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Pilot von Christoph 19 sagte aus

30.01.2003

Lüneburg (NDS) ::  Der Pilot (35), der als letzter am Steuer der D-HLFB gesessen hatte, hat nunmehr eine Aussage zu dem Unglück am 20.01.2003 gemacht, nachdem er seither jede Aussage zum Thema verweigert hatte. Einen Großteil dieser Zeit war er jedoch wegen seiner bei dem Unfall erlittenen Verletzungen bzw. seinem schweren Schock als vernehmungsunfähig eingestuft worden. Als Konsequenz bezüglich seiner Aussage wurde er mehreren Medienberichten zufolge von der ADAC Luftrettung GmbH fristlos entlassen. Der ADAC hat dazu noch nicht in einer Pressemitteilung Stellung genommen.

Jürgen Wigger, der zuständige Oberstaatsanwalt in Lüneburg, teilte der Presse mit, dass der Pilot in einem Schreiben an die Polizei Uelzen eingeräumt habe, unter der Hohnstorfer Kanalbrücke hindurch geflogen zu sein. Der Hauptrotor, so der Pilot in seiner Beschreibung des Geschehens, habe Eisschollen aufgewirbelt, die dann in den Heckrotor geflogen seien. Das habe die Maschine ins Trudeln und zum Crash gebracht, schreibt der Pilot in dem Brief an die Polizei. Das berichtete das Feuerwehrmagazin. Außerdem habe der Pilot geschildert, wie er tauchend vergeblich versucht hatte, den verunglückten 36jährigen Notarzt aus dem Wrack zu ziehen. Dieser ertrank jedoch und konnte erst Stunden später von Tauchern geborgen werden. Weiterhin verweigert der Pilot jedoch eine mündliche Vernehmung. Nachdem der Pilot die Brücke "erfolgreich" unterflogen hatte, erhöhte er die Leistung der Maschine laut Zeugenaussagen stark - vermutlich zu stark. Die BO 105 CBS des ADAC berührte jedenfalls mit einer Kufe eine Eisscholle. Der Hauptrotor schlug auf das Eis und die Maschine versank im Elbe-Seitenkanal.

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PPR

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Wir vom Nachrichtenmagazin rth.info berichten ehrenamtlich über Rettungshubschrauber, also notfallmedizinisch ausgerüstete und besetzte Helikopter, die im Rettungsdienst eingesetzt werden. Hubschrauber sind wertvoll als Rettungsmittel, da sie schnell, wendig und unabhängig vom Straßennetz sind. Ebenso dienen sie zum eiligen Transfer von Intensivpatienten zwischen Kliniken.

Für die Luftrettung besteht ein dichtes Standortnetz – sowohl von Rettungshubschraubern, als auch von Intensivtransport-Hubschraubern für den Interhospitaltransfer (siehe unsere Standortkarte). Die Standorte werden von staatlichen und nichtstaatlichen Betreibern unterhalten. Die ADAC Luftrettung stellt die meisten zivilen Rettungshubschrauber in Deutschland. Die DRF Luftrettung betreibt auch besonders viele Luftrettungszentren in Deutschland. Ihr Vorgänger war die Deutsche Rettungsflugwacht e.V. – bis zum Wechsel von Name und Rechtsform (2008). Weitere wichtige Betreiber, darunter das Bundesministerium des Innern mit seinen Zivilschutzhubschraubern, stellen wir hier vor.

Hubschrauber ergänzen den Rettungsdienst am Boden in medizinischen Notlagen. Sie sollen nicht den Bodenrettungsdienst ersetzen, da Rettungshubschrauber nicht allwetterfähig sind. Luftretter unterscheiden mehrere Einsatzarten. Die wichtigsten sind primäre Notfalleinsätze an einem Einsatzort und sekundäre Patiententransporte von einer Klinik zur anderen. In der Luftrettung kommt komplexe notfallmedizinische Technik zum Einsatz, die u.a. Anaesthesie, Chirurgie, Innere Medizin und Pädiatrie abdeckt.

"Helicopter Emergency Medical Services", kurz HEMS, ist die englische Bezeichnung für Luftrettungsdienst. Der Assistent des Notarztes wird daher als HEMS TC bzw. HEMS Crew Member bezeichnet. Zahlreiche Piloten verdienen in der Luftrettung ihren Lebensunterhalt – für viele Fans ein Traumberuf. Die Betreiber setzen viele Flugstunden und Erfahrung voraus.

Der aktuell bedeutsamste europäische Hubschrauberhersteller ist Airbus Helicopters mit seinen Baumustern H135, H145, und weiteren. Der US-amerikanische Hubschrauberhersteller Bell hat mit den Baumustern Bell 212, Bell 222, Bell 412, die Luftrettung mit geprägt, aber seit ca. 2010 Marktanteile an Airbus Helicopters verloren. Beschreibungen weiterer Hubschrauber-Hersteller finden Sie in unseren Typentexten.

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