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Christoph 17, Kempten: Standort als Politikum

14.03.2014

Kempten / Allgäu (BAY) ::  Im Zuge der nahe stehenden Bürgermeister- und Landratswahlen ergreift der Kandidat der Freien Wähler im Oberallgäu die Initiative um die Standortsuche für einen Hangar des in Kempten stationierten Rettungshubschrauber (RTH) “Christoph 17“ voranzutreiben. Der Kanditat Prestel kritisiert die provisorische Lösung am Standort Durach, die Millionen verschlungen habe, die Heizkosten würden ihr übriges tun. Kempten ist laut Prestel ein idealer Standort, da die Flugstrecke von Kaufbeuren ins Oberallgäu rund zehn Minuten länger dauere. Jedoch sieht der Landratskandidat den Kemptener Norden als unpassend an, da der Nebel, der von der Iller aufsteigt, sich dort länger halte als im Süden der Stadt. Laut Prestel sei ein Standort, an dem wegen Nebels häufig nicht gestartet werden kann, unsinnig.

Ein Crewmitglied von Christoph 17 ließ verlauten, dass es bereits 2009 eine Untersuchung des Instituts für Notfallmedizin und Medizinmanagement der Universität München gegeben habe, in der der Flugplatz Durach als geeigneten Standort angegeben worden sei.

Nachrichten zu diesem Thema im Archiv

Autor(en)
Jonas Steinbichler
Quelle(n):
allgaeuhit.de, siehe Weblink

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Wir vom Nachrichtenmagazin rth.info berichten ehrenamtlich über Rettungshubschrauber, also notfallmedizinisch ausgerüstete und besetzte Helikopter, die im Rettungsdienst eingesetzt werden. Hubschrauber sind wertvoll als Rettungsmittel, da sie schnell, wendig und unabhängig vom Straßennetz sind. Ebenso dienen sie zum eiligen Transfer von Intensivpatienten zwischen Kliniken.

Für die Luftrettung besteht ein dichtes Standortnetz – sowohl von Rettungshubschraubern, als auch von Intensivtransport-Hubschraubern für den Interhospitaltransfer (siehe unsere Standortkarte). Die Standorte werden von staatlichen und nichtstaatlichen Betreibern unterhalten. Die ADAC Luftrettung stellt die meisten zivilen Rettungshubschrauber in Deutschland. Die DRF Luftrettung betreibt auch besonders viele Luftrettungszentren in Deutschland. Ihr Vorgänger war die Deutsche Rettungsflugwacht e.V. – bis zum Wechsel von Name und Rechtsform (2008). Weitere wichtige Betreiber, darunter das Bundesministerium des Innern mit seinen Zivilschutzhubschraubern, stellen wir hier vor.

Hubschrauber ergänzen den Rettungsdienst am Boden in medizinischen Notlagen. Sie sollen nicht den Bodenrettungsdienst ersetzen, da Rettungshubschrauber nicht allwetterfähig sind. Luftretter unterscheiden mehrere Einsatzarten. Die wichtigsten sind primäre Notfalleinsätze an einem Einsatzort und sekundäre Patiententransporte von einer Klinik zur anderen. In der Luftrettung kommt komplexe notfallmedizinische Technik zum Einsatz, die u.a. Anaesthesie, Chirurgie, Innere Medizin und Pädiatrie abdeckt.

"Helicopter Emergency Medical Services", kurz HEMS, ist die englische Bezeichnung für Luftrettungsdienst. Der Assistent des Notarztes wird daher als HEMS TC bzw. HEMS Crew Member bezeichnet. Zahlreiche Piloten verdienen in der Luftrettung ihren Lebensunterhalt – für viele Fans ein Traumberuf. Die Betreiber setzen viele Flugstunden und Erfahrung voraus.

Der aktuell bedeutsamste europäische Hubschrauberhersteller ist Airbus Helicopters mit seinen Baumustern H135, H145, und weiteren. Der US-amerikanische Hubschrauberhersteller Bell hat mit den Baumustern Bell 212, Bell 222, Bell 412, die Luftrettung mit geprägt, aber seit ca. 2010 Marktanteile an Airbus Helicopters verloren. Beschreibungen weiterer Hubschrauber-Hersteller finden Sie in unseren Typentexten.

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