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ADAC Luftrettung kündigt BRK-Rettungsdienst

29.09.2009

München (BAY) ::  Die ADAC Luftrettung hat dem Bayerischen Roten Kreuz (BRK) die Verträge zur Bereitstellung der HEMS-Crew Members (Rettungsassistenten) an den ADAC-Luftrettungszentren Ingolstadt und München gekündigt. Das berichtet "BR 5", ein Nachrichtensender des Bayerischen Rundfunks, in einem Podcast, der zumindest zum aktuellen Zeitpunkt auch online in der ARD-Mediathek abgerufen werden kann – siehe dazu der Weblink im Kontextbereich dieses Artikels.

Betroffen sind demnach die Rettungshubschrauber "Christoph 32" in Ingolstadt und "Christoph 1" in München. Letzterer war 1970 Deutschlands erster dauerhaft betriebener, ziviler Rettungshubschrauber der regulären Luftrettung. Nach über 40 Jahren gemeinsamer Einsatzpraxis trennt sich der ADAC laut BR 5 "zum Jahresende" von seinem langjährigen Partner BRK. Ein BR 5-Reporter berichtete über die Hintergründe:

"Das vom Roten Kreuz eingereichte Konzept für eine weitere Kooperation hatte die ADAC-Experten nicht überzeugt, heißt es aus dem Automobilclub."

Der Bericht lässt offen, wer die Nachfolge der BRK-Rettungsassistenten an den Standorten München-Harlaching und Ingolstadt antreten soll, bzw. ob das überhaupt schon entschieden ist. Hierzu kursieren bereits erste Gerüchte.

Autor(en)
PPR
Quelle(n):
BR 5-Audiopodcast online vom 22.09.2009

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Über rth.info und unser Themenspektrum

Wir vom Nachrichtenmagazin rth.info berichten ehrenamtlich über Rettungshubschrauber, also notfallmedizinisch ausgerüstete und besetzte Helikopter, die im Rettungsdienst eingesetzt werden. Hubschrauber sind wertvoll als Rettungsmittel, da sie schnell, wendig und unabhängig vom Straßennetz sind. Ebenso dienen sie zum eiligen Transfer von Intensivpatienten zwischen Kliniken.

Für die Luftrettung besteht ein dichtes Standortnetz – sowohl von Rettungshubschraubern, als auch von Intensivtransport-Hubschraubern für den Interhospitaltransfer (siehe unsere Standortkarte). Die Standorte werden von staatlichen und nichtstaatlichen Betreibern unterhalten. Die ADAC Luftrettung stellt die meisten zivilen Rettungshubschrauber in Deutschland. Die DRF Luftrettung betreibt auch besonders viele Luftrettungszentren in Deutschland. Ihr Vorgänger war die Deutsche Rettungsflugwacht e.V. – bis zum Wechsel von Name und Rechtsform (2008). Weitere wichtige Betreiber, darunter das Bundesministerium des Innern mit seinen Zivilschutzhubschraubern, stellen wir hier vor.

Hubschrauber ergänzen den Rettungsdienst am Boden in medizinischen Notlagen. Sie sollen nicht den Bodenrettungsdienst ersetzen, da Rettungshubschrauber nicht allwetterfähig sind. Luftretter unterscheiden mehrere Einsatzarten. Die wichtigsten sind primäre Notfalleinsätze an einem Einsatzort und sekundäre Patiententransporte von einer Klinik zur anderen. In der Luftrettung kommt komplexe notfallmedizinische Technik zum Einsatz, die u.a. Anaesthesie, Chirurgie, Innere Medizin und Pädiatrie abdeckt.

"Helicopter Emergency Medical Services", kurz HEMS, ist die englische Bezeichnung für Luftrettungsdienst. Der Assistent des Notarztes wird daher als HEMS TC bzw. HEMS Crew Member bezeichnet. Zahlreiche Piloten verdienen in der Luftrettung ihren Lebensunterhalt – für viele Fans ein Traumberuf. Die Betreiber setzen viele Flugstunden und Erfahrung voraus.

Der aktuell bedeutsamste europäische Hubschrauberhersteller ist Airbus Helicopters mit seinen Baumustern H135, H145, und weiteren. Der US-amerikanische Hubschrauberhersteller Bell hat mit den Baumustern Bell 212, Bell 222, Bell 412, die Luftrettung mit geprägt, aber seit ca. 2010 Marktanteile an Airbus Helicopters verloren. Beschreibungen weiterer Hubschrauber-Hersteller finden Sie in unseren Typentexten.

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