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Rotorblatt gerät bei Einsatz in Baum

10.08.2006

Neu Wulmstorf (NDS) ::  Wie rth.info aktuell mitgeteilt wurde ist der Rettungshubschrauber "Christoph 29" (ehemals "SAR Hamburg 71") bei einem Einsatz heute mit dem Rotor in einen Baum geraten. Am heutigen Donnerstag, den 10.08.2006, soll es gegen 11:55h gewesen sein als der Hubschrauber des Typs Bell 212 in den Zwischenfall verwickelt wurde. Personen kamen dabei nicht zu Schaden; es war auch kein Patient an Bord. Der Einsatz hatte die Crew in die Gemeinde Neu Wulmstorf im niedersächsischen Landkreis Harburg geführt.

Um die Sicherheit des Flugbetriebs uneingeschränkt gewährleisten zu können, wurde die Maschine luftgebunden nach zur Bundespolizei-Fliegerstaffel geflogen. (Die Bundespolizei stellt seit dem 19.01.2006 Piloten und Techniker für den Hamburger Rettungshubschrauber.) Aus dieser Information kann entnommen werden, dass die Schäden nur sehr geringfügig gewesen sein können, wenn die Bell 212 noch zur Staffel geflogen werden konnte. Die Bundespolizei hat in Hamburg noch Nachmittag des selben Tages mit einer Maschine gleichen Typs für Ersatz gesorgt.

Autor(en)
PPR
Wir danken für Unterstützung:
Julian Löhe
Quelle(n):
copterweb.de

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Über rth.info und unser Themenspektrum

Wir vom Nachrichtenmagazin rth.info berichten ehrenamtlich über Rettungshubschrauber, also notfallmedizinisch ausgerüstete und besetzte Helikopter, die im Rettungsdienst eingesetzt werden. Hubschrauber sind wertvoll als Rettungsmittel, da sie schnell, wendig und unabhängig vom Straßennetz sind. Ebenso dienen sie zum eiligen Transfer von Intensivpatienten zwischen Kliniken.

Für die Luftrettung besteht ein dichtes Standortnetz – sowohl von Rettungshubschraubern, als auch von Intensivtransport-Hubschraubern für den Interhospitaltransfer (siehe unsere Standortkarte). Die Standorte werden von staatlichen und nichtstaatlichen Betreibern unterhalten. Die ADAC Luftrettung stellt die meisten zivilen Rettungshubschrauber in Deutschland. Die DRF Luftrettung betreibt auch besonders viele Luftrettungszentren in Deutschland. Ihr Vorgänger war die Deutsche Rettungsflugwacht e.V. – bis zum Wechsel von Name und Rechtsform (2008). Weitere wichtige Betreiber, darunter das Bundesministerium des Innern mit seinen Zivilschutzhubschraubern, stellen wir hier vor.

Hubschrauber ergänzen den Rettungsdienst am Boden in medizinischen Notlagen. Sie sollen nicht den Bodenrettungsdienst ersetzen, da Rettungshubschrauber nicht allwetterfähig sind. Luftretter unterscheiden mehrere Einsatzarten. Die wichtigsten sind primäre Notfalleinsätze an einem Einsatzort und sekundäre Patiententransporte von einer Klinik zur anderen. In der Luftrettung kommt komplexe notfallmedizinische Technik zum Einsatz, die u.a. Anaesthesie, Chirurgie, Innere Medizin und Pädiatrie abdeckt.

"Helicopter Emergency Medical Services", kurz HEMS, ist die englische Bezeichnung für Luftrettungsdienst. Der Assistent des Notarztes wird daher als HEMS TC bzw. HEMS Crew Member bezeichnet. Zahlreiche Piloten verdienen in der Luftrettung ihren Lebensunterhalt – für viele Fans ein Traumberuf. Die Betreiber setzen viele Flugstunden und Erfahrung voraus.

Der aktuell bedeutsamste europäische Hubschrauberhersteller ist Airbus Helicopters mit seinen Baumustern H135, H145, und weiteren. Der US-amerikanische Hubschrauberhersteller Bell hat mit den Baumustern Bell 212, Bell 222, Bell 412, die Luftrettung mit geprägt, aber seit ca. 2010 Marktanteile an Airbus Helicopters verloren. Beschreibungen weiterer Hubschrauber-Hersteller finden Sie in unseren Typentexten.

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