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Aus Bremer ITH wird Christoph Weser [ergänzt]

14.11.2007

Bremen (BRE) ::  Der Bremer Intensivtransporthubschruber (ITH) hört ab sofort auf den neuen Funkrufnamen "Christoph Weser". Das hat die Deutsche Rettungsflugwacht (DRF) bekanntgegeben, die für die fliegerische Komponente des Luftrettungszentrums verantwortlich zeichnet.

Zu der Umstellung heißt es bei der DRF:

"Mit dieser Kennung ist die am Flughafen Bremen stationierte Maschine künftig für Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienste im BOS-Funkverkehr erreichbar. Dem entsprechenden Antrag der DRF wurde jetzt durch das Bundesministerium des Inneren und durch den Bremer Senator für Inneres und Sport stattgegeben."

Hintergründe

Bisher hörte der Hubschrauber auf den Rufnamen "Rotkreuz Niedersachsen 85/81. Dass die DRF dies umstellen wollte um den "Rotkreuz" in die "Christoph"-Familie integrieren, war schon längere Zeit bekannt. Zuletzt hatte es unbestätigte Meldungen gegeben, dass die Umbenennung kurz vor ihrem Abschluss stehe. Das hat sich nun bewahrheitet.

Der "Christoph Weser" praktiziert praktizierte bis vor kurzem ein sehr ungewöhnliches Rendezvous-Verfahren bei seinen Einsätzen. Der Notarzt wird wurde dabei nach dem Start vom Flughafen Bremen am nahegelegenen Klinikum Links der Weser abgeholt, was eine Zwischenlandung erforderlich macht machte. Im Gegensatz dazu steht das Bremer Primär-Luftrettungsmittel "Christoph 6" der ADAC Luftrettung in der einsatzfreien Zeit seit jeher ständig am Klinikum, was einen Zeitvorteil bringt.

Ergänzung vom 14.11.2007

Wie uns von verschiedenen Seiten, unter anderem von der DRF-Pressestelle mitgeteilt wurde, hat sich vor einigen Monaten das erwähnte Rendezvous-Konzept zur Aufnahme des Notarztes erledigt. Seither versieht der Notarzt regulär mit der Crew seinen Dienst am Flughafen. Den Hinweisgebern vielen Dank!

Autor(en)
PPR

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Über rth.info und unser Themenspektrum

Wir vom Nachrichtenmagazin rth.info berichten ehrenamtlich über Rettungshubschrauber, also notfallmedizinisch ausgerüstete und besetzte Helikopter, die im Rettungsdienst eingesetzt werden. Hubschrauber sind wertvoll als Rettungsmittel, da sie schnell, wendig und unabhängig vom Straßennetz sind. Ebenso dienen sie zum eiligen Transfer von Intensivpatienten zwischen Kliniken.

Für die Luftrettung besteht ein dichtes Standortnetz – sowohl von Rettungshubschraubern, als auch von Intensivtransport-Hubschraubern für den Interhospitaltransfer (siehe unsere Standortkarte). Die Standorte werden von staatlichen und nichtstaatlichen Betreibern unterhalten. Die ADAC Luftrettung stellt die meisten zivilen Rettungshubschrauber in Deutschland. Die DRF Luftrettung betreibt auch besonders viele Luftrettungszentren in Deutschland. Ihr Vorgänger war die Deutsche Rettungsflugwacht e.V. – bis zum Wechsel von Name und Rechtsform (2008). Weitere wichtige Betreiber, darunter das Bundesministerium des Innern mit seinen Zivilschutzhubschraubern, stellen wir hier vor.

Hubschrauber ergänzen den Rettungsdienst am Boden in medizinischen Notlagen. Sie sollen nicht den Bodenrettungsdienst ersetzen, da Rettungshubschrauber nicht allwetterfähig sind. Luftretter unterscheiden mehrere Einsatzarten. Die wichtigsten sind primäre Notfalleinsätze an einem Einsatzort und sekundäre Patiententransporte von einer Klinik zur anderen. In der Luftrettung kommt komplexe notfallmedizinische Technik zum Einsatz, die u.a. Anaesthesie, Chirurgie, Innere Medizin und Pädiatrie abdeckt.

"Helicopter Emergency Medical Services", kurz HEMS, ist die englische Bezeichnung für Luftrettungsdienst. Der Assistent des Notarztes wird daher als HEMS TC bzw. HEMS Crew Member bezeichnet. Zahlreiche Piloten verdienen in der Luftrettung ihren Lebensunterhalt – für viele Fans ein Traumberuf. Die Betreiber setzen viele Flugstunden und Erfahrung voraus.

Der aktuell bedeutsamste europäische Hubschrauberhersteller ist Airbus Helicopters mit seinen Baumustern H135, H145, und weiteren. Der US-amerikanische Hubschrauberhersteller Bell hat mit den Baumustern Bell 212, Bell 222, Bell 412, die Luftrettung mit geprägt, aber seit ca. 2010 Marktanteile an Airbus Helicopters verloren. Beschreibungen weiterer Hubschrauber-Hersteller finden Sie in unseren Typentexten.

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