Rettungshubschrauber künftig in Lahr stationiert – Betriebsaufnahme für 2026 geplant
05.08.2025
Lahr (BWÜ) ::
Die Stadt Lahr wird künftig eine zentrale Rolle in der regionalen Luftrettung übernehmen: Ab Mitte 2026 soll dort ein Rettungshubschrauber stationiert werden, der täglich vom frühen Morgen bis zum Sonnenuntergang einsatzbereit ist. Den offiziellen Zuschlag für den Betrieb erhielt die gemeinnützige Organisation DRF Luftrettung, wie das Innenministerium des Landes nun bekannt gab. Der Vertrag zwischen dem Land und der Betreiberorganisation soll am 11. August unterzeichnet werden.
Die Entscheidung, Lahr als neuen Luftrettungsstandort auszubauen, wurde bereits Ende 2022 getroffen. Mit dem neuen Helikopterstützpunkt sollen insbesondere die Notfallversorgung im Ortenaukreis sowie im angrenzenden nördlichen Schwarzwald verbessert und Einsatzzeiten verkürzt werden. Tagsüber sollen Hilfesuchende innerhalb von 20 Minuten erreicht werden können, nachts in unter 30 Minuten.
Der künftige Rettungshubschrauber soll den Rufnamen „Christoph Ortenau“ erhalten. Er wird vom Flugplatz Lahr aus starten, wo die örtlichen Gegebenheiten – insbesondere die vorhandene Genehmigungslage – einen uneingeschränkten Flugbetrieb ermöglichen. Für den Bau eines Hangars und eines angeschlossenen Funktionsgebäudes stellt die Stadt geeignete Flächen östlich der bestehenden Start- und Landebahn zur Verfügung.
Der neue Standort ist Teil einer umfassenderen Neuausrichtung der Luftrettung in der Region, in deren Zuge auch ein zweiter zusätzlicher Stützpunkt eingerichtet wurde.
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Beispielbild einer H145 der DRF Luftrettung, welches Muster in Lahr zum Einsatz kommen soll ist noch nicht bekannt
Wir vom Nachrichtenmagazin rth.info berichten ehrenamtlich über Rettungshubschrauber, also notfallmedizinisch ausgerüstete und besetzte Helikopter, die im Rettungsdienst eingesetzt werden. Hubschrauber sind wertvoll als Rettungsmittel, da sie schnell, wendig und unabhängig vom Straßennetz sind. Ebenso dienen sie zum eiligen Transfer von Intensivpatienten zwischen Kliniken.
Für die Luftrettung> besteht ein dichtes Standortnetz – sowohl von Rettungshubschraubern, als auch von Intensivtransport-Hubschraubern für den Interhospitaltransfer (siehe unsere Standortkarte).
Die Standorte werden von staatlichen und nichtstaatlichen Betreibern unterhalten. Die ADAC Luftrettung stellt die meisten zivilen Rettungshubschrauber in Deutschland.
Die DRF Luftrettung betreibt auch besonders viele Luftrettungszentren in Deutschland. Ihr Vorgänger war die Deutsche Rettungsflugwacht e.V. – bis zum Wechsel von Name und Rechtsform (2008).
Weitere wichtige Betreiber, darunter das Bundesministerium des Innern mit seinen Zivilschutzhubschraubern, stellen wir hier vor.
Hubschrauber ergänzen den Rettungsdienst am Boden in medizinischen Notlagen. Sie sollen nicht den Bodenrettungsdienst ersetzen, da Rettungshubschrauber nicht allwetterfähig sind.
Luftretter unterscheiden mehrere Einsatzarten. Die wichtigsten sind primäre Notfalleinsätze an einem Einsatzort und sekundäre Patiententransporte von einer Klinik zur anderen.
In der Luftrettung kommt komplexe notfallmedizinische Technik zum Einsatz, die u.a. Anaesthesie, Chirurgie, Innere Medizin und Pädiatrie abdeckt.
"Helicopter Emergency Medical Services", kurz HEMS, ist die englische Bezeichnung für Luftrettungsdienst. Der Assistent des Notarztes wird daher als HEMS TC bzw. HEMS Crew Member bezeichnet.
Zahlreiche Piloten verdienen in der Luftrettung ihren Lebensunterhalt – für viele Fans ein Traumberuf. Die Betreiber setzen viele Flugstunden und Erfahrung voraus.