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Oberösterreich: Neuer NAH “Martin 3“ fliegt ersten Einsatz

17.07.2017

Wels/Krenglbach (A) ::  Mit zweiwöchiger Verzögerung hat der Notarzthubschrauber (NAH) “Martin 3“ von Heli Austria am Samstag, den 15. Juli um 7 Uhr in der Früh seinen Dienst aufgenommen. Einen Tag zuvor wurde die schriftliche Vereinbarung zwischen Österreichischem Roten Kreuz als Betreiber der örtlichen Rettungsleitzentrale (RLZ) und Heli Austria unterschrieben, so dass der Aufnahme des Betriebs nichts mehr entgegenstand.

Seit 15. Juli fliegt “Martin 3“ von Wels aus zu seinen oftmals lebensrettenden Einsätzen

Seit 15. Juli fliegt “Martin 3“ von Wels aus zu seinen oftmals lebensrettenden Einsätzen

Foto: laumat.at/Matthias Lauber

Bereits am Samstagvormittag wurde der NAH erstmals von der RLZ zu einem internistischen Notfall alarmiert. Damit ging am Samstag ein mehrwöchiges Gerangel zu Ende, an dessen Anfang die Ankündigung von Heli Austria stand, einen weiteren NAH in Oberösterreich stationieren zu wollen (rth.info berichtete).

Ein internistischer Notfall war Anlass für den ersten Einsatz von “Martin 3“

Ein internistischer Notfall war Anlass für den ersten Einsatz von “Martin 3“

Foto: laumat.at/Matthias Lauber

Nachrichten zu diesem Thema im Archiv

Autor(en)
Jörn Fries
Wir danken für Unterstützung:
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Über rth.info und unser Themenspektrum

Wir vom Nachrichtenmagazin rth.info berichten ehrenamtlich über Rettungshubschrauber, also notfallmedizinisch ausgerüstete und besetzte Helikopter, die im Rettungsdienst eingesetzt werden. Hubschrauber sind wertvoll als Rettungsmittel, da sie schnell, wendig und unabhängig vom Straßennetz sind. Ebenso dienen sie zum eiligen Transfer von Intensivpatienten zwischen Kliniken.

Für die Luftrettung besteht ein dichtes Standortnetz – sowohl von Rettungshubschraubern, als auch von Intensivtransport-Hubschraubern für den Interhospitaltransfer (siehe unsere Standortkarte). Die Standorte werden von staatlichen und nichtstaatlichen Betreibern unterhalten. Die ADAC Luftrettung stellt die meisten zivilen Rettungshubschrauber in Deutschland. Die DRF Luftrettung betreibt auch besonders viele Luftrettungszentren in Deutschland. Ihr Vorgänger war die Deutsche Rettungsflugwacht e.V. – bis zum Wechsel von Name und Rechtsform (2008). Weitere wichtige Betreiber, darunter das Bundesministerium des Innern mit seinen Zivilschutzhubschraubern, stellen wir hier vor.

Hubschrauber ergänzen den Rettungsdienst am Boden in medizinischen Notlagen. Sie sollen nicht den Bodenrettungsdienst ersetzen, da Rettungshubschrauber nicht allwetterfähig sind. Luftretter unterscheiden mehrere Einsatzarten. Die wichtigsten sind primäre Notfalleinsätze an einem Einsatzort und sekundäre Patiententransporte von einer Klinik zur anderen. In der Luftrettung kommt komplexe notfallmedizinische Technik zum Einsatz, die u.a. Anaesthesie, Chirurgie, Innere Medizin und Pädiatrie abdeckt.

"Helicopter Emergency Medical Services", kurz HEMS, ist die englische Bezeichnung für Luftrettungsdienst. Der Assistent des Notarztes wird daher als HEMS TC bzw. HEMS Crew Member bezeichnet. Zahlreiche Piloten verdienen in der Luftrettung ihren Lebensunterhalt – für viele Fans ein Traumberuf. Die Betreiber setzen viele Flugstunden und Erfahrung voraus.

Der aktuell bedeutsamste europäische Hubschrauberhersteller ist Airbus Helicopters mit seinen Baumustern H135, H145, und weiteren. Der US-amerikanische Hubschrauberhersteller Bell hat mit den Baumustern Bell 212, Bell 222, Bell 412, die Luftrettung mit geprägt, aber seit ca. 2010 Marktanteile an Airbus Helicopters verloren. Beschreibungen weiterer Hubschrauber-Hersteller finden Sie in unseren Typentexten.

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