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Christoph 20 an Platz 4

11.12.2004

Bayreuth (BAY) ::  Der am Klinikum Bayreuth stationierte ADAC-Rettungshubschrauber Christoph 20 ist derzeit an Platz vier der Einsatzstatistik, somit zählt er zu den meistbeschäftigten RTH in der Bundesrepublik. Der Oberbürgermeister von Bayreuth - Dieter Mronz - sprach hierbei von einer beeindruckenden Leistungsbilanz, zudem würde damit eindrucksvoll die Notwendigkeit des Luftrettungszentrums Bayreuth bewiesen. Im Jahr 2003 hob Christoph 20 zu 1782 Einsätzen ab, lediglich 122 Einsätze konnten als Fehlalarm verbucht werden. Mit den Worten des Chefpiloten von Christoph 20 - Georg Vogel - ist dies eine Zahl, die kaum noch unterschritten werden kann.

Christoph 20 fliegt demnach sogar mehr Einsätze als die Rettungshubschrauber aus München (Christoph 1 - ADAC) und Frankfurt am Main (Christoph 2 - BMI), obwohl Bayreuth nicht mit Ballungszentren wie München oder Frankfurt verglichen werden kann. In 60 Prozent der Fälle handelt es sich um internistische oder neurologische Notfälle, zu denen Christoph 20 abhebt, gerade einmal 15 Prozent fallen hier auf schwere Verkehrsunfälle. Die restlichen Rettungsflüge werden als ITH-Einsätze oder sonstige Transporte verbucht. Dies zeigt zudem, dass das Bild von einem reinen "Verkehrsunfall-Retter", welches viele Bürger von den Rettungshubschraubern haben, veraltet ist.

Modernisierung des Standorts

Zudem hat der Rettungszweckverband Bayreuth am Dienstag beschlossen, die Bereitschafts- und Personalräume rund um den Hangar am Klinikum Bayreuth für ca. 137.000 Euro zu modernisieren. Dazu gehören unter anderem die Einrichtung von separaten Ruheräumen für Pilot, Notarzt und Rettungsassistent. Vor dem Hintergrund von bis zu 14 Einsätzen täglich, so Georg Vogel, sei dies "bitter notwendig!"

Hintergrund

Christoph 20 war nach Christoph 1 in München wieder die erste Station, die auf Initiative des ADAC in Betrieb genommen wurde. Seit dem 16.11.1981 stellt der ADAC mit einem RTH die Luftrettung in Oberfranken sicher. Christoph 20 versorgt unter anderem die Leitstellenbereiche Bayreuth, Coburg, Hof und Weiden. Seit Ende 2002 ist am Standort ein Hubschrauber des Typs EC-135 P2 stationiert, welcher die Qualität erheblich verbessert hat.

Autor(en)
Patrik Kalinowski

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Über rth.info und unser Themenspektrum

Wir vom Nachrichtenmagazin rth.info berichten ehrenamtlich über Rettungshubschrauber, also notfallmedizinisch ausgerüstete und besetzte Helikopter, die im Rettungsdienst eingesetzt werden. Hubschrauber sind wertvoll als Rettungsmittel, da sie schnell, wendig und unabhängig vom Straßennetz sind. Ebenso dienen sie zum eiligen Transfer von Intensivpatienten zwischen Kliniken.

Für die Luftrettung besteht ein dichtes Standortnetz – sowohl von Rettungshubschraubern, als auch von Intensivtransport-Hubschraubern für den Interhospitaltransfer (siehe unsere Standortkarte). Die Standorte werden von staatlichen und nichtstaatlichen Betreibern unterhalten. Die ADAC Luftrettung stellt die meisten zivilen Rettungshubschrauber in Deutschland. Die DRF Luftrettung betreibt auch besonders viele Luftrettungszentren in Deutschland. Ihr Vorgänger war die Deutsche Rettungsflugwacht e.V. – bis zum Wechsel von Name und Rechtsform (2008). Weitere wichtige Betreiber, darunter das Bundesministerium des Innern mit seinen Zivilschutzhubschraubern, stellen wir hier vor.

Hubschrauber ergänzen den Rettungsdienst am Boden in medizinischen Notlagen. Sie sollen nicht den Bodenrettungsdienst ersetzen, da Rettungshubschrauber nicht allwetterfähig sind. Luftretter unterscheiden mehrere Einsatzarten. Die wichtigsten sind primäre Notfalleinsätze an einem Einsatzort und sekundäre Patiententransporte von einer Klinik zur anderen. In der Luftrettung kommt komplexe notfallmedizinische Technik zum Einsatz, die u.a. Anaesthesie, Chirurgie, Innere Medizin und Pädiatrie abdeckt.

"Helicopter Emergency Medical Services", kurz HEMS, ist die englische Bezeichnung für Luftrettungsdienst. Der Assistent des Notarztes wird daher als HEMS TC bzw. HEMS Crew Member bezeichnet. Zahlreiche Piloten verdienen in der Luftrettung ihren Lebensunterhalt – für viele Fans ein Traumberuf. Die Betreiber setzen viele Flugstunden und Erfahrung voraus.

Der aktuell bedeutsamste europäische Hubschrauberhersteller ist Airbus Helicopters mit seinen Baumustern H135, H145, und weiteren. Der US-amerikanische Hubschrauberhersteller Bell hat mit den Baumustern Bell 212, Bell 222, Bell 412, die Luftrettung mit geprägt, aber seit ca. 2010 Marktanteile an Airbus Helicopters verloren. Beschreibungen weiterer Hubschrauber-Hersteller finden Sie in unseren Typentexten.

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