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RTH macht sich nach Landung selbstständig

26.01.2014

Oberwiesenthal (SN) ::  Am Sonntag ist es im Erzgebirge zu einem Unfall mit dem in Zwickau stationierten Hubschrauber „Christoph 46“ gekommen. Die Besatzung wurde zu einem Skiunfall eines Kindes gerufen. Die Landung am Einsatzort erwies sich durch das starke Gefälle des Hanges als sehr schwierig, der Pilot musste die ersten beiden Landeanflüge abbrechen. Beim dritten Versuch passierte dann das Unglück: Kurz nachdem der Hubschrauber auf einer vermeintlich ausreichend geraden Stelle des Hanges gelandet war, rutschte der Helikopter auf der vereisten Fläche rund 30 Meter den Hang hinunter. Erst ein nicht besetzter Motorschlitten konnte die mehrere Millionen Euro teure Maschine aufhalten.

Doch nicht nur die Zelle wurde in Mitleidenschaft gezogen, ein Rotorblatt stieß gegen ein Verkehrsschild und riss ab. Glücklicherweise blieb es bei einem wohl erheblichen Sachschaden. Mitarbeiter der Bergwacht und Passanten konnten sich in Sicherheit bringen. Pressefotos zeigen die verunfallte Maschine. Wie diese nun geborgen werden soll, ist noch nicht bekannt. Das Kind wurde mit einem Rettungswagen ins Krankenhaus eingeliefert.

Die Betreiber von Rettungshubschraubern setzen in Deutschland nach Schäden an der jeweiligen Einsatzmaschine, die nicht ad hoc repariert werden können, eine Ersatzmaschine aus ihrem Flottenpool ein, um den Betrieb weiterhin sicherzustellen.

Autor(en)
MST
Quelle(n):
siehe Weblinks

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Über rth.info und unser Themenspektrum

Wir vom Nachrichtenmagazin rth.info berichten ehrenamtlich über Rettungshubschrauber, also notfallmedizinisch ausgerüstete und besetzte Helikopter, die im Rettungsdienst eingesetzt werden. Hubschrauber sind wertvoll als Rettungsmittel, da sie schnell, wendig und unabhängig vom Straßennetz sind. Ebenso dienen sie zum eiligen Transfer von Intensivpatienten zwischen Kliniken.

Für die Luftrettung besteht ein dichtes Standortnetz – sowohl von Rettungshubschraubern, als auch von Intensivtransport-Hubschraubern für den Interhospitaltransfer (siehe unsere Standortkarte). Die Standorte werden von staatlichen und nichtstaatlichen Betreibern unterhalten. Die ADAC Luftrettung stellt die meisten zivilen Rettungshubschrauber in Deutschland. Die DRF Luftrettung betreibt auch besonders viele Luftrettungszentren in Deutschland. Ihr Vorgänger war die Deutsche Rettungsflugwacht e.V. – bis zum Wechsel von Name und Rechtsform (2008). Weitere wichtige Betreiber, darunter das Bundesministerium des Innern mit seinen Zivilschutzhubschraubern, stellen wir hier vor.

Hubschrauber ergänzen den Rettungsdienst am Boden in medizinischen Notlagen. Sie sollen nicht den Bodenrettungsdienst ersetzen, da Rettungshubschrauber nicht allwetterfähig sind. Luftretter unterscheiden mehrere Einsatzarten. Die wichtigsten sind primäre Notfalleinsätze an einem Einsatzort und sekundäre Patiententransporte von einer Klinik zur anderen. In der Luftrettung kommt komplexe notfallmedizinische Technik zum Einsatz, die u.a. Anaesthesie, Chirurgie, Innere Medizin und Pädiatrie abdeckt.

"Helicopter Emergency Medical Services", kurz HEMS, ist die englische Bezeichnung für Luftrettungsdienst. Der Assistent des Notarztes wird daher als HEMS TC bzw. HEMS Crew Member bezeichnet. Zahlreiche Piloten verdienen in der Luftrettung ihren Lebensunterhalt – für viele Fans ein Traumberuf. Die Betreiber setzen viele Flugstunden und Erfahrung voraus.

Der aktuell bedeutsamste europäische Hubschrauberhersteller ist Airbus Helicopters mit seinen Baumustern H135, H145, und weiteren. Der US-amerikanische Hubschrauberhersteller Bell hat mit den Baumustern Bell 212, Bell 222, Bell 412, die Luftrettung mit geprägt, aber seit ca. 2010 Marktanteile an Airbus Helicopters verloren. Beschreibungen weiterer Hubschrauber-Hersteller finden Sie in unseren Typentexten.

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