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Christoph Europa 1 mit neuer Station

11.10.2010

Würselen (NRW) ::  "Umzug von der Baracke ins Schmuckstück" titelte die Aachener Zeitung anlässlich der Einweihung des neuen Stationsgebäudes für den Rettungshubschrauber "Christoph Europa 1". Die Luftretter aus dem Großraum Aachen haben seit Mitte September nun eine Unterkunft, die im Vergleich mit anderen Rettungshubschrauber-Stationen nicht mehr zurückfällt. Der ADAC selbst kommentiert die Einweihung der neuen Station in einer Pressemitteilung wie folgt:

"Die Crew war bis Juli 2010 in einem alten Gebäude der ehemaligen belgischen Kaserne untergebracht, während der Hubschrauber nachts in einem mehrere hundert Meter entfernten Hangar des Flugplatzes unterkam. Aktuelle arbeitsrechtliche und hygienische Standards machten einen Neubau für Crew und Hubschrauber notwendig. Die ADAC-Luftrettung investierte ca. 2 Millionen Euro, um weiterhin einen zeitgemäßen Rettungsdienst gewährleisten zu können."

Die ADAC Luftrettung betreibt den Standort seit 1998. Zuvor hatte die Luftwaffe jahrelang den Betrieb mit einem SAR-Hubschrauber sichergestellt – seinerzeit noch unter dem Rufnamen "SAR 72". In den 1980er Jahren war der Helikopter noch tagsüber am Kreiskrankenhaus Marienhöhe stationiert und wurde nur zum Betanken und über Nacht zum Flugplatz Merzbrück verbracht.

Seit diese Konstellation nicht mehr besteht, ist der Rettungshubschrauber für den Großraum Aachen eines der wenigen Primär-Luftrettungsmittel in der Bundesrepublik, das dauerhaft an einem Flugplatz oder Flughafen stationiert ist.

Autor(en)
PPR

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Über rth.info und unser Themenspektrum

Wir vom Nachrichtenmagazin rth.info berichten ehrenamtlich über Rettungshubschrauber, also notfallmedizinisch ausgerüstete und besetzte Helikopter, die im Rettungsdienst eingesetzt werden. Hubschrauber sind wertvoll als Rettungsmittel, da sie schnell, wendig und unabhängig vom Straßennetz sind. Ebenso dienen sie zum eiligen Transfer von Intensivpatienten zwischen Kliniken.

Für die Luftrettung besteht ein dichtes Standortnetz – sowohl von Rettungshubschraubern, als auch von Intensivtransport-Hubschraubern für den Interhospitaltransfer (siehe unsere Standortkarte). Die Standorte werden von staatlichen und nichtstaatlichen Betreibern unterhalten. Die ADAC Luftrettung stellt die meisten zivilen Rettungshubschrauber in Deutschland. Die DRF Luftrettung betreibt auch besonders viele Luftrettungszentren in Deutschland. Ihr Vorgänger war die Deutsche Rettungsflugwacht e.V. – bis zum Wechsel von Name und Rechtsform (2008). Weitere wichtige Betreiber, darunter das Bundesministerium des Innern mit seinen Zivilschutzhubschraubern, stellen wir hier vor.

Hubschrauber ergänzen den Rettungsdienst am Boden in medizinischen Notlagen. Sie sollen nicht den Bodenrettungsdienst ersetzen, da Rettungshubschrauber nicht allwetterfähig sind. Luftretter unterscheiden mehrere Einsatzarten. Die wichtigsten sind primäre Notfalleinsätze an einem Einsatzort und sekundäre Patiententransporte von einer Klinik zur anderen. In der Luftrettung kommt komplexe notfallmedizinische Technik zum Einsatz, die u.a. Anaesthesie, Chirurgie, Innere Medizin und Pädiatrie abdeckt.

"Helicopter Emergency Medical Services", kurz HEMS, ist die englische Bezeichnung für Luftrettungsdienst. Der Assistent des Notarztes wird daher als HEMS TC bzw. HEMS Crew Member bezeichnet. Zahlreiche Piloten verdienen in der Luftrettung ihren Lebensunterhalt – für viele Fans ein Traumberuf. Die Betreiber setzen viele Flugstunden und Erfahrung voraus.

Der aktuell bedeutsamste europäische Hubschrauberhersteller ist Airbus Helicopters mit seinen Baumustern H135, H145, und weiteren. Der US-amerikanische Hubschrauberhersteller Bell hat mit den Baumustern Bell 212, Bell 222, Bell 412, die Luftrettung mit geprägt, aber seit ca. 2010 Marktanteile an Airbus Helicopters verloren. Beschreibungen weiterer Hubschrauber-Hersteller finden Sie in unseren Typentexten.

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