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Sachsen üben Rettung mit Bergetau

21.04.2012

Am Freitag, den 23. März und Samstag, den 24. März 2012 fand am Rauenstein in der Sächsischen Schweiz das diesjährige Bergetautraining des Rettungshubschraubers "Christoph 62" und der DRK Bergwacht Sachsen statt. Nachdem die große Übung letztes Jahr wegen eines Orkans leider abgesagt werden musste, zeigte sich Petrus dieses Jahr bei Sonnenschein, strahlend blauen Himmel und gefühlten 20°C von seiner besten Seite.

Bergrettungsübung des Christoph 62 mit dem Bergetau

Bergrettungsübung des Christoph 62 mit dem Bergetau

Foto: Thomas Scholz

Seit 100 Jahren helfen ehrenamtliche Retter der Bergwacht Sachsen im Elbsandsteigebirge verunglückten Bergsteigern, Wanderern und suchen vermisste Personen.

Der "gelbe Engel" namens "Christoph 62" vom Luftrettungszentrum (LRZ) Bautzen und die DRK Bergwacht Sachsen führen seit 2001 gemeinsam erfolgreich Luftrettungseinsätze durch. 2006 wurde die Zusammenarbeit durch eine Kooperationsvereinbarung bekräftigt (rth.info berichtete).

Ein Rettungseinsatz hat früher bis zu zwei Stunden gedauert. Heute, mit Hubschrauber, hat sich die Bergungszeit um ein vielfaches verkürzt. Christoph 62 benötigt nach der Alarmierung ca. 10 Minuten von LRZ Bautzen bis zum Landepunkt im Elbsandsteingebirge. Für die Rettung des Verunglückten vergehen nochmals etwa 20 Minuten.

Der Übungstag 23.03.2012

Der Übungstag 23.03.2012

Foto: Andreas Wiesel

Damit die Einsätze reibungslos und ohne Zwischfälle funktionieren sind alle 90 Tage Übungsflüge Pflicht. Geübt werden in Trainingseinheiten:

  • die Koordination der Rettungskräfte,
  • das Abseilen mit dem bis zu 50m langen Bergetau vom Hubschrauber,
  • sowie die Kommunikation zwischen Rettungsassistenten – der auf der Kufe des Hubschraubers vom Typ BK 117B2 steht – und dem Piloten.

Interessierte können sich bis Oktober die Austellung "100 Jahre Bergrettung Sachsen" auf der Festung Königstein anschauen (siehe Weblink).

Der Übungstag 24.03.2012

Der Übungstag 24.03.2012

Foto: Sven Heß

Der Autor möchte sich hiermit recht herzlich bei der DRK Bergwacht Sachsen und besonders beim Team Christoph 62 für die zwei tollen Tage bedanken!
Nachfolgend zeigt rth.info einige weitere Impressionen des Bergetautrainings 2012.

Die Medien zeigten Interesse an den Übungen der Bergretter

Die Medien zeigten Interesse an den Übungen der Bergretter

Foto: Thomas Scholz

Der MDR drehte einen Beitrag für das Fernsehen

Der MDR drehte einen Beitrag für das Fernsehen

Foto: Thomas Scholz

Wer nicht weiß, dass hier Christoph 62 im Elbsandsteingebirge zu sehen ist, könnte ein hochalpines Szenario vermuten

Wer nicht weiß, dass hier Christoph 62 im Elbsandsteingebirge zu sehen ist, könnte ein hochalpines Szenario vermuten

Foto: Thomas Scholz

Einklinken des Bergretters am Tau

Einklinken des Bergretters am Tau

Foto: Thomas Scholz

Anflug mit Einweisung durch einen Bergretter auf dem Fels

Anflug mit Einweisung durch einen Bergretter auf dem Fels

Foto: Thomas Scholz

Dem Piloten von Christoph 62 hilft ein Außenspiegel bei Taurettungen

Dem Piloten von Christoph 62 hilft ein Außenspiegel bei Taurettungen

Foto: Thomas Scholz

Autor(en)
Thomas Scholz

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Über rth.info und unser Themenspektrum

Wir vom Nachrichtenmagazin rth.info berichten ehrenamtlich über Rettungshubschrauber, also notfallmedizinisch ausgerüstete und besetzte Helikopter, die im Rettungsdienst eingesetzt werden. Hubschrauber sind wertvoll als Rettungsmittel, da sie schnell, wendig und unabhängig vom Straßennetz sind. Ebenso dienen sie zum eiligen Transfer von Intensivpatienten zwischen Kliniken.

Für die Luftrettung besteht ein dichtes Standortnetz – sowohl von Rettungshubschraubern, als auch von Intensivtransport-Hubschraubern für den Interhospitaltransfer (siehe unsere Standortkarte). Die Standorte werden von staatlichen und nichtstaatlichen Betreibern unterhalten. Die ADAC Luftrettung stellt die meisten zivilen Rettungshubschrauber in Deutschland. Die DRF Luftrettung betreibt auch besonders viele Luftrettungszentren in Deutschland. Ihr Vorgänger war die Deutsche Rettungsflugwacht e.V. – bis zum Wechsel von Name und Rechtsform (2008). Weitere wichtige Betreiber, darunter das Bundesministerium des Innern mit seinen Zivilschutzhubschraubern, stellen wir hier vor.

Hubschrauber ergänzen den Rettungsdienst am Boden in medizinischen Notlagen. Sie sollen nicht den Bodenrettungsdienst ersetzen, da Rettungshubschrauber nicht allwetterfähig sind. Luftretter unterscheiden mehrere Einsatzarten. Die wichtigsten sind primäre Notfalleinsätze an einem Einsatzort und sekundäre Patiententransporte von einer Klinik zur anderen. In der Luftrettung kommt komplexe notfallmedizinische Technik zum Einsatz, die u.a. Anaesthesie, Chirurgie, Innere Medizin und Pädiatrie abdeckt.

"Helicopter Emergency Medical Services", kurz HEMS, ist die englische Bezeichnung für Luftrettungsdienst. Der Assistent des Notarztes wird daher als HEMS TC bzw. HEMS Crew Member bezeichnet. Zahlreiche Piloten verdienen in der Luftrettung ihren Lebensunterhalt – für viele Fans ein Traumberuf. Die Betreiber setzen viele Flugstunden und Erfahrung voraus.

Der aktuell bedeutsamste europäische Hubschrauberhersteller ist Airbus Helicopters mit seinen Baumustern H135, H145, und weiteren. Der US-amerikanische Hubschrauberhersteller Bell hat mit den Baumustern Bell 212, Bell 222, Bell 412, die Luftrettung mit geprägt, aber seit ca. 2010 Marktanteile an Airbus Helicopters verloren. Beschreibungen weiterer Hubschrauber-Hersteller finden Sie in unseren Typentexten.

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