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Bremen: Impressionen vom 11. Tag der Sicherheit

23.05.2016

Bei bestem Wetter fand am gestrigen Sonntag (22.05.2016) auf dem Gelände des Klinikums Links der Weser (LDW) in Bremen der “Tag der Sicherheit“ statt – und dies bereits zum 11. Male. Allerdings wurde die Informationsveranstaltung zum ersten Male bereits im Mai durchgeführt – eine Entscheidung, die sich angesichts des sommerlichen Wetters und des sehr großen Besucherinteresses am gestrigen Sonntag als richtig erwies.

Fand bereits zum 11. Male statt: der “Tag der Sicherheit“ am Klinikum Links der Weser in Bremen (hier sind beide bremischen Luftrettungsmittel zu sehen)

Fand bereits zum 11. Male statt: der “Tag der Sicherheit“ am Klinikum Links der Weser in Bremen (hier sind beide bremischen Luftrettungsmittel zu sehen)

Foto: Jörn Fries

Von 11 bis 17 Uhr konnte man sich über die zahlreichen Organisationen und Behörden und ihre vielfältigen Tätigkeitsfelder informieren. Rund 3.500 Menschen aus nah und fern, jung und alt, nutzten die Gelegenheit, sich vor Ort über die Schlagkraft der bremischen Organisationen zu informieren. Erstmals mit dabei waren in diesem Jahr das Technische Hilfswerk (THW) und die Werkfeuerwehr des Flughafen Bremens – Letztere mit einem imposanten Flugfeldlöschfahrzeug.

Immer wieder dicht umringt war der am Klinikum Links der Weser stationierte Rettungshubschrauber “Christoph 6“

Immer wieder dicht umringt war der am Klinikum Links der Weser stationierte Rettungshubschrauber “Christoph 6“

Foto: Jörn Fries

Zuschauermagnete waren der am LDW stationierte Rettungshubschrauber (RTH) “Christoph 6“ der ADAC Luftrettung gGmbH sowie der kurz nach elf einschwebende Intensivtransporthubschrauber (ITH) “Christoph Weser“ der DRF Luftrettung gAG. Beide Einsatzmaschinen waren permanent von Interessierten umlagert. Geduldig erklärten die Crewmitglieder der beiden bremischen Luftrettungsmittel den Besucherinnen und Besuchern die (medizin-)technischen Details der beiden Helikopter.

Lange Schlangen gab es nicht nur beim Rettungshubschrauber “Christoph 6“ der ADAC Luftrettung, ...

Lange Schlangen gab es nicht nur beim Rettungshubschrauber “Christoph 6“ der ADAC Luftrettung, ...

Foto: Jörn Fries

..., sondern auch beim Intensivtransporthubschrauber “Christoph Weser“ der DRF Luftrettung

..., sondern auch beim Intensivtransporthubschrauber “Christoph Weser“ der DRF Luftrettung

Foto: Jörn Fries

Unbestrittene Highlights waren die von ADAC-Stationsleiter Rüdiger Engler fachkundig kommentierte Landung des ITH “Christoph Weser“ um kurz nach 11 Uhr und der Alarmstart des RTH “Christoph 6“ um kurz vor 14 Uhr. Der “Gelbe Engel“ absolvierte am Sonntag insgesamt vier Einsätze, wie Malte Goltz von der ASB Rettungsdienst Bremen GmbH auf Anfrage von rth.info am heutigen Montag (23.05.2016) mitteilte.

Um kurz nach 11 Uhr landete der ITH “Christoph Weser“ auf seiner geplanten Position – abgesichert von Mitgliedern der Jugendfeuerwehr

Um kurz nach 11 Uhr landete der ITH “Christoph Weser“ auf seiner geplanten Position – abgesichert von Mitgliedern der Jugendfeuerwehr

Foto: Jörn Fries

Um kurz vor 14 Uhr wurde der RTH “Christoph 6“ zu einem Einsatz alarmiert – schon kurze Zeit später erhob er sich in den bremischen Himmel

Um kurz vor 14 Uhr wurde der RTH “Christoph 6“ zu einem Einsatz alarmiert – schon kurze Zeit später erhob er sich in den bremischen Himmel

Foto: Jörn Fries

Für Kinder gab es neben einer Hüpfburg und dem allseits beliebten Kinderschminken einen “Rettungsparcours“. So konnte man beispielsweise bei der Jugendfeuerwehr ein “Feuer“ löschen, beim Technischen Hilfswerk den Rettungsspreizer einsetzen oder ein Einsatzfahrzeug mit dem Luftkissen bewegen und bei der DLRG einen Rettungsring werfen. Wer alle 14 Stationen durchlaufen hatte, wurde zum “Retter“ ernannt und bekam eine Urkunde. Ein weiterer Hingucker waren die Vorführungen der Rettungshundestaffel des ASB Bremen.

Beim Technischen Hilfswerk (THW) konnte man verschiedene Rettungsgeräte ausprobieren (hier einen Rettungsspreizer)

Beim Technischen Hilfswerk (THW) konnte man verschiedene Rettungsgeräte ausprobieren (hier einen Rettungsspreizer)

Foto: Jörn Fries

Die DLRG präsentierte sich unter anderem mit einem Rettungsboot

Die DLRG präsentierte sich unter anderem mit einem Rettungsboot

Foto: Jörn Fries

Besonders gut besucht waren die Vorführungen der Rettungshundestaffel des Arbeiter-Samariter-Bundes (ASB)

Besonders gut besucht waren die Vorführungen der Rettungshundestaffel des Arbeiter-Samariter-Bundes (ASB)

Foto: Jörn Fries

Weitere Attraktionen waren die große Fahrzeugausstellung, das Wasserbecken mit den selbst zu steuernden Miniaturbooten, der Infostand der Seenotretter (DGzRS) sowie die Kabinenfahrt mit dem Holler-Kran über das Veranstaltungsgelände.

Bei Kindern sehr beliebt: die Hüpfburg der Arbeiter-Samariter-Jugend

Bei Kindern sehr beliebt: die Hüpfburg der Arbeiter-Samariter-Jugend

Foto: Jörn Fries

Gespannt hörten die Kinder den Geschichten des ehrenamtlichen DGzRS-Beauftragten zu

Gespannt hörten die Kinder den Geschichten des ehrenamtlichen DGzRS-Beauftragten zu

Foto: Jörn Fries

Lange Schlangen bildeten sich vor der Kabine, die der Kran der Firma Holler in luftige Höhe beförderte

Lange Schlangen bildeten sich vor der Kabine, die der Kran der Firma Holler in luftige Höhe beförderte

Foto: Jörn Fries

Der nächste, dann 12. “Tag der Sicherheit“ kommt bestimmt. Den genauen Termin erfahren Sie wie gewohnt frühzeitig hier auf rth.info.

Autor(en)
Jörn Fries

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Über rth.info und unser Themenspektrum

Wir vom Nachrichtenmagazin rth.info berichten ehrenamtlich über Rettungshubschrauber, also notfallmedizinisch ausgerüstete und besetzte Helikopter, die im Rettungsdienst eingesetzt werden. Hubschrauber sind wertvoll als Rettungsmittel, da sie schnell, wendig und unabhängig vom Straßennetz sind. Ebenso dienen sie zum eiligen Transfer von Intensivpatienten zwischen Kliniken.

Für die Luftrettung besteht ein dichtes Standortnetz – sowohl von Rettungshubschraubern, als auch von Intensivtransport-Hubschraubern für den Interhospitaltransfer (siehe unsere Standortkarte). Die Standorte werden von staatlichen und nichtstaatlichen Betreibern unterhalten. Die ADAC Luftrettung stellt die meisten zivilen Rettungshubschrauber in Deutschland. Die DRF Luftrettung betreibt auch besonders viele Luftrettungszentren in Deutschland. Ihr Vorgänger war die Deutsche Rettungsflugwacht e.V. – bis zum Wechsel von Name und Rechtsform (2008). Weitere wichtige Betreiber, darunter das Bundesministerium des Innern mit seinen Zivilschutzhubschraubern, stellen wir hier vor.

Hubschrauber ergänzen den Rettungsdienst am Boden in medizinischen Notlagen. Sie sollen nicht den Bodenrettungsdienst ersetzen, da Rettungshubschrauber nicht allwetterfähig sind. Luftretter unterscheiden mehrere Einsatzarten. Die wichtigsten sind primäre Notfalleinsätze an einem Einsatzort und sekundäre Patiententransporte von einer Klinik zur anderen. In der Luftrettung kommt komplexe notfallmedizinische Technik zum Einsatz, die u.a. Anaesthesie, Chirurgie, Innere Medizin und Pädiatrie abdeckt.

"Helicopter Emergency Medical Services", kurz HEMS, ist die englische Bezeichnung für Luftrettungsdienst. Der Assistent des Notarztes wird daher als HEMS TC bzw. HEMS Crew Member bezeichnet. Zahlreiche Piloten verdienen in der Luftrettung ihren Lebensunterhalt – für viele Fans ein Traumberuf. Die Betreiber setzen viele Flugstunden und Erfahrung voraus.

Der aktuell bedeutsamste europäische Hubschrauberhersteller ist Airbus Helicopters mit seinen Baumustern H135, H145, und weiteren. Der US-amerikanische Hubschrauberhersteller Bell hat mit den Baumustern Bell 212, Bell 222, Bell 412, die Luftrettung mit geprägt, aber seit ca. 2010 Marktanteile an Airbus Helicopters verloren. Beschreibungen weiterer Hubschrauber-Hersteller finden Sie in unseren Typentexten.

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