. Sie sollen nicht den Bodenrettungsdienst ersetzen, da Rettungshubschrauber nicht allwetterfähig sind. Luftretter unterscheiden mehrere Einsatzarten. Die wichtigsten sind primäre Notfalleinsätze an einem Einsatzort und sekundäre Patiententransporte von einer Klinik zur anderen. In der Luftrettung kommt komplexe notfallmedizinische Technik zum Einsatz, die u.a. Anaesthesie, Chirurgie, Innere Medizin und Pädiatrie abdeckt.

"Helicopter Emergency Medical Services", kurz HEMS, ist die englische Bezeichnung für Luftrettungsdienst. Der Assistent des Notarztes wird daher als HEMS TC bzw. HEMS Crew Member bezeichnet. Zahlreiche Piloten verdienen in der Luftrettung ihren Lebensunterhalt – für viele Fans ein Traumberuf. Die Betreiber setzen viele Flugstunden und Erfahrung voraus.

Der aktuell bedeutsamste europäische Hubschrauberhersteller ist Airbus Helicopters mit seinen Baumustern H135, H145, und weiteren. Der US-amerikanische Hubschrauberhersteller Bell hat mit den Baumustern Bell 212, Bell 222, Bell 412, die Luftrettung mit geprägt, aber seit ca. 2010 Marktanteile an Airbus Helicopters verloren. Beschreibungen weiterer Hubschrauber-Hersteller finden Sie in unseren Typentexten.

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