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Nun fliegt auch „Christoph 34“ als EC 135 T2i

21.11.2007

Güstrow (MVP) ::  Bereits am 15. November wurde durch das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) der Luftrettungsstation Güstrow ein neuer orangener Hubschrauber übergeben. Symbolisch für den Wechsel auf eine EC 135 T2i hat der BBK-Präsident Christoph Unger einen Steuerknüppel an Wolfgang Schmülling (Staatssekretär im Ministerium für Soziales und Gesundheit des Landes Mecklenburg-Vorpommern), den Landrat Lutz da Cunha, den Leiter der Fliegerstaffel der Bundespolizei Günter Carloff und die Luftrettungsstation Güstrow übereicht.

Die Luftrettungsstation kann in diesem Jahr auf 15 Jahre erfolgreichen Dienstbetrieb zurückblicken und startet jetzt mit einer neuen Ära. Das Einsatzgebiet von "Christoph 34" erstreckt sich über die Landkreise Bad Doberan, Güstrow, Parchim, Nordwestmecklenburg, Demmin, Ludwigslust sowie die kreisfreien Städte Schwerin, Wismar und Rostock. In der Vergangenheit wurden an der Station unter anderem Hubschraubermuster des Typs BO 105 und Bell 212 geflogen.

In Zukunft wird die Station durch den neuen Hubschraubertyp einige verbesserte Voraussetzungen im alltäglichen Betrieb erkennen können. Das neue Modell ist leichter, schneller und mit einem Navigationsgerät ausgestattet. Das weltweit einzigartige Hinderniswarnsystem HELLAS leistet einen erheblichen Beitrag zur Steigerung der Flugsicherheit für die Besatzung und Patienten bei.

Anlässlich der Übergabe kam der Leiter der Fliegerstaffel, Gunther Carloff, mit einer Bell 212 von der Fliegerstaffel Nord. Mit einer Super Puma der Fliegerstaffel Ost wurde u.a. Christoph Unger eingeflogen. Zusätzlich nahm der "Akkon Rostock 15-84-01" mit Besatzung der der Maschine vom Typ A109 offiziell teil. Alter und neuer Hubschraubertyp (BO 105 und EC 135 T2i) waren beide auf der Landeplattform vertreten, so dass sich dem Besucher eine seltene Kombination von Hubschraubern darstellte. Als Gäste waren alle Leiter beteiligter Leitstellen und verschiedenen Dienststellen vor Ort, sowie auch der Leiter der Polizei Landkreis Güstrow, Leiter der Polizei-Hubschrauberstaffel Mecklenburg-Vorpommern und diverse Besatzungsmitglieder aus der Umgebung.

Ein im wahrsten Sinne "kleines Highlight" war der Besuch der kleinen Vivienne. Sie wurde im Christoph 34 geboren und überbrachte am vergangenen Donnerstag persönliche Glückwünsche.

Bei schönstem Herbstwetter nahmen nach der erfolgreichen Übergabe die Gäste wieder Platz in den Maschinen und flogen zurück zu den Standorten. Die BO 105 verabschiedete sich vorerst zum letzten Mal von der Station.
Wir wünschen allen Besatzungen bei ihrem täglichen Einsatz "Hals- und Beinbruch"!

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Für die Luftrettung besteht ein dichtes Standortnetz – sowohl von Rettungshubschraubern, als auch von Intensivtransport-Hubschraubern für den Interhospitaltransfer (siehe unsere Standortkarte). Die Standorte werden von staatlichen und nichtstaatlichen Betreibern unterhalten. Die ADAC Luftrettung stellt die meisten zivilen Rettungshubschrauber in Deutschland. Die DRF Luftrettung betreibt auch besonders viele Luftrettungszentren in Deutschland. Ihr Vorgänger war die Deutsche Rettungsflugwacht e.V. – bis zum Wechsel von Name und Rechtsform (2008). Weitere wichtige Betreiber, darunter das Bundesministerium des Innern mit seinen Zivilschutzhubschraubern, stellen wir hier vor.

Hubschrauber ergänzen den Rettungsdienst am Boden in medizinischen Notlagen. Sie sollen nicht den Bodenrettungsdienst ersetzen, da Rettungshubschrauber nicht allwetterfähig sind. Luftretter unterscheiden mehrere Einsatzarten. Die wichtigsten sind primäre Notfalleinsätze an einem Einsatzort und sekundäre Patiententransporte von einer Klinik zur anderen. In der Luftrettung kommt komplexe notfallmedizinische Technik zum Einsatz, die u.a. Anaesthesie, Chirurgie, Innere Medizin und Pädiatrie abdeckt.

"Helicopter Emergency Medical Services", kurz HEMS, ist die englische Bezeichnung für Luftrettungsdienst. Der Assistent des Notarztes wird daher als HEMS TC bzw. HEMS Crew Member bezeichnet. Zahlreiche Piloten verdienen in der Luftrettung ihren Lebensunterhalt – für viele Fans ein Traumberuf. Die Betreiber setzen viele Flugstunden und Erfahrung voraus.

Der aktuell bedeutsamste europäische Hubschrauberhersteller ist Airbus Helicopters mit seinen Baumustern H135, H145, und weiteren. Der US-amerikanische Hubschrauberhersteller Bell hat mit den Baumustern Bell 212, Bell 222, Bell 412, die Luftrettung mit geprägt, aber seit ca. 2010 Marktanteile an Airbus Helicopters verloren. Beschreibungen weiterer Hubschrauber-Hersteller finden Sie in unseren Typentexten.

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