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SAR 71: Betreiberwechsel in aller Stille

14.01.2006

Hamburg (HH) ::  In aller Stille, unter weitgehendem Ausschluss von Presse und Öffentlichkeit – ohne größere Förmlichkeiten soll nach derzeitigem Stand der Wechsel am Rettungszentrum Hamburg vollzogen werden: Der seit 1973 dort fliegende "SAR Hamburg 71" der Luftwaffe wird abgezogen und gegen eine Bell 212 ausgetauscht, mit der Personal der Bundespolizei die Luftrettung als "Christoph 29" weiterführen wird.

Der 19.01. soll nach derzeitigem Stand der letzte Tag für "SAR Hamburg 71" werden, den vermutlich bekanntesten Rettungshubschrauber Deutschlands. Obwohl es keine Fest- und Feierlichkeiten am letzten Dienstabend der Luftwaffen-Crews geben wird, haben Sie die Möglichkeit, den Crews einige persönliche Worte mit auf den Weg zu geben. Unser Partner www.sar71.de hat dazu ein extra Gästebuch eingerichtet.

Verbunden bleiben werden Teile der Bundeswehr dem Rettungszentrum Hamburg trotz des Wechsels der fliegerischen Komponente der Station. Der Sanitätsdienst der Bundeswehr zeichnet auch weiterhin verantwortlich für die Rettungsassistenten und Notärzte an Bord, und als Standort bleibt das Bundeswehrkrankenhaus in Wandsbek erhalten.

Vermutlich wird eine offizielle Feierlichkeit zu einem späteren Zeitpunkt in 2006 stattfinden. Bei der Verabschiedung der Luftwaffe vom Luftrettungszentrum Ulm 2003 hatte es am Tag der Übergabe einen Festakt gegeben. Dort war die Luftwaffe seit 1971 mit ihren Hubschraubern in der SAR-Luftrettung aktiv gewesen.

Mehr auf www.sar71.de* (Link siehe Kontextbereich).

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PPR

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Wir vom Nachrichtenmagazin rth.info berichten ehrenamtlich über Rettungshubschrauber, also notfallmedizinisch ausgerüstete und besetzte Helikopter, die im Rettungsdienst eingesetzt werden. Hubschrauber sind wertvoll als Rettungsmittel, da sie schnell, wendig und unabhängig vom Straßennetz sind. Ebenso dienen sie zum eiligen Transfer von Intensivpatienten zwischen Kliniken.

Für die Luftrettung besteht ein dichtes Standortnetz – sowohl von Rettungshubschraubern, als auch von Intensivtransport-Hubschraubern für den Interhospitaltransfer (siehe unsere Standortkarte). Die Standorte werden von staatlichen und nichtstaatlichen Betreibern unterhalten. Die ADAC Luftrettung stellt die meisten zivilen Rettungshubschrauber in Deutschland. Die DRF Luftrettung betreibt auch besonders viele Luftrettungszentren in Deutschland. Ihr Vorgänger war die Deutsche Rettungsflugwacht e.V. – bis zum Wechsel von Name und Rechtsform (2008). Weitere wichtige Betreiber, darunter das Bundesministerium des Innern mit seinen Zivilschutzhubschraubern, stellen wir hier vor.

Hubschrauber ergänzen den Rettungsdienst am Boden in medizinischen Notlagen. Sie sollen nicht den Bodenrettungsdienst ersetzen, da Rettungshubschrauber nicht allwetterfähig sind. Luftretter unterscheiden mehrere Einsatzarten. Die wichtigsten sind primäre Notfalleinsätze an einem Einsatzort und sekundäre Patiententransporte von einer Klinik zur anderen. In der Luftrettung kommt komplexe notfallmedizinische Technik zum Einsatz, die u.a. Anaesthesie, Chirurgie, Innere Medizin und Pädiatrie abdeckt.

"Helicopter Emergency Medical Services", kurz HEMS, ist die englische Bezeichnung für Luftrettungsdienst. Der Assistent des Notarztes wird daher als HEMS TC bzw. HEMS Crew Member bezeichnet. Zahlreiche Piloten verdienen in der Luftrettung ihren Lebensunterhalt – für viele Fans ein Traumberuf. Die Betreiber setzen viele Flugstunden und Erfahrung voraus.

Der aktuell bedeutsamste europäische Hubschrauberhersteller ist Airbus Helicopters mit seinen Baumustern H135, H145, und weiteren. Der US-amerikanische Hubschrauberhersteller Bell hat mit den Baumustern Bell 212, Bell 222, Bell 412, die Luftrettung mit geprägt, aber seit ca. 2010 Marktanteile an Airbus Helicopters verloren. Beschreibungen weiterer Hubschrauber-Hersteller finden Sie in unseren Typentexten.

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