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Köln: Baugenehmigung für Station auf dem Kalkberg erteilt

05.06.2013

Köln (NRW) ::  Am 20. Dezember 2011 hatte der Kölner Stadtrat mit breiter Mehrheit seine Standortentscheidung vom 5. Juli 2005 für den Kalkberg als Standort für die neu zu bauende Luftrettungsstation bestätigt. Bei den Anwohnern war dieser Entschluss jedoch auf breiten Widerstand gestoßen (rth.info berichtete mehrfach).

Wie das online-Magazin “koeln.de“ kürzlich berichtete, wurde Mitte Mai die Baugenehmigung erteilt. Kurz zuvor, am 18. März 2013, hatte die Stadt Köln die ehemalige Deponie der Chemischen Fabrik Kalk vom Eigentümer GSE Grundstücksgesellschaft mbH gekauft.

Die Station soll Ende 2014 in Betrieb gehen. Die Gesamtkosten werden zurzeit mit 11,4 Millionen Euro beziffert. Mit den Ausschreibungen sollte noch im Mai begonnen werden, Baubeginn bereits im September sein. Damit wird ein jahrelanger Streit um die Stationierung des Kölner RTH “Christoph 3“ sein Ende finden, dessen langjähriges Zuhause am Klinikum Köln-Merheim aus luftrechtlichen Gründen aufgegeben wurde. “Christoph 3“ und der ITH “Christoph Rheinland“ sind zurzeit am Konrad-Adenauer-Flughafen Köln/Bonn stationiert.

Nachrichten zu diesem Thema im Archiv

Autor(en)
Jörn Fries
Quelle(n):
News “Rettungshubschrauber auf dem Kalkberg - Baugenehmigung erteilt“ auf koeln.de vom 23. Mai 2013

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Über rth.info und unser Themenspektrum

Wir vom Nachrichtenmagazin rth.info berichten ehrenamtlich über Rettungshubschrauber, also notfallmedizinisch ausgerüstete und besetzte Helikopter, die im Rettungsdienst eingesetzt werden. Hubschrauber sind wertvoll als Rettungsmittel, da sie schnell, wendig und unabhängig vom Straßennetz sind. Ebenso dienen sie zum eiligen Transfer von Intensivpatienten zwischen Kliniken.

Für die Luftrettung besteht ein dichtes Standortnetz – sowohl von Rettungshubschraubern, als auch von Intensivtransport-Hubschraubern für den Interhospitaltransfer (siehe unsere Standortkarte). Die Standorte werden von staatlichen und nichtstaatlichen Betreibern unterhalten. Die ADAC Luftrettung stellt die meisten zivilen Rettungshubschrauber in Deutschland. Die DRF Luftrettung betreibt auch besonders viele Luftrettungszentren in Deutschland. Ihr Vorgänger war die Deutsche Rettungsflugwacht e.V. – bis zum Wechsel von Name und Rechtsform (2008). Weitere wichtige Betreiber, darunter das Bundesministerium des Innern mit seinen Zivilschutzhubschraubern, stellen wir hier vor.

Hubschrauber ergänzen den Rettungsdienst am Boden in medizinischen Notlagen. Sie sollen nicht den Bodenrettungsdienst ersetzen, da Rettungshubschrauber nicht allwetterfähig sind. Luftretter unterscheiden mehrere Einsatzarten. Die wichtigsten sind primäre Notfalleinsätze an einem Einsatzort und sekundäre Patiententransporte von einer Klinik zur anderen. In der Luftrettung kommt komplexe notfallmedizinische Technik zum Einsatz, die u.a. Anaesthesie, Chirurgie, Innere Medizin und Pädiatrie abdeckt.

"Helicopter Emergency Medical Services", kurz HEMS, ist die englische Bezeichnung für Luftrettungsdienst. Der Assistent des Notarztes wird daher als HEMS TC bzw. HEMS Crew Member bezeichnet. Zahlreiche Piloten verdienen in der Luftrettung ihren Lebensunterhalt – für viele Fans ein Traumberuf. Die Betreiber setzen viele Flugstunden und Erfahrung voraus.

Der aktuell bedeutsamste europäische Hubschrauberhersteller ist Airbus Helicopters mit seinen Baumustern H135, H145, und weiteren. Der US-amerikanische Hubschrauberhersteller Bell hat mit den Baumustern Bell 212, Bell 222, Bell 412, die Luftrettung mit geprägt, aber seit ca. 2010 Marktanteile an Airbus Helicopters verloren. Beschreibungen weiterer Hubschrauber-Hersteller finden Sie in unseren Typentexten.

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