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Würselen-Merzbrück: Luftretter "Europa 1" bleibt

06.11.2008

Würselen (NRW) ::  Nun steht es fest: Die Luftrettungsstation des ADAC-Hubschraubers Christoph Europa 1 am Flugplatz Aachen-Merzbrück bleibt erhalten. In den vergangenen Monaten hat sich das Aachener Uni-Klinikum wiederholt als neuer Standort für den Rettungshubschrauber „Christoph Europa 1“ ins Gespräch gebracht. Diese Pläne sind aber nun vom Tisch. Die ADAC Luftrettung will rund zwei Millionen Euro in den Ausbau am Standort in investieren. Unter anderem soll die Station, ein ehemaliges Kasernengebäude der belgischen Force Aérienne Belge, modernisiert und ein ganz neues Hangar-Gebäude erbaut werden. Die Arbeiten beginnen in zwei Wochen und werden bereits Anfang des kommenden Jahres fertig sein. Bundesweit gesehen sind Rettungshubschrauber der primären Luftrettung überwiegend an größeren Kliniken stationiert, während Luftrettungszentren an Flughäfen oder -plätzen weniger häufig sind.

Autor(en)
FLS
Quelle(n):
WDR Aachen

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Über rth.info und unser Themenspektrum

Wir vom Nachrichtenmagazin rth.info berichten ehrenamtlich über Rettungshubschrauber, also notfallmedizinisch ausgerüstete und besetzte Helikopter, die im Rettungsdienst eingesetzt werden. Hubschrauber sind wertvoll als Rettungsmittel, da sie schnell, wendig und unabhängig vom Straßennetz sind. Ebenso dienen sie zum eiligen Transfer von Intensivpatienten zwischen Kliniken.

Für die Luftrettung besteht ein dichtes Standortnetz – sowohl von Rettungshubschraubern, als auch von Intensivtransport-Hubschraubern für den Interhospitaltransfer (siehe unsere Standortkarte). Die Standorte werden von staatlichen und nichtstaatlichen Betreibern unterhalten. Die ADAC Luftrettung stellt die meisten zivilen Rettungshubschrauber in Deutschland. Die DRF Luftrettung betreibt auch besonders viele Luftrettungszentren in Deutschland. Ihr Vorgänger war die Deutsche Rettungsflugwacht e.V. – bis zum Wechsel von Name und Rechtsform (2008). Weitere wichtige Betreiber, darunter das Bundesministerium des Innern mit seinen Zivilschutzhubschraubern, stellen wir hier vor.

Hubschrauber ergänzen den Rettungsdienst am Boden in medizinischen Notlagen. Sie sollen nicht den Bodenrettungsdienst ersetzen, da Rettungshubschrauber nicht allwetterfähig sind. Luftretter unterscheiden mehrere Einsatzarten. Die wichtigsten sind primäre Notfalleinsätze an einem Einsatzort und sekundäre Patiententransporte von einer Klinik zur anderen. In der Luftrettung kommt komplexe notfallmedizinische Technik zum Einsatz, die u.a. Anaesthesie, Chirurgie, Innere Medizin und Pädiatrie abdeckt.

"Helicopter Emergency Medical Services", kurz HEMS, ist die englische Bezeichnung für Luftrettungsdienst. Der Assistent des Notarztes wird daher als HEMS TC bzw. HEMS Crew Member bezeichnet. Zahlreiche Piloten verdienen in der Luftrettung ihren Lebensunterhalt – für viele Fans ein Traumberuf. Die Betreiber setzen viele Flugstunden und Erfahrung voraus.

Der aktuell bedeutsamste europäische Hubschrauberhersteller ist Airbus Helicopters mit seinen Baumustern H135, H145, und weiteren. Der US-amerikanische Hubschrauberhersteller Bell hat mit den Baumustern Bell 212, Bell 222, Bell 412, die Luftrettung mit geprägt, aber seit ca. 2010 Marktanteile an Airbus Helicopters verloren. Beschreibungen weiterer Hubschrauber-Hersteller finden Sie in unseren Typentexten.

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