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Abschied von der Bell 212 "D-HBZT"

14.01.2008

Fuhlendorf (SH) ::  Es war zu erwarten: In Hamburg fliegt eine EC 135 T2i als Rettungshubschrauber "Christoph 29". Seither setzt die für den Flugbetrieb zuständige Bundespolizei-Fliegerstaffel Nord nur noch am Luftrettungszentrum Siblin einen der beiden Zivilschutzhubschrauber (ZSH) vom Typ Bell 212 ein. Schon länger war die Maschine mit der Kennung "D-HBZT" nicht mehr gesehen worden.

Jetzt bei Agrarflug Helilift

Zwischenzeitlich wurde der Hubschrauber verwertet und befindet sich jetzt bei der Firma Agrarflug Helilift in Ahlen. Dort wird er bis auf Weiteres noch in der auffälligen Lackierung des ZSH eingesetzt werden.

Abgegeben wurde der Hubschrauber ohne die markante Außenwinde in orangener (manchmal auch grüner) Farbe. Die besonderen Einbauten zur Aufnahme der medizinischen Ausstattung müssen entfernt werden.

Auch nicht mehr von Polizeipiloten geflogen: D-HEPP

Gleichzeitig wurde auch der erste Bundespolizei-eigene Hubschrauber Bell 212 D-HEPP verwertet. Auch er wird bei Agrarflug weiter fliegen. Gerade die Bell 212 bedeutet aufgrund der Leistungsfähigkeit eine wertvolle Ergänzung der Flotte. Gebrauchte Bell 212 sind fast nicht auf dem Weltmarkt zu finden.
Die Firma verfügt seit langen Jahren über große Erfahrung insbesondere im europäischen Ausland bei unterschiedlichen Anforderungsprofilen, u.a. der Waldbrandbekämpfung und für die UN. Beide Hubschrauber werden zur Zeit für die zukünftigen Einsatzzwecke hergerichtet.

Ende einer Ära

Für die Bell 212 geht damit relativ schnell eine Epoche zu Ende. Viele werden sich noch an die auffällige große Schwertantenne erinnern. Die HBZT wurde in Bremen, Eutin, Güstrow und zuletzt Hamburg in der Luftrettung eingesetzt. Die grünen Versionen des Hubschraubers, eingesetzt beim Bundesgrenzschutz (heute Bundespolizei), bewährten sich beim Einsatz zur Überwachung des Küstenbereichs. Dazu erhielten einige von ihnen eine spezifische Übersee-Ausstattung. Vorgesehen ist der Ersatz durch den Typ Eurocopter EC 155.

Autor(en)
Team www.rth.info

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Über rth.info und unser Themenspektrum

Wir vom Nachrichtenmagazin rth.info berichten ehrenamtlich über Rettungshubschrauber, also notfallmedizinisch ausgerüstete und besetzte Helikopter, die im Rettungsdienst eingesetzt werden. Hubschrauber sind wertvoll als Rettungsmittel, da sie schnell, wendig und unabhängig vom Straßennetz sind. Ebenso dienen sie zum eiligen Transfer von Intensivpatienten zwischen Kliniken.

Für die Luftrettung besteht ein dichtes Standortnetz – sowohl von Rettungshubschraubern, als auch von Intensivtransport-Hubschraubern für den Interhospitaltransfer (siehe unsere Standortkarte). Die Standorte werden von staatlichen und nichtstaatlichen Betreibern unterhalten. Die ADAC Luftrettung stellt die meisten zivilen Rettungshubschrauber in Deutschland. Die DRF Luftrettung betreibt auch besonders viele Luftrettungszentren in Deutschland. Ihr Vorgänger war die Deutsche Rettungsflugwacht e.V. – bis zum Wechsel von Name und Rechtsform (2008). Weitere wichtige Betreiber, darunter das Bundesministerium des Innern mit seinen Zivilschutzhubschraubern, stellen wir hier vor.

Hubschrauber ergänzen den Rettungsdienst am Boden in medizinischen Notlagen. Sie sollen nicht den Bodenrettungsdienst ersetzen, da Rettungshubschrauber nicht allwetterfähig sind. Luftretter unterscheiden mehrere Einsatzarten. Die wichtigsten sind primäre Notfalleinsätze an einem Einsatzort und sekundäre Patiententransporte von einer Klinik zur anderen. In der Luftrettung kommt komplexe notfallmedizinische Technik zum Einsatz, die u.a. Anaesthesie, Chirurgie, Innere Medizin und Pädiatrie abdeckt.

"Helicopter Emergency Medical Services", kurz HEMS, ist die englische Bezeichnung für Luftrettungsdienst. Der Assistent des Notarztes wird daher als HEMS TC bzw. HEMS Crew Member bezeichnet. Zahlreiche Piloten verdienen in der Luftrettung ihren Lebensunterhalt – für viele Fans ein Traumberuf. Die Betreiber setzen viele Flugstunden und Erfahrung voraus.

Der aktuell bedeutsamste europäische Hubschrauberhersteller ist Airbus Helicopters mit seinen Baumustern H135, H145, und weiteren. Der US-amerikanische Hubschrauberhersteller Bell hat mit den Baumustern Bell 212, Bell 222, Bell 412, die Luftrettung mit geprägt, aber seit ca. 2010 Marktanteile an Airbus Helicopters verloren. Beschreibungen weiterer Hubschrauber-Hersteller finden Sie in unseren Typentexten.

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