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Hubschrauberwechsel in Rendsburg: BK 117 geht, EC 145 kommt

24.10.2016

Wyk auf Föhr (SH) ::  Mitte November wird der an der Imland-Klinik in Rendsburg stationierte Rettungshubschrauber (RTH) “Christoph 42“ der DRF Luftrettung vom Typ BK 117 durch eine modernere EC 145 ersetzt werden. Die DRF Luftrettung präsentierte ihren neuen “Christoph 42“ am gestrigen Sonntag (23.10.2016) von 13 bis 16 Uhr auf dem Wyker Flugplatz auf der Nordsee-Insel Föhr. Obwohl der Rendsburger RTH viel über der Nordsee und dem Wattenmeer unterwegs ist, wird er keine Notschwimmer (Floats) erhalten – im Gegensatz zum Sander RTH “Christoph 26“ der ADAC Luftrettung.

Wird Mitte November 2016 durch eine EC 145 ersetzt: die als “Christoph 42“ in Rendsburg viele Jahre eingesetzte BK 117

Wird Mitte November 2016 durch eine EC 145 ersetzt: die als “Christoph 42“ in Rendsburg viele Jahre eingesetzte BK 117

Foto: Jörn Fries

Die künftig in Rendsburg eingesetzte EC 145 flog bis vor Kurzem auch als “Christoph Berlin“ in der Bundeshauptstadt

Die künftig in Rendsburg eingesetzte EC 145 flog bis vor Kurzem auch als “Christoph Berlin“ in der Bundeshauptstadt

Foto: Jörn Fries

Dort wie auch in München, Nürnberg und Regensburg fliegt nun die hochmoderne H145

Dort wie auch in München, Nürnberg und Regensburg fliegt nun die hochmoderne H145

Foto: DRF Luftrettung

Der bereits vor einem Jahr anlässlich von Anwohnerbeschwerden über Hubschrauberlärm angekündigte Maschinenwechsel in Rendsburg (rth.info berichtete) kann jetzt vollzogen werden, weil die DRF Luftrettung kürzlich an ihren Stationen in Berlin, Regensburg und München die dort seit Längerem eingesetzten Maschinen vom Typ EC 145 durch hochmoderne H145 (ehemalige Bezeichnung EC 145 T2) ersetzt hat und somit einige Maschinen vom Typ EC 145 frei wurden. Vor Rendsburg hatte bereits Bad Berka von dem Flottenwechsel profitiert. Dort wurde im September 2015 eine Bell 412 durch eine EC 145 ersetzt.

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Autor(en)
Jörn Fries

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Wir vom Nachrichtenmagazin rth.info berichten ehrenamtlich über Rettungshubschrauber, also notfallmedizinisch ausgerüstete und besetzte Helikopter, die im Rettungsdienst eingesetzt werden. Hubschrauber sind wertvoll als Rettungsmittel, da sie schnell, wendig und unabhängig vom Straßennetz sind. Ebenso dienen sie zum eiligen Transfer von Intensivpatienten zwischen Kliniken.

Für die Luftrettung besteht ein dichtes Standortnetz – sowohl von Rettungshubschraubern, als auch von Intensivtransport-Hubschraubern für den Interhospitaltransfer (siehe unsere Standortkarte). Die Standorte werden von staatlichen und nichtstaatlichen Betreibern unterhalten. Die ADAC Luftrettung stellt die meisten zivilen Rettungshubschrauber in Deutschland. Die DRF Luftrettung betreibt auch besonders viele Luftrettungszentren in Deutschland. Ihr Vorgänger war die Deutsche Rettungsflugwacht e.V. – bis zum Wechsel von Name und Rechtsform (2008). Weitere wichtige Betreiber, darunter das Bundesministerium des Innern mit seinen Zivilschutzhubschraubern, stellen wir hier vor.

Hubschrauber ergänzen den Rettungsdienst am Boden in medizinischen Notlagen. Sie sollen nicht den Bodenrettungsdienst ersetzen, da Rettungshubschrauber nicht allwetterfähig sind. Luftretter unterscheiden mehrere Einsatzarten. Die wichtigsten sind primäre Notfalleinsätze an einem Einsatzort und sekundäre Patiententransporte von einer Klinik zur anderen. In der Luftrettung kommt komplexe notfallmedizinische Technik zum Einsatz, die u.a. Anaesthesie, Chirurgie, Innere Medizin und Pädiatrie abdeckt.

"Helicopter Emergency Medical Services", kurz HEMS, ist die englische Bezeichnung für Luftrettungsdienst. Der Assistent des Notarztes wird daher als HEMS TC bzw. HEMS Crew Member bezeichnet. Zahlreiche Piloten verdienen in der Luftrettung ihren Lebensunterhalt – für viele Fans ein Traumberuf. Die Betreiber setzen viele Flugstunden und Erfahrung voraus.

Der aktuell bedeutsamste europäische Hubschrauberhersteller ist Airbus Helicopters mit seinen Baumustern H135, H145, und weiteren. Der US-amerikanische Hubschrauberhersteller Bell hat mit den Baumustern Bell 212, Bell 222, Bell 412, die Luftrettung mit geprägt, aber seit ca. 2010 Marktanteile an Airbus Helicopters verloren. Beschreibungen weiterer Hubschrauber-Hersteller finden Sie in unseren Typentexten.

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