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Nach Absturz: DRF Luftrettung weiter offshore tätig

13.03.2014

Berlin (BLN) ::  Nach dem tragischen Hubschrauberabsturz von “Air Ambulance 02“ vor der Halbinsel Darß wollen DRF Luftrettung und der Übertragungsnetzbetreiber 50Hertz die Zusammenarbeit fortsetzen. Das berichtet der “Focus“ (siehe 1. Weblink).

Die Maschine vom Typ BK 117 war bei einem Trainingsflug am 28. Februar aus bisher ungeklärten Gründen abgestürzt. Bei dem Unglück kamen drei Menschen ums Leben. Der Copilot aus Rheinland-Pfalz überlebte als einziger Insasse (rth.info berichtete); er ist nach Medienberichten bislang nicht aussagefähig.

DRF-Sprecherin Petra Hentschel sagte am Montag, dass es für eine konkrete Planung noch zu früh sein. „Wir sind noch mit der Trauerbewältigung befasst, stehen Angehörigen der Toten und Mitarbeitern zur Seite.“ Sprecher Siegfried Wagner vom Übertragungsnetzbetreiber 50Hertz betonte, dass man keinen Grund sähe, die Zusammenarbeit zu beenden. 50Hertz hatte die Zusammenarbeit initiiert.

50Hertz und DRF verständigten sich bereits in der vergangenen Woche über die Fortführung des Werksvertrages. Seit Oktober 2013 ist “Air Ambulance 02“ am Flughafen Güttin auf Rügen stationiert und soll im Auftrag von 50Hertz und EnBW bei Notfällen beim Bau von Windparks und bei der Verlegung von Unterseekabeln in der Ostsee zum Einsatz kommen.

Die verunglückte Maschine war an Bord des Mehrzweckschiffes “Arkona“ zurück ans Festland gebracht worden. Die Zelle ist angesichts des schwerwiegenden Ausgangs des Unglücks relativ nur geringfügig beschädigt, wie auf einem Foto des “Focus“ erkennbar.

Zwischenzeitlich hat die DRF Luftrettung eine Angabe korrigiert: Der tödlich verunglückte Pilot sei nicht aus Baden-Württemberg, sondern aus Bayern. Laut “Nordkurier“ wurden bei der Obduktion keine Erkrankungen festgestellt (2. Weblink). Es gibt Presseartikel, die sich mit den verunglückten Crewmitgliedern befassen (3. Weblink). Zur Ermittlung der Unfallursache ist die Staatsanwaltschaft eingeschaltet. Einen Unfallbericht wird, wie nach solchen Unfällen im zivilen Bereich obligatorisch, auch die Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung (BFU) erstellen.

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Autor(en)
PPR
Ralph Nußbaum
Tim Nußbaum
Quelle(n):
siehe Weblinks

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Wir vom Nachrichtenmagazin rth.info berichten ehrenamtlich über Rettungshubschrauber, also notfallmedizinisch ausgerüstete und besetzte Helikopter, die im Rettungsdienst eingesetzt werden. Hubschrauber sind wertvoll als Rettungsmittel, da sie schnell, wendig und unabhängig vom Straßennetz sind. Ebenso dienen sie zum eiligen Transfer von Intensivpatienten zwischen Kliniken.

Für die Luftrettung besteht ein dichtes Standortnetz – sowohl von Rettungshubschraubern, als auch von Intensivtransport-Hubschraubern für den Interhospitaltransfer (siehe unsere Standortkarte). Die Standorte werden von staatlichen und nichtstaatlichen Betreibern unterhalten. Die ADAC Luftrettung stellt die meisten zivilen Rettungshubschrauber in Deutschland. Die DRF Luftrettung betreibt auch besonders viele Luftrettungszentren in Deutschland. Ihr Vorgänger war die Deutsche Rettungsflugwacht e.V. – bis zum Wechsel von Name und Rechtsform (2008). Weitere wichtige Betreiber, darunter das Bundesministerium des Innern mit seinen Zivilschutzhubschraubern, stellen wir hier vor.

Hubschrauber ergänzen den Rettungsdienst am Boden in medizinischen Notlagen. Sie sollen nicht den Bodenrettungsdienst ersetzen, da Rettungshubschrauber nicht allwetterfähig sind. Luftretter unterscheiden mehrere Einsatzarten. Die wichtigsten sind primäre Notfalleinsätze an einem Einsatzort und sekundäre Patiententransporte von einer Klinik zur anderen. In der Luftrettung kommt komplexe notfallmedizinische Technik zum Einsatz, die u.a. Anaesthesie, Chirurgie, Innere Medizin und Pädiatrie abdeckt.

"Helicopter Emergency Medical Services", kurz HEMS, ist die englische Bezeichnung für Luftrettungsdienst. Der Assistent des Notarztes wird daher als HEMS TC bzw. HEMS Crew Member bezeichnet. Zahlreiche Piloten verdienen in der Luftrettung ihren Lebensunterhalt – für viele Fans ein Traumberuf. Die Betreiber setzen viele Flugstunden und Erfahrung voraus.

Der aktuell bedeutsamste europäische Hubschrauberhersteller ist Airbus Helicopters mit seinen Baumustern H135, H145, und weiteren. Der US-amerikanische Hubschrauberhersteller Bell hat mit den Baumustern Bell 212, Bell 222, Bell 412, die Luftrettung mit geprägt, aber seit ca. 2010 Marktanteile an Airbus Helicopters verloren. Beschreibungen weiterer Hubschrauber-Hersteller finden Sie in unseren Typentexten.

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