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Baden-Württemberg: Innenministerium verkündet Standorte am 17.11.

13.11.2022

Stuttgart (BWÜ) ::  Der “Südkurier“ berichtete vorgestern (11.11.), dass das Innenministerium Baden-Württemberg am Donnerstag seinen Beschluss über die künftigen Standorte der Luftrettungsmittel des Bundeslandes verkünden werde. Nach dem Petitionsausschuss hat auch der Landtag gegen den Einspruch aus der Region gestimmt, fasst der Südkurier zusammen und bezieht sich damit auf die Landtagssitzung vom 10. November.

Der SWR titelte irreführenderweise gestern: Landtag beschließt Verlegung des Rettungshubschraubers – Friedrichshafen nicht mehr Standort von Christoph 45 Doch das ist so nicht richtig. In den Beschlüssen der 50. Plenarsitzung des Landtages findet sich zunächst gar nichts zum Thema Luftrettung. Unter Top 30 wird vermerkt, dass “Beschlussempfehlungen und Berichte des Petitionsausschusses zu verschiedenen Eingaben“ vom Landtag angenommen wurden. Hierunter die Drucksache 17-3451 (siehe Weblinks).

Die Drucksache enthält eine ganze Reihe von Antworten, die das Innenministerium auf Nachfragen des Berichterstatters des Petitionsausschusses gegeben hat. Hierdurch entsteht etwas mehr Klarheit über die Sichtweisen des Innenministeriums, das sich ansonsten in der schon lange aufgeheizten Debatte zurückhaltend bis verschlossen gezeigt hatte. Für die Information der Öffentlichkeit ist dies ein Gewinn der Petition aus Friedrichshafen. Für die Petenten vom Bodensee – und all diejenigen, die sich hinter sie gestellt hatten – wird hingegen erst die Verkündung durch das Innenministerium wirklich Klarheit darüber bringen, wie sich die Stuttgarter Planungen in den nächsten Jahren bei ihnen auswirken werden.

Landtag von Baden-Württemberg in der Landeshauptstadt Stuttgart

Landtag von Baden-Württemberg in der Landeshauptstadt Stuttgart

Foto: Ralf Roletschek, via Wikimedia Commons – Link zur Lizenz: CC-BY-3.0

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Die vom Landtag angenommene Beschlussempfehlung von Berichterstatter Kenner lautete wörtlich:

“Die Petition wird der Regierung mit der Maßgabe überwiesen, zeitnah eine Informationsveranstaltung vor Ort durchzuführen. Im Übrigen kann der Petition nicht abgeholfen werden.“

Volker Wenzel vom Medizin Campus Bodensee, Initiator der Petition, zeigte sich dementsprechend gegenüber dem SWR schwer enttäuscht – man werde das Ergebnis aber akzeptieren.

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Wir vom Nachrichtenmagazin rth.info berichten ehrenamtlich über Rettungshubschrauber, also notfallmedizinisch ausgerüstete und besetzte Helikopter, die im Rettungsdienst eingesetzt werden. Hubschrauber sind wertvoll als Rettungsmittel, da sie schnell, wendig und unabhängig vom Straßennetz sind. Ebenso dienen sie zum eiligen Transfer von Intensivpatienten zwischen Kliniken.

Für die Luftrettung besteht ein dichtes Standortnetz – sowohl von Rettungshubschraubern, als auch von Intensivtransport-Hubschraubern für den Interhospitaltransfer (siehe unsere Standortkarte). Die Standorte werden von staatlichen und nichtstaatlichen Betreibern unterhalten. Die ADAC Luftrettung stellt die meisten zivilen Rettungshubschrauber in Deutschland. Die DRF Luftrettung betreibt auch besonders viele Luftrettungszentren in Deutschland. Ihr Vorgänger war die Deutsche Rettungsflugwacht e.V. – bis zum Wechsel von Name und Rechtsform (2008). Weitere wichtige Betreiber, darunter das Bundesministerium des Innern mit seinen Zivilschutzhubschraubern, stellen wir hier vor.

Hubschrauber ergänzen den Rettungsdienst am Boden in medizinischen Notlagen. Sie sollen nicht den Bodenrettungsdienst ersetzen, da Rettungshubschrauber nicht allwetterfähig sind. Luftretter unterscheiden mehrere Einsatzarten. Die wichtigsten sind primäre Notfalleinsätze an einem Einsatzort und sekundäre Patiententransporte von einer Klinik zur anderen. In der Luftrettung kommt komplexe notfallmedizinische Technik zum Einsatz, die u.a. Anaesthesie, Chirurgie, Innere Medizin und Pädiatrie abdeckt.

"Helicopter Emergency Medical Services", kurz HEMS, ist die englische Bezeichnung für Luftrettungsdienst. Der Assistent des Notarztes wird daher als HEMS TC bzw. HEMS Crew Member bezeichnet. Zahlreiche Piloten verdienen in der Luftrettung ihren Lebensunterhalt – für viele Fans ein Traumberuf. Die Betreiber setzen viele Flugstunden und Erfahrung voraus.

Der aktuell bedeutsamste europäische Hubschrauberhersteller ist Airbus Helicopters mit seinen Baumustern H135, H145, und weiteren. Der US-amerikanische Hubschrauberhersteller Bell hat mit den Baumustern Bell 212, Bell 222, Bell 412, die Luftrettung mit geprägt, aber seit ca. 2010 Marktanteile an Airbus Helicopters verloren. Beschreibungen weiterer Hubschrauber-Hersteller finden Sie in unseren Typentexten.

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