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Land Sachsen-Anhalt schreibt Sekundärluftrettung aus

15.02.2017

Halle (SAH) ::  Das Landesverwaltungsamt des Landes Sachsen-Anhalt mit Sitz in Halle (Saale) hat aktuell die Sekundärluftrettung in Sachsen-Anhalt (“qualifizierte Patientenbeförderung im Bundesland Sachsen-Anhalt“) europaweit ausgeschrieben. Interessenten können bis zum 16.03.2017 ihre Unterlagen einreichen. Es handelt sich hierbei um eine Dienstleistungskonzession mit einer sechsjährigen Laufzeit, beginnend am 01.01.2018 und endend am 31.12.2023. Die Genehmigung gilt “vorrangig für die Sekundär-Luftrettung (qualifizierte Patientenbeförderung im Bundesland Sachsen-Anhalt) vom Standort Halle (Saale) oder unmittelbarem Umland“, wie es in der Ausschreibung heißt.

Gefordert wird die Bereitstellung eines “Hubschraubers 24 Stunden/365 Tage“, eines zweiten “Hubschraubers von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang“ sowie eines weiteren Hubschraubers als Ersatz. Die Einsätze sind direkt mit den Krankenkassen und Unfallversicherungsträgern als Kostenträgern bzw. den Patienten als Selbstzahlern abzurechnen. An der Ausschreibung beteiligen können sich allerdings nur Bieter, die als eigenes Luftfahrtunternehmen fungieren und über im Eigentum stehende Hubschrauber verfügen. Somit dürften Johanniter Luftrettung und Björn Steiger Stiftung Luftrettung nicht am Bieterverfahren teilnehmen.

Noch am Montag (13.02.2017) hatte die Pressestelle des Landesverwaltungsamtes in Halle (Saale), das seit dem 01.01.2013 für die Luftrettung im Bundesland Sachsen-Anhalt zuständig ist, auf Anfrage von rth.info vom 09.02.2017 mitgeteilt, “dass das Landesverwaltungsamt derzeit das Vergabeverfahren für die Luftrettung in Sachsen-Anhalt vorbereitet [und] Termine für die Veröffentlichung [...] noch nicht benannt werden [können]“.

Derzeit betreibt die DRF Luftrettung das Luftrettungszentrum Halle. Sie setzt dort die beiden Intensivtransporthubschrauber (ITH) “Christoph Sachsen-Anhalt“ und “Christoph Halle“ ein.

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Autor(en)
Jörn Fries

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Wir vom Nachrichtenmagazin rth.info berichten ehrenamtlich über Rettungshubschrauber, also notfallmedizinisch ausgerüstete und besetzte Helikopter, die im Rettungsdienst eingesetzt werden. Hubschrauber sind wertvoll als Rettungsmittel, da sie schnell, wendig und unabhängig vom Straßennetz sind. Ebenso dienen sie zum eiligen Transfer von Intensivpatienten zwischen Kliniken.

Für die Luftrettung besteht ein dichtes Standortnetz – sowohl von Rettungshubschraubern, als auch von Intensivtransport-Hubschraubern für den Interhospitaltransfer (siehe unsere Standortkarte). Die Standorte werden von staatlichen und nichtstaatlichen Betreibern unterhalten. Die ADAC Luftrettung stellt die meisten zivilen Rettungshubschrauber in Deutschland. Die DRF Luftrettung betreibt auch besonders viele Luftrettungszentren in Deutschland. Ihr Vorgänger war die Deutsche Rettungsflugwacht e.V. – bis zum Wechsel von Name und Rechtsform (2008). Weitere wichtige Betreiber, darunter das Bundesministerium des Innern mit seinen Zivilschutzhubschraubern, stellen wir hier vor.

Hubschrauber ergänzen den Rettungsdienst am Boden in medizinischen Notlagen. Sie sollen nicht den Bodenrettungsdienst ersetzen, da Rettungshubschrauber nicht allwetterfähig sind. Luftretter unterscheiden mehrere Einsatzarten. Die wichtigsten sind primäre Notfalleinsätze an einem Einsatzort und sekundäre Patiententransporte von einer Klinik zur anderen. In der Luftrettung kommt komplexe notfallmedizinische Technik zum Einsatz, die u.a. Anaesthesie, Chirurgie, Innere Medizin und Pädiatrie abdeckt.

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