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Foto-Spezial: 40 Jahre Luftrettung Ulm

19.10.2011

Bereits am Freitagmorgen waren die ersten Hubschrauber am Landeplatz des Bundeswehrkrankenhauses für den darauf folgenden Tag der offenen Tür eingetroffen. Neben der neusten EC 135 der ADAC Luftrettung und einem Großraumrettungshubschrauber CH53 der Laupheimer Heeresflieger landete am Nachmittag die Bell UH1D vom LTG 61 aus Penzing mit der Kennung 71+48. Diese flog vor 40 Jahren als erste Maschine in Ulm ab dem 02.November 1971 als SAR 75 ihre Einsätze. Sie ging zur Landung während im Festzelt das Programm des Akademischen Festaktes lief.

Am Abend fand auf dem Sportgelände des Bundeswehrkrankenhauses im ausverkauften Ulmer Zelt die Veranstaltung Flying Circus Ulm – „Eine Reise durch Raum und Zeit“ statt, wo nach Ende des offiziellen Programmteils noch bis in die frühen Morgenstunden gefeiert wurde.

Am darauf folgendem Tag der offenen Tür – zu dem im Übrigen weit mehr a ls 12.000 Gäste nach Ulm von weit und nah angereist waren – konnten dann nicht nur die Hubschrauber sowie Christoph 22 auf dem Landeplatz neben dem Bundeswehrkrankenhauses besichtigt werden. Auch verschiedene Hilfsorganisationen aus der Region waren mit vielen Fahrzeugen auf dem Festgelände präsent.

Die Feuerwehr Ulm beteiligte sich an verschiedenen Vorführungen wie z.B. der Höhenrettungsgruppe, deren Mitglieder sich zum einen samt Patienten vom Baukran, aber auch aus dem 6. Stockwerk des Bundeswehrkrankenhauses in die Tiefe abgeseilt haben. Beim angenommenen Verkehrsunfall konnte man sich ein Bild vom reibungslosen Zusammenspiel zwischen Feuerwehr und Rettungsdienst machen und selber auch mal die Rettungsschere oder den Spreizer in die Hand nehmen. Die Kameradinnen und Kameraden der Wasserwacht sowie dem DLRG zeigten ihre Fahrzeuge und Boote und standen Rede und Antwort. In den beiden Festzelten präsentierten sich verschiedenen Abteilungen des Bundeswehr krankenhauses sowie Firmen im Rahmen einer Industrieausstellung.

Besonderes Interesse galt dem Stand, an dem nicht nur der heiße begehrte Jubiläumspatch, sondern auch das eigens angefertigte Buch oder die DVD sowie Polo-Shirts verkauft wurden. Glückliche Gewinner der Tombola konnten Rundflüge mit einer Bell 407 vom Heli-Team Süd, die übrigens fast den gesamten Tag über in der Luft waren, ein Wochenende in einem Ulmer Hotel und viele weitere attraktive Preise gewinnen. Beim Malwettbewerb der Ulmer Kindergärten gewann der Kindergarten „Sonnenhalde“ den 1. Preis und somit auch einen ganzen Nachmittag bei Kakao und Kuchen am Hangar von Christoph 22.

Bereits am Freitagmittag landete die Huey aus Penzing am BwKrhs. Die Bell UH 1D mit der Kennung 71+48 war die erste Maschine die in Ulm als SAR 75 ab dem 02.11.1971 eingesetzt wurde

Bereits am Freitagmittag landete die Huey aus Penzing am BwKrhs. Die Bell UH 1D mit der Kennung 71+48 war die erste Maschine die in Ulm als SAR 75 ab dem 02.11.1971 eingesetzt wurde

Foto: Kai Münzenmayer

Bevor der Tag der offenen Tür um 10 Uhr offiziell eröffnet wurde, konnte man kurz vor 8 Uhr die Hubschrauber im Morgentau eindrucksvoll ablichten

Bevor der Tag der offenen Tür um 10 Uhr offiziell eröffnet wurde, konnte man kurz vor 8 Uhr die Hubschrauber im Morgentau eindrucksvoll ablichten

Foto: Kai Münzenmayer

Schnellrettungsfahrzeug der Ulmer Feuerwehr. Im Jahr 1973 wurde dieser auf Basis eines Ford Transit als erstes Fahrzeug in Deutschland in Dienst gestellt

Schnellrettungsfahrzeug der Ulmer Feuerwehr. Im Jahr 1973 wurde dieser auf Basis eines Ford Transit als erstes Fahrzeug in Deutschland in Dienst gestellt

Foto: Kai Münzenmayer

Vorführung eines angenommenen Verkehrsunfalls und dem reibungslosem Zusammenspiel zwischen Feuerwehr und Rettungsdienst

Vorführung eines angenommenen Verkehrsunfalls und dem reibungslosem Zusammenspiel zwischen Feuerwehr und Rettungsdienst

Foto: Kai Münzenmayer

Eine lange Schlange bildete sich nachmittags vor dem Hubschrauberlandeplatz am BwKhrs.

Eine lange Schlange bildete sich nachmittags vor dem Hubschrauberlandeplatz am BwKhrs.

Foto: Kai Münzenmayer

Publikumsmagnet war natürlich auch der damalige SAR 75, liebevoll genannt auch “Mathilde”

Publikumsmagnet war natürlich auch der damalige SAR 75, liebevoll genannt auch “Mathilde”

Foto: Kai Münzenmayer

eine neue EC 135 vom ADAC stand ebenfalls zur Besichtigung bereit

eine neue EC 135 vom ADAC stand ebenfalls zur Besichtigung bereit

Foto: Kai Münzenmayer

Neugierige Blicke vor dem Großraumrettungshubschrauber CH53 der Laupheimer Heeresflieger

Neugierige Blicke vor dem Großraumrettungshubschrauber CH53 der Laupheimer Heeresflieger

Foto: Kai Münzenmayer

Christoph 22 auf seiner Landeplattform vor dem Hangar

Christoph 22 auf seiner Landeplattform vor dem Hangar

Foto: Kai Münzenmayer

Autor(en)
Kai Münzenmayer

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Über rth.info und unser Themenspektrum

Wir vom Nachrichtenmagazin rth.info berichten ehrenamtlich über Rettungshubschrauber, also notfallmedizinisch ausgerüstete und besetzte Helikopter, die im Rettungsdienst eingesetzt werden. Hubschrauber sind wertvoll als Rettungsmittel, da sie schnell, wendig und unabhängig vom Straßennetz sind. Ebenso dienen sie zum eiligen Transfer von Intensivpatienten zwischen Kliniken.

Für die Luftrettung besteht ein dichtes Standortnetz – sowohl von Rettungshubschraubern, als auch von Intensivtransport-Hubschraubern für den Interhospitaltransfer (siehe unsere Standortkarte). Die Standorte werden von staatlichen und nichtstaatlichen Betreibern unterhalten. Die ADAC Luftrettung stellt die meisten zivilen Rettungshubschrauber in Deutschland. Die DRF Luftrettung betreibt auch besonders viele Luftrettungszentren in Deutschland. Ihr Vorgänger war die Deutsche Rettungsflugwacht e.V. – bis zum Wechsel von Name und Rechtsform (2008). Weitere wichtige Betreiber, darunter das Bundesministerium des Innern mit seinen Zivilschutzhubschraubern, stellen wir hier vor.

Hubschrauber ergänzen den Rettungsdienst am Boden in medizinischen Notlagen. Sie sollen nicht den Bodenrettungsdienst ersetzen, da Rettungshubschrauber nicht allwetterfähig sind. Luftretter unterscheiden mehrere Einsatzarten. Die wichtigsten sind primäre Notfalleinsätze an einem Einsatzort und sekundäre Patiententransporte von einer Klinik zur anderen. In der Luftrettung kommt komplexe notfallmedizinische Technik zum Einsatz, die u.a. Anaesthesie, Chirurgie, Innere Medizin und Pädiatrie abdeckt.

"Helicopter Emergency Medical Services", kurz HEMS, ist die englische Bezeichnung für Luftrettungsdienst. Der Assistent des Notarztes wird daher als HEMS TC bzw. HEMS Crew Member bezeichnet. Zahlreiche Piloten verdienen in der Luftrettung ihren Lebensunterhalt – für viele Fans ein Traumberuf. Die Betreiber setzen viele Flugstunden und Erfahrung voraus.

Der aktuell bedeutsamste europäische Hubschrauberhersteller ist Airbus Helicopters mit seinen Baumustern H135, H145, und weiteren. Der US-amerikanische Hubschrauberhersteller Bell hat mit den Baumustern Bell 212, Bell 222, Bell 412, die Luftrettung mit geprägt, aber seit ca. 2010 Marktanteile an Airbus Helicopters verloren. Beschreibungen weiterer Hubschrauber-Hersteller finden Sie in unseren Typentexten.

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